Diagnose "rheumatoide Arthritis"
Wie wird die Diagnose "rheumatoide Arthritis" (RA) gestellt?
Um eine Diagnose zu stellen, brauchen Ärzte verschiedene Informationen. Dazu wurde ein Katalog mit verschiedenen Kriterien entwickelt. Je mehr Kriterien gefunden werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass eine rheumatoide Arthritis diagnostiziert wird.
Bei Verdacht auf rheumatoide Arthritis werden folgende Untersuchungen durchgeführt:
- Anamnese
- Körperliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung
- Blick ins Gelenk mit Hilfe von Röntgen, Ultraschall und Kernspintomografie
- Beurteilung der Gelenkfunktion durch den Patienten
Maßnahme |
konkrete Durchführung |
Kriterium für eine mögliche rheumatoide Arthritis |
Gespräch/ Anamnese |
Hier stellt der Arzt dem Patienten Fragen, um sich ein Bild von dem Krankheitszustand seines Patienten zu machen. |
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Körperliche Untersuchung |
Untersuchung durch den Arzt; z.B. durch Abtasten |
Schwellungen, Schmerzen, Rötungen, Bewegungseinschränkungen |
Blutuntersuchung |
Erhöhte Senkgeschwindigkeit zeigt eine Entzündung im Körper an. |
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C-reaktives Protein |
Ein erhöhter CRP-Wert weist auf eine Entzündung im Körper hin. |
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Test auf Rheumafaktor (RF) |
Der Rheumafaktor ist ein Eiweißstoff im Blut, der von Zellen des körpereigenen Abwehrsystems gebildet wird. Ein positiver Rheumafaktor allein bedeutet jedoch nicht, dass eine rheumatoide Arthritis vorliegt. |
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anti-CCP-Antikörper-Test |
97 % der Menschen, die Antikörper gegen cyclische citrullinierte Peptide im Blut haben, haben eine rheumatoide Arthritis. |
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anti-MCV-Antikörper-Test |
Antikörper gegen mutiertes citrulliniertes Vimentin weisen auf eine rheumatoide Arthritis hin. |
Blick ins Gelenk |
Röntgenuntersuchung |
Im Röntgenbild können Schädigungen der Knochen erkannt werden. |
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Ultraschalluntersuchung |
Neben Knochenveränderungen können auf einem Ultraschallbild auch Veränderungen der Gelenkinnenhaut oder Flüssigkeitsansammlungen dargestellt werden, die durch die rheumatoide Arthritis entstehen. |
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Kernspintomografie |
Mit der Kernspintomografie kann man zu Beginn der Erkrankung Veränderungen an Knochen und weichen Körperteilen feststellen. |
Beurteilung der körperlichen Funktionsfähigkeit |
HAQ (Health Assessment Questionnaire – Gesundheits-Beurteilungsfragebogen) |
Je stärker die rheumatoide Arthritis die alltäglichen Tätigkeiten beeinflusst, desto höher ist auch der HAQ-Wert (Wertebereich 0-3). |
Je früher die rheumatoide Arthritis festgestellt und behandelt wird, desto besser kann der Verlauf der Erkrankung beeinflusst werden. Eine sichere Diagnose ist allerdings gerade im Anfangsstadium schwierig. Wichtig ist, dass so früh wie möglich eine geeignete Behandlung durchgeführt wird, damit die Gelenkzerstörung und damit die alltäglichen Beeinträchtigungen frühzeitig gestoppt werden.
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