Akute Abstoßungsreaktion
Risiko in den ersten Monaten am höchsten
Eine akute Abstoßungsreaktion entwickelt sich innerhalb von Tagen bis Wochen. Gelegentlich bemerkt der Patient Symptome, doch für eine sichere Diagnose ist in der Regel eine Biopsie notwendig. Meist lässt sich die Abstoßungsreaktion mit Medikamenten erfolgreich behandeln.
Die akute Abstoßung ist eine häufige Form der Abstoßungsreaktion. In den ersten 2 bis 3 Monaten nach Transplantation ist das Risiko einer akuten Abstoßung am höchsten, sie kann aber noch nach einem Jahr oder später und auch wiederholt auftreten.
In manchen Fällen einer akuten Abstoßung bemerkt der Patient Symptome wie:
- Grippeähnliche Symptome (Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel)
- Erhöhte Temperatur
- Erhöhte Blutdruckwerte
- Gewichtszunahme
- Druck, Fremdkörpergefühl oder Schmerzen im Transplantationsgebiet
Durch die ständige Einnahme von Immunsuppressiva kommt es jedoch nur selten zu ausgeprägten Symptomen. Häufiger sind leichte Verläufe, bei denen der Patient nur geringe oder gar keine Symptome bemerkt.
Die beste Methode, Frühzeichen einer akuten Abstoßung zu erfassen, sind regelmäßige Labortests. Bei diesen Tests wird auch untersucht, ob die Immunsuppressiva richtig dosiert sind.
Transplantation
Bei der akuten Abstoßung sammeln sich zur Abwehr befähigte Zellen (Lymphozyten) im Transplantat, wo sie Blutgefäße und Gewebe schädigen. Ob z.B. in einem Nierentransplantat eine akute Abstoßungsreaktion abläuft, kann nur durch eine Transplantatbiopsie mit Sicherheit festgestellt werden. Hierbei entnimmt der Arzt mit der Biopsienadel eine kleine Gewebeprobe, die mikroskopisch untersucht wird.
Zum Glück lassen sich akute Abstoßungsreaktionen, die frühzeitig erkannt wurden, meist erfolgreich behandeln, indem die Dosis oder die Kombination der Immunsuppressiva geändert wird.
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