Restless Legs
Häufige Fehldiagnosen

Obwohl das Restless-Legs-Syndrom zu den häufigen neurologischen Erkrankungen zählt, wird es oft nicht erkannt. Das liegt einerseits daran, dass das RLS bis in die 1980er-Jahre in den medizinischen Standardwerken kaum erwähnt wurde und viele Ärzte während ihrer Ausbildung nichts über das RLS erfahren haben.

Ein anderer Grund für das „Schattendasein“ des RLS liegt darin, dass manche RLS-Symptome an andere Erkrankungen erinnern, die ähnliche Beschwerden verursachen. Fehldiagnosen sind deshalb leider keine Seltenheit.

Im Folgenden einige Beispiele für Erkrankungen, die mit einem RLS verwechselt werden können:


  • Polyneuropathie, eine Erkrankung der peripheren Nerven, die zu Missempfindungen und Schmerzen führen kann
  • Venenerkrankungen der Beine
  • Arterielle Durchblutungsstörungen der Beine
  • Muskel-/Wadenkrämpfe
  • Innere Unruhe z. B. aufgrund einer psychischen Erkrankung
  • Einschlafstörungen bei Depression
  • Schlafstörungen anderer Ursache

Auch Kinder können durchaus schon an einem Restless-Legs-Syndrom leiden. Häufig wird bei RLS-Kindern jedoch die Fehldiagnose Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gestellt.

Um zu einer aussagekräftigen Diagnose zu kommen, sollte der Arzt immer nach den vier Minimalkriterien des RLS fragen und in nicht eindeutigen Fällen den L-Dopa-Test und weitere Kriterien zur Diagnosesicherung heranziehen.

 

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