Rituximab - B-Zellen-Therapie
Wie wirkt Rituximab?
Rituximab gehört zu den Biologika. Es wirkt speziell auf bestimmte B-Zellen des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystem). Die B-Zellen nehmen bei einer Entzündung eine besonders wichtige Rolle ein: Zum einen senden sie Botenstoffe, wie z.B. Interleukin 1 (IL1) und TNFalpha, aus. Dadurch werden andere Zellen des Immunsystems veranlasst, die Entzündung weiter anzufachen. Zum anderen treten sie in direkten Kontakt mit den T-Zellen und veranlassen diese, ebenfalls Botenstoffe auszusenden. Rituximab schaltet gezielt bestimmte B-Zellen aus. Wenn diese B-Zellen fehlen, kann nach einigen Wochen die für die rheumatoide Arthritis typische Entzündung in den Gelenken nachlassen. Dadurch gehen die Schwellungen der Gelenke zurück, die Schmerzen werden gelindert, und die oftmals starke Müdigkeit läßt nach.
Rituximab wirkt ausschließlich auf eine Untereinheit der B-Zellen: die CD20 B-Zellen. Andere Untereinheiten der B-Zellen werden von Rituximab nicht beeinträchtigt, wie zum Beispiel die Gedächtniszellen des Immunsystems. B-Gedächtniszellen sind keine CD-20 Zellen, deshalb reagieren sie auch nicht auf Rituximab. Die B-Gedächtniszellen bleiben dem Immunsystem und damit der Abwehrfunktion erhalten.
Rituximab greift gezielt CD20-positive B-Zellen an und kann so die Entzündung stoppen. Die betroffenen Gelenke schwellen ab, eine weitere Gelenkzerstörung wird verhindert. Die körpereigene, schützende Immunabwehr bleibt durch B-Gedächtniszellen erhalten.
Weitere Hintergrundinformationen zum Immunsystem, B-Zellen, T-Zellen und Botenstoffen sind unter „Medizinische Grundlagen“ zu finden.
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