Medizinische Grundlagen

Was ist rheumatoide Arthritis?

Die rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Haut, die die Innenseite der Gelenke auskleidet, vom körpereigenen Abwehrsystem (Immunsystem) angegriffen wird. Dadurch entsteht eine Entzündung. Diese Entzündung führt zu druckempfindlichen Gelenken, die schmerzen, anschwellen und bei fortdauernder Entzündung mit der Zeit versteifen können. Ohne Behandlung führt dieser Prozess am Ende zu einer Zerstörung der Gelenke.

Entzündetes Gelenk - die Folge der rheumatoiden Arthritis

Entzündetes Gelenk - die Folge der rheumatoiden Arthritis

Die rheumatoide Arthritis wird hauptsächlich mit der Erkrankung der Gelenke in Verbindung gebracht. Jedoch können andere Teile des Körpers ebenfalls betroffen sein. Beispielsweise die Funktion von Sehnen und Sehnenscheiden, die in der Nähe der Gelenke liegen. Auch Augen, Blutgefäße und innere Organe können durch die Erkrankung beeinträchtigt sein. Zusätzlich können Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue) auftreten.

Wodurch die Entzündung im Gelenk ausgelöst wird, ist noch nicht vollständig geklärt. Was man heute durch intensive Forschung aber schon weiß: Eine Überreaktion des
Abwehrsystems unseres Körpers spielt dabei eine sehr wichtige Rolle.

Wer ist davon betroffen?

Die rheumatoide Arthritis ist die am häufigsten auftretende entzündliche rheumatische Erkrankung. Ungefähr 1 Prozent der Weltbevölkerung (durchschnittlich 1 von 100 Menschen) ist davon betroffen.

Viele Menschen glauben, an der rheumatoiden Arthritis erkranken hauptsächlich ältere Menschen. Die rheumatoide Arthritis kann aber in jedem Lebensalter auftreten. Oft merken Betroffene die ersten Beschwerden zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr. Frauen sind dabei dreimal häufiger betroffen als Männer.