Parkinson
Ursachen

Menschen

Morbus Parkinson ist eine sogenannte idiopathischen Erkrankung, dass heisst, es gibt in den meisten Fällen keine genetische oder durch äussere Faktoren beeinflusste Ursache der Erkrankung. Die Erkrankung beginnt meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.
In seltenen Fällen kann das Parkinson-Syndrom bereits vor dem 40. Lebensjahr auftreten. Es wird angenommen, dass bei den meisten Patienten im frühen Erwachsenenalter unbemerkt ein Absterben von Zellen beginnt, die den Überträgerstoff Dopamin herstellen.

Dieser ist notwendig, damit in bestimmten Nervenbahnen Impulse übertragen werden können. Fällt dieser Impuls vermindert aus, wird der gesamte Bewegungsablauf des Menschen verändert. Betroffen ist dabei der gesamte Organismus, nicht nur Arme und Beine, sondern auch Rumpf, Kopf, Sprechorgane, Darm und anderes mehr.

Der Prozeß beginnt im allgemeinen sehr schleichend, ohne dass er für die Betroffenen, die Umwelt oder den Arzt zu erkennen wäre. Erst wenn von den Dopamin-produzierenden Zellen zu etwa 80% nicht mehr funktionstüchtig sind, werden erste klinische Zeichen sichtbar. Es kann ein beginnendes Zittern eines Armes sein (häufigstes erstes Symptom); aber auch eine allgemeine Verlangsamung, Ungeschicklichkeit, depressive Stimmungslage, Schreibstörungen etc. Der Körper ist offensichtlich in der Lage, über viele Jahre, möglicherweise auch Jahrzehnte, einen zunehmenden Dopamin-Mangel zu kompensieren.

Es besteht jedoch beim Parkinson-Syndrom nicht nur ein Mangel an Dopamin, sondern es finden auch eine Verschiebung im Verhältnis zu anderen Überträgerstoffen statt. Neben Dopamin gibt es weitere Substanzen, die für die Impulsübertragung von einer Nervenzelle zur nächsten in andere Regionen des Gehirns zuständig sind. Alle Überträgerstoffe stehen in einem ständigen Gleichgewicht. Wenn man sich das Bild eines Mobile vor Augen hält, das in ausgewogenem Zustand hängt, so ist gut vorstellbar, was passiert, wenn an einem Arm ein Gewicht vermindert wird oder ausfällt: alle anderen Gewichte geraten ebenfalls in eine Schieflage.

Am meisten gestört ist beim Parkinson-Syndrom das Gleichgewicht zwischen Dopamin, Glutamat und Acetylcholin. Durch die Verminderung von Dopamin kommt es zu einerm funktionellen Überschuß von Glutamat. Das Zittern und die erhöhte Muskelspannung gehen wahrscheinlich vor allem auf den Überschuß von Acetylcholin zurück. Aber auch eine Reihe anderer Überträgerstoffe, die teilweise noch nicht genau bekannt sind, geraten wahrscheinlich ebenfalls aus dem Gleichgewicht.

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