Soziale Phobie
Psychotherapie
Psychotherapeutische Behandlung
der Sozialen Phobie
Es gibt verschiedene Ansatzpunkte zur Behandlung der Sozialen
Phobie. Aber: Es gibt aber keine Methode, die in 100% der
Fälle funktioniert. Man muss sich jeweils individuell
überlegen, was sinnvoll ist und mit welcher Methode
man die Therapie beginnt. Die Behandlung wird über
längere Zeit durchgeführt und sollte selbst bei
Besserung nicht voreilig abgebrochen werden, da es zu Rückfällen
kommen kann.
Studien haben gezeigt, dass die Soziale Phobie erfolgreich mit einer Psychotherapie behandelt werden kann, die sich - je nach Schwere- und Komplikationsgrad - gut mit Medikamenten kombinieren lässt. Leider ist eine Psychotherapie nicht immer verfügbar, und manchmal bestehen lange Wartezeiten, ein Versuch kann aber lohnen.
Am besten untersucht und relativ erfolgreich ist die sogenannte Verhaltenstherapie, deren wesentliche Elemente auch der Hausarzt durchführen kann.
Was passiert in der Verhaltenstherapie? Zunächst einmal gilt es herauszufinden, welche Bedingungen und Auslöser die Soziale Phobie verursacht haben und welche Faktoren und Bedingungen sie jetzt aufrecherhalten (Verhaltensanalyse). Je nachdem, wie das Ergebnis ausfällt, werden folgende Massnahmen ergriffen:
| Exposition/Konfrontation | ||
| Mittels praktischer Übungen lernt man, den Teufelskreis von Angst und Vermeidungsverhalten zu durchbrechen. Es werden die sozialen Angstsituationen aufgesucht und in ihnen verschiedene Strategien zur Bewältigung eingeübt. | ||
| Kognitive Übungen | ||
| Mittels gedanklicher Übungen lernt man, durch bestimmte Gedanken den Teufelskreis zu durchbrechen und soziale Angstreaktionen realistisch zu bewerten. So können Fehlinterpretationen sozialer Situationen besser erkannt und wahrgenommen werden. | ||
| Entspannungstechniken | ||
| Durch Entspannungsverfahren (z.B. autogenes Training) wird die Angstbereitschaft gesenkt. Ziel ist es, diese Verfahren bei Bedarf gezielt im Alltag einzusetzen. | ||
| Soziale Kompetenz verbessern | ||
| Wer den Umgang mit anderen Menschen verlernt oder gar nie gelernt hat, wird unsicher. Um diese Unsicherheit und damit verbundene Ängste abzubauen, werden Fertigkeiten im Umgang mit anderen Menschen trainiert. Ziel ist selbstsicheres Verhalten. |
Wichtig:
All diese verhaltenstherapeutischen Massnahmen sind, auf ein bestimmtes Problem ausgerichtet und haben ein klares Ziel, das vorher zwischen Patient und Therapeut vereinbart wird.

Verhaltenstherapeutische Massnahmen sind
- kurz
- problemorientiert
- haben ein klares Ziel
- und eine nachgewiesene Wirksamkeit
Zum Einsatz kommen Massnahmen wie
- Konfrontation
- Entspannungs-training
- Selbstsicher-heitstraining
- kognitive Übungen

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