Schulung zum Gerinnungs-Selbstmanager keine Frage des Alters

Mannheim, 19.06.2012. Praxis zeigt, dass Motivation und Teamwork über die Schulbarkeit entscheiden

Rund 850.000 Patienten erhalten in Deutschland eine orale Antikoagulation mit einem Vitamin-K-Antagonisten. 150.000 davon praktizieren nach einer qualifizierten Schulung das Gerinnungs-Selbstmanagement (GSM). Die Erfahrung schulender Ärzte zeigt, dass vermeintliche Hindernisse wie beispielsweise schlechteres Sehvermögen durch Teamwork und kreative Lösungen überwunden werden können. Bereits die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zum INR-Selbstmanagement (International Normalized Ratio) bei oraler Antikoagulation stellen klar, dass das Erlernen des Gerinnungs-Selbstmanagements nicht an ein bestimmtes Lebensalter gebunden ist1. In der Praxis profitieren insbesondere auch ältere Patienten davon, ihren Gerinnungsstatus zu Hause kontrollieren und anpassen zu können.
 

Die orale Antikoagulation schützt bei Vorhofflimmern, nach künstlichem Herzklappenersatz und anderen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems vor thromboembolischen Ereignissen. Dabei gilt es, den INR-Wert (International Normalized Ratio) zwischen Gerinnungshemmung und Blutungsrisiko auszubalancieren. Das Gerinnungs-Selbstmanagement mit dem CoaguChek® XS System kann das Blutungs- und Thromboserisiko signifikant senken und damit die Prognose der Patienten verbessern2.
2010 wurde das GSM in die aktualisierten Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) zum Vorhofflimmern aufgenommen. Demnach kann das Selbstmanagement bei allen motivierten Patienten in Betracht gezogen werden, die physisch und kognitiv dazu in der Lage sind3. Die erfolgreiche Teilnahme an einer strukturierten Schulung mit theoretischen und praktischen Inhalten ist grundlegend für das GSM. Die aktualisierte Leitlinie zum GSM der Arbeitsgemeinschaft Selbstkontrolle der Antikoagulation (ASA) stellt fest, dass dies unabhängig vom Alter gilt4.

Mitschulung Angehöriger als sichere Option
Kann der Patient selbst die Kriterien für das GSM nicht oder nicht vollständig erfüllen, ist die Schulung von Angehörigen - allein oder gemeinsam mit dem Patienten - möglich5. Wenn die Zusammenarbeit zwischen Angehörigen und Patienten stimmt, können Schwierigkeiten in der Handhabung des Messgerätes - zum Beispiel aufgrund eines schlechteren Sehvermögens - oder Probleme bei der Berechnung der Dosis oft zuverlässig und pragmatisch ausgeglichen werden. In jedem Fall sind auch nach der Schulung in einem kompetenten Zentrum regelmäßige Arztbesuche Voraussetzung für ein erfolgreiches GSM. Als vorteilhaft in der Praxis hat sich Schulungsärzten zufolge ein Besuch in der Sprechstunde alle drei Monate erwiesen. Gerade für mobilitätseingeschränkte Patienten ist diese Reduktion der Arztkontakte häufig eine große Entlastung.

Das Gerinnungs-Selbstmanagement ermöglicht so auch älteren Patienten den eigenen Lebensrhythmus beizubehalten und bringt somit eine deutliche Steigerung der Lebensqualität unter oraler Antikoagulation. Gut informierte Patienten und Eigenverantwortung in der Therapie können erfahrungsgemäß zudem die bei Langzeittherapien so wichtige Compliance erhöhen.

Ambulante Schulungen in kompetenten regionalen Zentren werden bundesweit angeboten. Im CoaguChek Kunden Service Center können Hausärzte für ihre Patienten unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 / 08 00 855 Informationen zu Standorten von Schulungseinrichtungen abrufen, die eine leitliniengerechte Schulung zum Gerinnungs-Selbstmanagement mit dem CoaguChek XS System anbieten. Diese Information und weitere Services finden Ärzte und Patienten auch unter www.coaguchek.de


1 Körtke H et al. Z Kardiol. 1998;87:983-985
2 Heneghan C et al. Lancet 2012;379:322-334
3 Camm AJ et al. EHJ. 2010;31:2369-2429
4 Braun S et al. DMW. 2009;134(14):695-700
5 Braun S et al. DMW. 2009;134(14):695-700


Über Roche 
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ein führendes, forschungsorientiertes Unternehmen, ist spezialisiert auf die beiden Geschäfte Pharma und Diagnostics. Als weltweit größtes Biotech-Unternehmen entwickelt Roche klinisch differenzierte Medikamente für die Onkologie, Virologie, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche, ein Pionier im Diabetesmanagement, ist auch der weltweit bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostik und gewebebasierten Krebstests. Medikamente und Diagnostika, welche die Gesundheit, die Lebensqualität und die Überlebenschancen von Patienten entscheidend verbessern, sind das strategische Ziel der personalisierten Medizin von Roche. 2011 beschäftigte Roche weltweit über 80.000 Mitarbeitende und investierte mehr als 8 Milliarden Franken in die Forschung und Entwicklung. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 42,5 Milliarden Franken. Genentech, USA, gehört vollständig zur Roche-Gruppe. An Chugai Pharmaceutical, Japan, hält Roche die Mehrheitsbeteiligung. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland fast 14.000 Mitarbeitende, davon über 7.500 in Mannheim. Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.roche.com und www.roche.de.

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