Roche beim Amerikanischen Krebskongress 2019

Krebstherapie der Zukunft: Personalisierte Medizin auf dem Vormarsch

Es weht eine frische Brise, über den Köpfen der Menschen kreischen Möwen, blaues Wasser reicht bis an den Horizont. Selbst bei gutem Wetter sieht man das andere Ufer des Lake Michigan nicht, nicht einmal mit einem Fernglas. An dem gewaltigen See im Norden der Vereinigten Staaten liegt Chicago. Nur einen Steinwurf vom Ufer entfernt befindet sich das größte Kongresszentrum des Landes – jedes Jahr im Frühsommer Heimat des bedeutendsten Krebskongresses der Welt, des ASCO. Bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology werden auch diesmal zwischen dem 31. Mai und dem 4. Juni weit mehr als 30.000 Wissenschaftler und Ärzte aus aller Welt in die Millionenstadt am Lake Michigan strömen, um unter dem Motto „Caring for Every Patient – Learning from Every Patient“ die Zukunft der Krebsmedizin zu gestalten.

Mehr als 150 wissenschaftliche Beiträge – der Patient im Zentrum

Als führendes, forschendes Gesundheitsunternehmen in der Onkologie wird Roche auch in diesem Jahr den wissenschaftlichen Diskurs maßgeblich mitgestalten: Über 150 wissenschaftliche Beiträge, die im Rahmen des ASCO vorgestellt werden, beschäftigen sich mit Substanzen von Roche. Im Fokus stehen dabei neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Personalisierten Medizin sowie zur Krebsimmuntherapie. Zudem wird es auch um die zentrale Frage gehen, wie Patienten schnellstmöglich von diesen Fortschritten profitieren können.

Immuntherapie: Mit dem eigenen Immunsystem den Krebs bekämpfen

Die Krebsimmuntherapie ist auch in diesem Jahr eines der Highlights des ASCO. Erst seit wenigen Jahren ist es überhaupt möglich, das körpereigene Immunsystem so gezielt gegen den Krebs zu aktivieren, dass es Tumorzellen erkennt und vernichtet. Mittlerweile ist die Krebsimmuntherapie eine wichtige neue Säule in der Krebstherapie – so zum Beispiel für Patienten mit Lungenkrebs, Blasenkrebs oder Hautkrebs. Auf dem ASCO werden nun weitere Fortschritte in der Krebsimmuntherapie vorgestellt: Erkenntnisse zu neuen Wirkstoffen, zu neuen Kombinationsmöglichkeiten, aber auch zu neuen Einsatzgebieten, zum Beispiel Brustkrebs.

Nicht das „Wo“ zählt, sondern das „Warum“

Noch werden die allermeisten Krebspatienten entsprechend der Tumorart (in Fachkreisen auch Tumorentität genannt) behandelt: Brustkrebs, Lungenkrebs oder Magenkrebs – nach dem betroffenen Organ richtet sich zumeist auch die Therapie. Das könnte sich zukünftig mehr und mehr ändern. Neue Medikamente, die ganz unabhängig davon wirken, wo der Krebs sitzt, leiten einen echten Paradigmenwechsel in der Krebsmedizin ein. Neuste Ergebnisse zu diesem vielversprechenden „entitätsübergreifenden“ Wirkansatz, werden auch in Chicago vorgestellt. Dabei geht es unter anderem auch um Kinder mit einer Krebserkrankung – aktuelle, beim ASCO präsentierte Studien werden zeigen, wie diese gezielten Therapiemöglichkeiten insbesondere den jungen Patienten zugutekommen.

Vorerst profitiert zwar nur ein kleiner Teil der Patienten mit bestimmten genetischen Veränderungen von diesem neuen „entitätsübergreifenden“ Therapieprinzip. Doch der Wirkansatz selbst – so die Meinung führender Experten der amerikanischen Krebsgesellschaft – sei eine völlig neue Art, Krebstherapie zu denken und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Personalisierten Medizin, die zielgerichtet am Ursprung der Erkrankung wirkt.

Mit Personalisierter Medizin das Wohl des Patienten im Blick

Roche ist im Bereich der Personalisierten Medizin führend und forscht dazu nicht nur an vielen neuen Medikamenten gegen Krebs, sondern arbeitet zudem intensiv daran, dass neue Therapieoptionen schnell und sicher zu den Patienten gelangen, die sie dringend benötigen. Zusammen mit Flatiron Health nutzt Roche z. B. die Möglichkeiten elektronischer Gesundheitsdaten für die Krebsforschung – ganz nach dem Motto des diesjährigen ASCO „Caring for Every Patient – Learning from Every Patient“. Mehr und mehr von den Patienten zu lernen, ist auch notwendig, denn die Entwicklung personalisierter Therapien stellt die Arzneimittelforschung vor große Herausforderungen: Bislang untersuchte man in klinischen Studien ein einziges Medikament an einer sehr großen Patientengruppe. Statt einem Medikament für sehr viele Patienten, entwickelt Roche zukünftig aber mehr und mehr „maßgeschneiderte“ Therapien für sehr kleine Patientengruppen. 

Das erfordert neue Ansätze bei der Erforschung dieser Wirkstoffe. Daten aus dem Klinikalltag spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Denn der Behandlungsverlauf jedes Patienten, seine Krankengeschichte, die Erfolge und Misserfolge bei der Therapie können dazu beitragen, Krebs besser zu verstehen. Dieses Verständnis trägt dazu bei, neue Medikamente schneller zu entwickeln oder vorhandene Therapien zu den Patienten zu bringen, die davon am meisten profitieren. Diese Daten sind eine neue, wichtige Waffe im Kampf gegen Krebs. Wie sie sich am effektivsten einsetzen lässt, zeigen Flatiron Health und Roche unter anderem auch beim Krebskongress in Chicago.