Operationen
Operationen werden heutzutage glücklicherweise immer seltener. Doch wenn die Gefahr besteht, dass die Gelenke ihre Funktion verlieren oder dass die Schmerzen mit anderen Mitteln nicht in den Griff zu bekommen sind, kann eine Operation in Erwägung gezogen werden.
Ob eine Operation in einem speziellen Fall sinnvoll ist und welche Operation gewählt wird, sollte gemeinsam mit dem behandelnden Arzt entschieden werden.
Entfernung der Gelenkinnenhaut
Von der Gelenkinnenhaut geht die Entzündung der Gelenke aus. Eine Entfernung der Gelenkhaut kann deshalb sinnvoll sein. Heutzutage wird dies mit einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) gemacht. Mit einer Gelenkspiegelung kann sich der Arzt ein Bild vom Inneren des Gelenks machen (diagnostische Gelenkspiegelung). Er kann aber auch kleine Eingriffe vornehmen (therapeutische Gelenkspiegelung), indem er mit chirurgischen Werkzeugen die Gelenkinnenhaut entfernt. Die Schnitte am Gelenk sind dabei sehr klein. Die Arthroskopie kann unter Vollnarkose, unter Regionalnarkose oder in seltenen Fällen auch unter Lokalnarkose stattfinden.
Wussten Sie, ...
... dass bei der rheumatoiden Arthritis die Zellen der Gelenkinnenhaut von dem körpereigenen Abwehrsystem angegriffen werden. Wenn die permanente Entzündung der Gelenkinnenhaut mit Medikamenten nicht eingedämmt werden kann, fängt diese an zu wuchern und zerstört dadurch Knochen und Knorpel des Gelenks.
Wird die Gelenkinnenhaut entfernt, verschwindet damit auch der vermeintliche Feind.
Operation bei verformten Gelenken
Wenn rechtzeitig mit der medikamentösen Therapie begonnen wird, können heutzutage Gelenkverformungen in den allermeisten Fällen verhindert werden. Sollten jedoch trotzdem starke Gelenkverformungen auftreten, könnte eine Operation notwendig werden. Sie hilft, die Gelenke zu entlasten und die Schmerzen dadurch zu verringern. Für solch eine Operation ist der Orthopäde, der sich auf rheumatische Erkrankungen spezialisiert hat, der medizinische Fachmann.
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