Neue Antibiotika benötigt

Wenn es so weitergeht, könnten ab 2050 jährlich zehn Millionen Menschen aufgrund von Antibiotikaresistenzen sterben.

Prof. Anna Maria Geretti

Prof. Anna Maria Geretti
Wissenschaftlerin und Expertin für Infektionskrankheiten bei Roche

Die in den 40er und 50er Jahren eingeführten Antibiotika wurden als «Wundermittel» bezeichnet, konnte mit ihnen doch ein breites Spektrum an Infektionen behandelt und Millionen von Menschenleben gerettet werden. Heute werden durch übermässigen Einsatz und falsche Anwendung von Antibiotika immer mehr Bakterien resistent. Wissenschaftler und Gesundheitsbehörden warnen davor, dass ohne neue Antibiotika viele Menschen auch an harmlosen Infektionen sterben könnten.

„Deshalb entwickelt Roche neue Antibiotika, für die es keine Resistenzen gibt. Wir erweitern zudem unser Produkteportfolio, um den unnötigen Einsatz von Antibiotika zu verhindern.“ In Anbetracht der Dringlichkeit arbeiten wir mit Regierungen, der Industrie und nichtstaatlichen Institutionen zusammen, um die Antibiotikaresistenz in den Griff zu bekommen.

Wussten Sie, dass…

Roche zählt zu den Wegbereitern in der Erforschung von Antibiotika. Das Unternehmen brachte 1969 sowie im Jahr 1982 je ein neues Antibiotikum auf den Markt. Hunderte Millionen Patienten haben von diesen beiden Medikamenten und vielen nachfolgenden Generika profitiert. Beide Medikamente stehen auf der WHO-Liste der unentbehrlichen Medikamente. Die Liste enthält die wirksamsten und sichersten Medikamente, auf die jedes Gesundheitssystem angewiesen ist.

 

Roche Wissenschaftler
Roche-Forscher entwickeln Bactrim (links, 1953) und Rocephin (rechts, 1981).
 

Erfolge im Jahr 2017

Roche befasst sich inzwischen wieder mit der Entwicklung von Antibiotika und reagiert damit auf die Warnung der WHO, dass es immer weniger wirksame Antibiotika zur Bekämpfung zunehmend resistenter Bakterien gibt. Aktuell befinden sich die neuen antibakteriellen Wirkstoffe in der frühen klinischen Entwicklung.

Zudem werden bessere Diagnostika für die schnelle, zuverlässige Erkennung schädlicher Erreger entwickelt, z. B. kompakte Geräte für Arztpraxen und Notaufnahmen, die innerhalb von Minuten präzise Ergebnisse für verlässliche Therapieentscheidungen liefern.

Neben der Entwicklung von Antibiotika führt Roche diverse klinische Studien in anderen Therapiebereichen durch. Dazu gehören Onkologie, Neurologie, Augenheilkunde, Immunologie sowie Entzündungs- und Infektionskrankheiten.

19,5%Forschung und Entwicklung in % der Verkäufe
30Medikamente von Roche auf der WHO-Liste der unentbehrlichen Medikamente

 

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