auch Immunsystem genannt. Unter dem Abwehrsystem des Körpers versteht man alle Gewebe und Zellen des Körpers, die zur Bekämpfung von Krankheitserregern - wie beispielsweise Viren und Bakterien - beitragen. Wichtiger Bestandteil des Abwehrsystems sind T-Zellen und B-Zellen. Neben den Zellen des Abwehrsystems gehören auch Organe dazu, wie beispielsweise der Thymus und das Knochenmark.
ALAT
Alanin-Aminotransferase
Analgetika
Analgetika (Schmerzmittel) sind Medikamente, die die Weiterleitung der Information „Schmerz“ zum Gehirn stoppen. Auf die Ursache des Schmerzes haben Schmerzmittel im Normalfall keinen Einfluss. Der Schmerz wird von der Person nur nicht mehr wahrgenommen.
Anämie
= Blutarmut, d.h. zu wenige rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
Anamnese
Erhebung der Krankengeschichte
Ankylosierende Spondylitis
Ankylosierende Spondylitis, auch Morbus Bechterew genannt, ist eine entzündlich-rheumatischen Erkrankung, die im Endstadium die Wirbelsäule versteift. Bei dieser Entzündung treten sowohl Knochenschwund als auch Verknöcherungen in der Wirbelsäule auf.
anteriore Uveitis
Uveitis anterior ist eine Entzündung des vorderen Bereichs der Uvea (Augenhaut). Die Uveitis wird im Deutschen auch als Regenbogenhautentzündung bezeichnet.
Anti-CCP
CCP ist die Abkürzung für cyclische citrullinierte Peptide. Antikörper gegen CCP sind typischerweise im Blut von Patienten mit rheumatoider Arthritis vorhanden.
Antigen
Struktur auf der Oberfläche von körperfremden Substanzen (z.B. Krankheitserregern wie Viren und Bakterien), anhand derer sie von Zellen des Immunsystems als körperfremd erkannt werden. Der Name Antigen stammt von „Antikörper generierend“ und besagt, dass diese Strukturen eine Abwehrreaktion des Immunsystems auslösen.
Antikörper
Antikörper sind von B-Zellen gebildete Eiweißstoffe, die sich gezielt an Krankheitserreger anheften können. Sie markieren den Krankheitserreger, sodass er von anderen Zellen des Immunsystems erkannt werden kann. Somit tragen Antikörper entscheidend zur Zerstörung und Vernichtung von krankheitserregenden Stoffen im Körper bei. Antikörper können auch im Labor hergestellt werden.
antinukleären Antikörper
Antikörper, die gegen die Zellkerne gerichtet sind. Sie sind bei etwa 10% der Patienten mit rheumatoider Arthritis, nicht aber bei Patienten mit sJIA nachweisbar.
Arachidonsäure
Fettsäure, die viel in Nahrungsmitteln tierischer Herkunft enthalten ist und im Körper entzündungsfördernde Botenstoffe verstärkt
Arthrose
Arthrose gehört zu den degenerativen rheumatischen Erkrankungen. Die Ursache für eine Arthrose ist eine Abnutzung der Gelenke. Viele Menschen mit Arthrose bemerken die Veränderungen im Gelenk nicht und haben keine Schmerzen, obwohl typische Veränderungen im Gelenk auf dem Röntgenbild bereits erkennbar sind.
ausschleichen
Man verringert nach und nach die Dosis eines Medikaments, bis man es komplett absetzt
Autoantikörper
Diese Art von Antikörpern treten zumeist bei Erkrankungen auf, die vorwiegend durch eine Fehlsteuerung oder Überfunktion bestimmter Teile des Immunsystems ausgelöst werden. Die Antikörper sind hierbei gegen körpereigene Zellen gerichtet.
Autoimmunerkrankung
Bei Autoimmunerkrankungen reagiert das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) auf körpereigene Zellen oder Gewebe. Im Prinzip kann jeder Körperteil davon betroffen sein. Bei der rheumatoiden Arthritis wird die Gelenkinnenhaut von Zellen des Immunsystems angegriffen und zerstört, was die Entzündung hervorruft. Andere Beispiele: Bei der Autoimmunhepatitis wird die Leber angegriffen; bei Diabetes mellitus Typ 1 sind das Angriffsziel des Immunsystems die Zellen der Bauchspeicheldrüse.
Autoimmunreaktion
„Auto“ ist das griechische Wort für Selbst. Bei einer Autoimmunreaktion wird das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) zu stark und reagiert auf das Selbst“ also auf den eigenen Körper. Eine solche Reaktion beinhaltet, dass Zellen des Immunsystems körpereigene Gewebe angreifen und schädigen. Die rheumatoide Arthritis zählt zu den Autoimmunerkrankungen. Bei dieser Erkrankung werden u.a. die Zellen der Gelenkinnenhaut vom Immunsystem angegriffen und geschädigt.
B-Lymphozyt (B-Zelle)
Neben T-Lymphozyten eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Lymphozyten). Sie entstehen im Knochenmark und wandeln sich nach Kontakt mit dem Krankheitserreger zu Plasmazellen um. Plasmazellen stellen wiederum Antikörper gegen diesen Krankheitserreger her. Dadurch wird der Krankheitserreger ausgeschaltet.
B-Zellen (B-Lymphozyten)
Neben T-Zellen eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Lymphozyten). Sie entstehen im Knochenmark und wandeln sich nach Kontakt mit dem Krankheitserreger zu Plasmazellen um. Plasmazellen stellen wiederum Antikörper gegen diesen Krankheitserreger her. Dadurch wird der Krankheitserreger ausgeschaltet.
Basismedikamente
Basismedikamente (DMARDs – Disease Modifying Antirheumatic Drugs) beeinflussen den Verlauf der rheumatoiden Arthritis, indem sie das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten oder zumindest verlangsamen. Basismedikamente lindern damit nicht nur die Symptome, sondern führen im günstigsten Falle zu einer Remission. Zu den Basismedikamenten zählen: Methotrexat, Azathiopin, Ciclosporin, Leflunomid, Sulfasalazin.
Begleittherapie
Eine Begleittherapie wird eingesetzt, um die Haupttherapie in ihrer Wirkung zu unterstützen und/oder Beschwerden zusätzlich zu mildern. Bei der rheumatoiden Arthritis werden neben der medikamentösen Therapie zum Beispiel auch Kälte, Wärme, Massagen oder Elektrotherapie eingesetzt.
Bildgebende Verfahren
Unter bildgebenden Verfahren werden in der Medizin alle Methoden verstanden, die einen Blick ins Körperinnere ermöglichen. Hierzu zählen Röntgenuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen und Kernspintomografie (MRT).
Biologika
Sind eine neue Klasse von Medikamenten. Sie greifen ganz gezielt in die Abwehrreaktionen des Immunsystems ein. Beispielsweise hemmen sie einen bestimmten Botenstoff oder schalten gezielt ganz bestimmte Zellen des Immunsystems aus. Mit Biologika kann bei einer rheumatoiden Arthritis die Entzündungsreaktion gehemmt oder sogar gestoppt werden.
Blut
Blut besteht zu ungefähr 45 Prozent aus festen Bestandteilen (rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen, Blutplättchen) und zu 55 Prozent aus einer hellen Blutflüssigkeit (Blutplasma). Die roten Blutkörperchen und das Blutplasma sind für den Transport im Körper verantwortlich. Sie transportieren beispielsweise Sauerstoff, Nährstoffe, Wirkstoffe wie zum Beispiel Hormone und Stoffwechselprodukte (Kohlendioxid, Harnstoff). Die Organe und Gewebe des Körpers werden über die Blutbahn mit Nährstoffen versorgt. Stoffwechselprodukte werden von den Organen und Geweben wieder an das Blut abgegeben und beispielsweise im Falle von Harnstoff über die Niere ausgeschieden. Die weißen Blutkörperchen sind Teil des Immunsystems.
Blutkörperchen
Wichtige Untergruppen der Blutkörperchen sind rote und weiße Blutkörperchen. Die roten Blutkörperchen und die weißen Blutkörperchen. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) sind für den Transport von Sauerstoff und Kohlendioxid zuständig und haben mit dem Immunsystem nichts zu tun. Die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sind Bestandteil des Immunsystems. Sie sind nicht nur im Blut, sondern auch in anderen Gebieten des Körpers zu finden, wo sie Krankheitserreger und Fremdkörper bekämpfen. Von den weißen Blutkörperchen gibt es eine Reihe unterschiedlicher Typen, die in der Abwehr verschiedene Aufgaben haben. Unter anderem gehören die B-Zellen und die T-Zellen zu den weißen Blutkörperchen.
Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit
Die Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit (BSG) gibt an, wie schnell die Blutkörperchen, also die festen Bestandteile des Blutes, in einem Reagenzglas zu Boden sinken. Dabei wird das aus der Vene entnommene Blut in ein langes, senkrecht stehendes Röhrchen gefüllt und dort einfach stehen gelassen. Nach einer und nach zwei Stunden liest man ab, um wie viele Millimeter sich die Blutkörperchen gesenkt haben. Die BSG zeigt Entzündungen an, weil sich die Blutkörperchen zusammenklumpen und deshalb schneller und dichter zu Boden sinken. Wenn die Blutkörperchen schneller als normal sinken, spricht man von einer erhöhten Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit. Dies ist ein Hinweis auf eine Entzündung im Körper, wie sie ja auch bei der rheumatoiden Arthritis stattfindet.
Blutuntersuchung
Bei Erkrankungen werden vom Arzt oft Blutuntersuchungen angeordnet. Das Blut transportiert viele Stoffe, die Hinweise darauf geben, was im Körper gerade passiert. Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis können im Blut verschiedene Veränderungen festgestellt werden. Typischerweise sind die sogenannten Entzündungswerte (Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit und C-reaktives Protein) erhöht. Bei Verdacht auf eine rheumatoide Arthritis wird das Blut normalerweise auch auf spezifische Eiweiße hin untersucht: auf den sogenannten Rheumafaktor und auf anti-CCP-Antikörper.
Botenstoffe
Botenstoffe wirken wie Nachrichten, mit denen Zellen andere Zellen im Körper informieren. Jeder Typ von Botenstoff steht dabei für eine bestimmte Nachricht, die nur von den Empfängerzellen entschlüsselt werden kann. Interleukin-6 und TNF-alpha sind beispielsweise solche Botenstoffe.
C-reaktives Protein
C-reaktives Protein (CRP) ist ein Eiweißstoff, der in der Leber gebildet wird. Die Zellen der Leber bilden dieses Protein aufgrund von Botenstoffen, die von geschädigten oder toten Zellen im Körper freigesetzt werden und die Zellen der Leber erreichen. Das C-reaktive Protein unterstützt vor allem die Fresszellen des Immunsystems bei ihrer Tätigkeit, indem es sich an krankmachende Stoffe im Körper anlagert und sie markiert. Dadurch werden diese Stoffe von den Fresszellen erkannt und dann beseitigt. Der CRP-Test misst, wie hoch die Aktivität einer Entzündung im Körper ist. Er wird bei der Diagnose einer rheumatoiden Arthritis als Labortest angeordnet. Er ist aber kein Test, der direkt auf eine rheumatoide Arthritis hinweist, sondern anzeigt, ob eine Entzündung im Körper vorhanden ist.
CDAI und SDAI
Clinical and Simplified Disease Activity Indices
Chronische Erkrankung
Eine chronische Erkrankung ist eine sich langsam entwickelnde und/oder lang andauernde Erkrankung. Im Gegensatz dazu setzen akute Erkrankungen plötzlich ein und sind von kürzerer Dauer (beispielsweise Erkältungen). Die Einteilung in chronische und akute Krankheiten hat nichts damit zu tun, wie schwer oder ernsthaft eine Krankheit ist.
Peptide sind Eiweißstoffe. Bestimmte Eiweißstoffe werden beim Absterben von Zellen im Körper, bei der Umwandlung von Hautzellen in Hornhaut und bei Entzündungsprozessen verändert. Dieser natürliche Prozess im Körper wird als Citrullinierung bezeichnet. Der umgewandelte Stoff heißt dann citrulliniertes Peptid. Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis erkennen die Zellen des Immunsystems diese citrullinierten Peptide als krankmachende Stoffe im Körper, obwohl sie eigentlich nicht krankheitserregend sind. Das Immunsystem bekämpft die citrullinierten Peptide, und die B-Zellen bilden Antikörper gegen die citrullinierten Peptide, um diese unschädlich zu machen. Dieser Abwehrmechanismus ist typisch für das Immunsystem von Menschen mit rheumatoider Arthritis.
DAS28
Disease Acitivity Score in 28 Gelenken
Degenerativ
Degenerativ bedeutet, dass ein Körperteil aufgrund von Abnutzung und Verschleiß, Alterung oder Fehlgebrauch nicht mehr so gut funktioniert. Arthrose ist z.B. eine degenerative Erkrankung.
DMARD
Disease modifying antirheumatic drug (krankheitsmodifizierendes antirheumatisches Arzneimittel)
Enthesitis-assoziierte Arthritis
Mit einer Sehnenansatzentzündung (= Enthesitis) vergesellschaftete Arthrtitis
Entzündung
Entzündungen sind normalerweise eine wichtige Abwehrreaktion des Immunsystems gegen Krankheitserreger und Fremdkörper. Entzündungen laufen immer nach dem gleichen Muster ab: Das betroffene Gebiet ist gerötet, überwärmt, geschwollen und schmerzt. Hat das Immunsystem den Krankheitserreger/ Fremdkörper vernichtet und beseitigt, klingt die Entzündung in der Regel ab.
Ergotherapie
zielt darauf ab, die durch Krankheit eingeschränkte Selbstständigkeit zu erhöhen
ESR
Erythrozytensedimentationsrate
EULAR
Europäische Rheumaliga
Fatigue
Fatigue (franz.: Müdigkeit, Erschöpfung) ist ein Symptom, das verschiedene chronische Erkrankungen begleitet und die allgemeine Erschöpfung beschreibt, die auch häufig bei der rheumatoiden Arthritis auftritt.
Fresszellen
Fresszellen (Phagozyten) sind Einheiten des Immunsystems, die krankmachende Stoffe und abgestorbene Partikel im Körper aufnehmen und verdauen können. Sie beseitigen auch die von anderen Immunzellen bekämpften Krankheitserreger und abgestorbene Körperzellen.
Gelenkinnenhaut (Synovialis)
Haut, die das Gelenk von innen auskleidet.
Gelenkspiegelung (Arthroskopie)
Mit einer Gelenkspiegelung können Veränderungen im Gelenk festgestellt werden, die sich durch eine Verletzung, durch Abnutzung (degenerative Erkrankungen wie Arthrose) oder durch Entzündungen (wie bei der rheumatoiden Arthritis) ergeben. Eine Gelenkspiegelung ist mit einer kleinen Operation verbunden, die unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt wird. Der Arzt führt dabei eine kleine Kamera in das betroffene Gelenk ein und kann so die Veränderungen im Gelenk betrachten.
Granulozyten
Granulozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen. Sie machen 45–75 % aller Leukozyten aus. Ihre Funktion liegt vor allem in der unspezifischen Abwehr (angeborenen Immunantwort) von Bakterien, Parasiten und Pilzen.
Health Assessment Questionnaire (HAQ)
Der Health Assessment Questionnaire (HAQ) erfasst den Schweregrad einer Behinderung durch die rheumatoide Arthritis. Der HAQ ist eine Methode, bei der der Patient seine Beschwerden und Einschränkungen bei bestimmte Tätigkeiten im Alltag selbst bewertet.
HLA-B27
HLA ist eine Abkürzung für Humanes Leukozyten Antigen.
Der humangenetische Marker HLA-B27 spielt eine Rolle bei der Einteilung der verschiedenen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
Immunsuppressiva
Immunsuppressiva sind Medikamente, die die Aktivität des Immunsystems herabsetzen und dadurch Entzündungen hemmen oder stoppen. Immunsuppressiva wirken dadurch, dass sie beispielsweise die Vermehrung der Zellen des Immunsystems herabsetzen.
Immunsystem
auch Abwehrsystem genannt. Unter dem Immunsystem des Körpers versteht man alle Gewebe und Zellen des Körpers, die zur Bekämpfung von Krankheitserreger - wie beispielsweise Viren und Bakterien - beitragen. Wichtiger Bestandteil des Immunsystems sind T-Zellen und B-Zellen. Neben den Zellen des Immunsystems gehören auch Organe dazu, wie beispielsweise der Thymus und das Knochenmark.
Infusion
Bei einer Infusion wird ein Medikament in eine Infusionslösung gegeben, die dann tropfenweise über eine Nadel direkt in die Vene gegeben (infundiert) wird.
Interleukin (IL)-1
Interleukin 1 ist ein entzündungsfördernder Botenstoff und gehört zur Gruppe der Zytokine. Es wird u.a. von B-Lymphozyten und T-Lymphozyten gebildet.
Interleukin 6
Interleukin-6 ist ein entzündungsfördernder Botenstoff.
intermittierend
in Abständen auftretend, zeitweise (aussetzend), mit Unterbrechungen, in Schüben verlaufend
Intravenös
Lat.: "in eine Vene hinein".
JIA Core Set
Zusammenstellung von Kernkriterien
Kernspintomografie
Kernspintomografie = Magnetresonanz-Tomografie (MRT)
In der Früherkennung der RA setzt sich zunehmend auch die Kernspinuntersuchung durch. Das ist eine bildliche Darstellung des Körperinnern mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Sie liefert sehr genaue Bilder sowohl der Knochen als auch der benachbarten Weichteile und macht so schon kleinste Entzündungen und Schäden sichtbar und zwar schon Monate früher als auf der Röntgenaufnahme. Ein weiterer Vorteil: Anders als bei der Röntgenuntersuchung arbeitet das Kernspingerät nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen. Der Patient ist damit bei der Kernspinuntersuchung keiner Belastung mit Röntgenstrahlung ausgesetzt.
Kortison
Körpereigenes Hormon der Nebenniere, Stresshormon. Kortison ist auch ein stark entzündungshemmendes Medikament.
Leukozyten
Weiße Blutkörperchen; gehören zum Immunsystem und sind wichtige Bestandteile der Immunabwehr.
Leukozytose
Stark erhöhte Leukozytenwerte.
Leukozyten (Leukos) gehören zu den weißen Blutkörperchen.
Viele Leukozyten im Blut deuten auf eine Infektion oder Entzündung hin.
Lymphe
Die Lymphe (vom lateinischen "lympha" für "klares Wasser") ist eine Körperflüssigkeit, die ähnliche Bestandteile hat wie das Blutplasma. Die Lymphe umspült die Zellen in den Geweben des Körpers und transportiert dadurch schädliche Stoffe ab. Sie ermöglicht auch, dass die Zellen des Immunsystems in die einzelnen Körperabschnitte transportiert werden können, um Krankheitserreger aufzuspüren und zu bekämpfen. Die Lymphe bildet sich, in dem sie durch enge Poren der Blutgefäße in die angrenzenden Gewebe gepresst wird. Sie fließt durch die Zwischenräume der Zellen und wird im Lymphgefäßsystem wieder gesammelt. Das Lymphgefäßsystem ist in der Nähe des oberen Brustbereiches (hinter dem Schlüsselbein) mit dem Blutgefäßsystem verbunden. Hier wird die Lymphe wieder in die Blutgefäße zurückgeführt.
Lymphozyten
Untergruppe der weißen Blutkörperchen, die bei der körpereigenen Abwehr von Krankheitserregern eine wichtige Rolle spielen. Man unterscheidet B-Lymphozyten und T-Lymphozyten. Bei der rheumatoiden Arthritis sind diese Zellen beim Angriff auf die Gelenkinnenhaut beteiligt und sind für eine Abwehrreaktion des Körpers gegen die Gelenkinnenhaut verantwortlich
(Autoimmunerkrankung, Zytokine)
Magnetresonanz-Tomografie (MRT)
Magnetresonanz-Tomografie (MRT) = Kernspintomografie
In der Früherkennung der RA setzt sich zunehmend auch die Kernspinuntersuchung durch. Das ist eine bildliche Darstellung des Körperinnern mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Sie liefert sehr genaue Bilder sowohl der Knochen als auch der benachbarten Weichteile und macht so schon kleinste Entzündungen und Schäden sichtbar und zwar schon Monate früher als auf der Röntgenaufnahme. Ein weiterer Vorteil: Anders als due Röntgenuntersuchung arbeitet das Kernspin nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen. Der Patient ist damit bei der Kernspinuntersuchung keiner Stahlenbelastung ausgesetzt.
MEFV
Mediterranean fever = Mittelmeerfieber
Monotherapie
Behandlung mit nur einem Medikament
Morgensteifigkeit
Morgensteifigkeit ist ein Symptom der Rheumatoiden Arthritis und bedeutet, dass die Beweglichkeit der Gelenke nach dem Aufstehen durch die längere Ruhigstellung während der Nacht eingeschränkt ist. Die Gelenke sind steif und unbeweglich und schmerzen bei Bewegung.
Die Morgensteifigkeit kann häufig bis zu mehreren Stunden andauern.
MTX
Methotrexat
Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR)
nicht-steroidale Antirheumatika; kortisonfreie Entzündungs- und Schmerzhemmer
Osteoporose
Knochenschwund
PedACR
Ped = Pediatric
ACR = Abkürzung für die Amerikanische Gesellschaft für Rheumatologie, American College of Rheumatology
Physiotherapie
Krankengymnastik
Plasmazelle
Plasmazellen sind ausgereifte B-Zellen, die in der Lage sind, schützende Antikörper herzustellen. Mit den Antikörpern können in den Körper eingedrungene Krankheitserreger gezielt zerstört werden.
Polyarthritis
Entzündung einer Vielzahl von Gelenken, zum Beispiel die rheumatoide Arthritis (auch als chronische Polyarthritis bezeichnet).
Psoriasis
Die Schuppenflechte (auch Psoriasis genannt) ist eine nicht-ansteckende, entzündliche Hautkrankheit. Bis zu einem Fünftel der Patienten mit Schuppenflechte (ca. 5-20%) können auch an entzündlichem Gelenkrheuma erkranken.
RA
Rheumatoide Arthritis
Reiter-Syndrom
Das Reiter-Syndrom (auch Morbus Reiter genannt) betrifft vorwiegend jüngere Männer und ist eine reaktive entzündliche Systemerkrankung.
Remission
Krankheitszustand, in dem weder für den Arzt (beispielsweise über Werte der Blutuntersuchung) noch für den Patienten (beispielsweise durch Schwellungen oder Schmerzen) eine Krankheitsaktivität erkennbar ist. Remission bedeutet allerdings nicht, dass der Patient geheilt ist. Er fühlt sich nur geheilt. Deshalb kann nur eine sehr geringe Anzahl von Patienten mit rheumatoider Arthritis in einer Remission aufhören, Medikamente zu nehmen. Viele Patienten, bei denen sich eine Remission einstellt, müssen ihre Medikamente weiter einnehmen.
Rheumafaktor
Der Rheumafaktor ist ein Antikörper, der von den B-Zellen bei rheumatoider Arthritis gebildet wird. Liegt der Rheumafaktor (RF) in höheren Mengen im Blut vor, kann dies mit einem aggressiveren Krankheitsverlauf einhergehen. Der Rheumafaktor kann bei 65 - 75 Prozent der Patienten mit rheumatoider Arthritis im Blut nachgewiesen werden. Bei Patienten mit systemischer juveniler idiopathischer Arthritis (sJIA) sind Rheumafaktoren nicht nachweisbar
Rheumaknoten
Rheumaknoten treten bei 20 Prozent aller Patienten mit rheumatoider Arthritis in verschiedensten Organen auf. Unter der Haut entstehen Rheumaknoten im Verlauf der Erkrankung an Stellen mit erhöhter Druckbelastung, besonders an der Streckseite von Gelenken, am häufigsten am Ellenbogen.
Rheumatoide Arthritis
(auch: chronische Polyarthritis); häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke, gilt als Autoimmunkrankheit. Die Entzündung der Gelenke führt zu Schwellung, Schmerz und Bewegungseinschränkung. Wird die Entzündung nicht gestoppt, können die Gelenkstrukturen bis zur Zerstörung von Knorpel und Knochen geschädigt werden und ihre Bewegungsfähigkeit verlieren.
Rheumatologe
Facharzt/-ärztin für Erkrankungen, die unter dem Oberbegriff „Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises“ zusammengefasst werden
Röntgenuntersuchung
Bei Röntgenuntersuchungen wird mit Röntgenstrahlung der Körperteil durchleuchtet, der näher betrachtet werden soll. Verschiedene Körpergewebe nehmen die Röntgenstrahlen unterschiedlich gut auf. Deshalb sind Knochen auf Röntgenbilder heller und deutlicher zu erkennen als beispielsweise Muskeln. Auf Röntgenbildern können besonders gut Veränderungen an Knochen abgebildet werden.
Sakroiliitis
Sakroiliitis ist eine Entzündung der Kreuz - Darmbeingelenke.
Schmerzmittel
Schmerzmittel (Analgetika) sind Medikamente, die die Weiterleitung der Information "Schmerz" zum Gehirn stoppen. Auf die Ursache des Schmerzes haben Schmerzmittel im Normalfall keinen Einfluss. Der Schmerz wird von der Person nur nicht mehr wahrgenommen.
Schub
Die rheumatoide Arthritis verläuft oft in Phasen. Dabei wechseln sich Phasen, in denen die Schwellungen an den Gelenken, die Schmerzen und Entzündungen zurückgehen und Phasen, in denen die Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen wieder stärker werden, ab. Wenn die Krankheitsaktivität wieder stärker wird, spricht man von "Schub". Ein Schub kann mehrere Wochen bis mehrere Monate andauern.
Serositis
Serositis = Entzündung der Serosa.
Serosa (lateinisch, auch Tunica serosa): zarte, glatte Haut, die seröse (eiweißhaltige) Flüssigkeit ausscheidet und eine Höhle (Brust-, Bauch-, Herzhöhle) auskleidet bzw. deren Organe als Serosa-Überzug einhüllt (Brust-, Bauchfell, Herzbeutel).
SJC
Swollen Joint Count: Anzahl geschwollener Gelenke
subkutan
das Medikament wird unter die Haut verabreicht
Symptome
Symptome sind Krankheitsanzeichen, die mit jeder Krankheit einhergehen. Zum einen gehören für den Patienten spürbare Beschwerden dazu. Bei der rheumatoiden Arthritis sind dies beispielsweise Schmerzen und das Anschwellen bestimmter Gelenken. Zu den Symptomen einer Krankheit werden aber auch Veränderungen im Körper gezählt, die der Patient nicht spürt. Diese Symptome kann der Arzt mit speziellen Untersuchungen feststellen. Bei rheumatoider Arthritis sind das beispielsweise der Anstieg von Entzündungswerten im Blut und die Bildung von Antikörper gegen cyclische citrullinierte Peptide.
Synovia
> Synovialflüssigkeit, Gelenkschmiere, wird von der > Synovialis gebildet
Synovialflüssigkeit
Synovia; Gelenkschmiere, wird von der > Synovialis gebildet
Synovialis
Gelenkinnenhaut
T-Zellen (T-Lymphozyten)
Neben B-Zellen eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Lymphozyten). Reifen im Thymus heran und bilden nach Kontakt mit einem Krankheitserreger Botenstoffe (sogenannte Zytokine), die zu Abwehrreaktionen führen und damit die Eindringlinge zerstören.
Thrombozytose
Stark erhöhte Thromobozytenwerte.
Thrombozyten sind scheibenförmige Blutplättchen. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung.
Entzündungsfördernder Botenstoff, gehört zur Gruppe der Zytokine. Er wird von B-Zellen und T-Zellen gebildet und kann medikamentös durch TNF-alpha-Blocker abgefangen werden.
Ultraschalluntersuchung
Bei der Ultraschalluntersuchung (Sonografie) werden Schallwellen eingesetzt, um Bilder von Körperstrukturen zu machen. Diese Schallwellen sind für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbar (mehr als 20 kHz). Der Vorteil der Ultraschalluntersuchung liegt darin, dass die eingesetzten Schallwellen das Gewebe nicht schädigen. Deshalb werden diese Schallwellen auch bei Untersuchungen von Ungeborenen während der Schwangerschaft eingesetzt. Mit der Ultraschalluntersuchung lassen sich z.B. Veränderungen an Bindegewebestrukturen, Sehnen, Flüssigkeitsansammlungen im Gelenk und Veränderungen anderer Weichteile erkennen.
VAS
Visuelle Analogskala
Zytokine
Entzündungsfördernde Botenstoffe (Zytokine), werden von B-Zellen und T-Zellen gebildet. Bei rheumatoider Arthritis wichtige Zytokine sind u. a. Tumornekrosefaktor (TNF)-alpha, Interleukin (IL)-1 und Interleukin (IL)-6.