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Der europäische Plan zur Krebsbekämpfung

Krebs ist eine schwere Erkrankung, von der 40 % der EU-Bürgerinnen und -Bürger unmittelbar betroffen sein werden. Die Krankheit ist eine der größten Herausforderungen für die europäischen Gesundheitssysteme. Die EU arbeitet daher an einer gemeinsamen Strategie.

Ein gemeinsamer Plan gegen den Krebs

Der europäische Plan zur Krebsbekämpfung soll noch vor Ende des Jahres vorgelegt werden. Er enthält Maßnahmen zur Unterstützung, Koordinierung oder Ergänzung der Bemühungen der Mitgliedstaaten in allen wichtigen Phasen rund um die Krankheit: Prävention, frühzeitige Diagnose und Screening, Behandlung und Versorgung sowie Lebensqualität von Patienten, Überlebenden und Pflegepersonen. Er stützt sich auf eine Kombination aus legislativen und nicht-legislativen Maßnahmen.

Der Krebsbekämpfungsplan wird eng mit dem Forschungsauftrag zum Thema Krebs im Rahmen des Programms Horizont Europa verknüpft. Die Initiative soll die Wirkung der EU-Unterstützung für Forschung und Innovation optimieren. Der Forschungsauftrag wird faktengestützte Erkenntnisse liefern, mit denen konkrete Maßnahmen von der Krebsprävention bis zur sozialen Integration gestaltet werden sollen.

Hier finden Sie den aktuellen Stand der Roadmap des europäischen Plans zur Krebsbekämpfung: Offizielle Webseite der EU.


"Horizont Europa": Krebsforschung in der Europäischen Union

Forschung

Der Kampf gegen den Krebs zählt zu den wichtigsten Prioritäten im Gesundheitsbereich der EU. Forschung und Innovation kommen dabei eine besondere Rolle zu. Krebsforschung wird durch das Programm „Horizon 2020“ gefördert. Mit „Horizont Europa“ bringt die EU nun ein neues und umfangreicheres Programm für die folgende Förderperiode auf den Weg.

Am 29. September 2020 haben sich die EU-Forschungsministerinnen und -minister zu den letzten noch offenen Punkten des neunten EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation „Horizont Europa“ (Laufzeit 2021 bis 2027) geeinigt. Mit einem Budget von 100 Mrd. Euro soll das Programm das weltweit größte Einzelförderprogramm für Forschung und Innovation werden. Eine formale Annahme des gesamten Programms kann jedoch erst erfolgen, sobald der mehrjährige Finanzrahmen (MFR) mit der gleichen Laufzeit (2021 bis 2027) und damit das Gesamtbudget des EU-Haushaltes beschlossen wurde. Neuheit des Forschungsprogramms ist die Institutionalisierung des Europäischen Innovationsrats (EIC). Dessen Ziel es sein soll, marktschaffende Innovationen zu fördern. Zudem werden mit „Horizont Europa“ erstmals ein „Strategischer Planungsprozess“ und „Missionen“ für besondere gesellschaftliche Herausforderungen eingeführt.

Ziel der strategischen Planung ist es, die wichtigsten politischen und strategischen Prioritäten für die ersten Jahre von Horizont Europa bis 2024 festzulegen. Mit dem Instrument der Missionen sollen aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen in Europa interdisziplinär bewältigt werden. Es wurden zunächst fünf Missionsbereiche definiert. Der Gesundheitsversorgung kommt dabei mit der Krebsbekämpfung einer dieser Bereiche zu.

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Roche Position zum Fahrplan der Europäischen Kommission zur Bekämpfung von Krebs (EU Beating Cancer Plan)

Krebs

Roche ist bestrebt, das Leben von Menschen mit Krebs und derjenigen, die sie unterstützen, zu verbessern. Mit einem umfangreichen Portfolio in der Diagnose, Behandlung und dem Management von Krebs kann Roche in zwei Hauptbereichen zur Gestaltung und Umsetzung des Europäischen Plans zur Bekämpfung von Krebs beitragen: Innovation bei Diagnoseverfahren und personalisierter Krebsbehandlung sowie beim Daten- und Informationsmanagement für bessere Ergebnisse. Roche ist dem Auftrag der EU verpflichtet, einen innovativen politischen Rahmen zu schaffen, der die öffentlich-private Zusammenarbeit erleichtert und die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung des EU-Krebsbekämpfungsplans sowie der nationalen Krebspläne (NKS) unterstützt.

Prävention, Früherkennung und Diagnose: Krebspräventionsprogramme müssen in die NKS aufgenommen werden, um das Bewusstsein der Bürger zu schärfen und die Exposition gegenüber Risikofaktoren zu verringern. Lebensgewohnheiten wie zum Beispiel z.B. Tabakkonsum, falsche Ernährung, Alkoholkonsum, erhöhte Sonnenexposition, Umweltschadstoffe, Infektionen, Übergewicht und Bewegungsmangel sind häufige Gründe für krebsbedingte Todesfälle. Die Erforschung und Nutzung von Präventionsmethoden sollte Vorrang haben und finanziell gefördert werden. Der Plan sollte die Mitgliedstaaten (MS) zu Folgendem ermutigen: Förderung eines gesunden Lebensstils, Austausch bewährter Verfahren zu Präventionsprogrammen, edukative Formate zur Förderung des Gesundheitsbewusstseins der Bürger sowie die Zuweisung von Budgets für Projekte die sich auf die Prävention von Krebs konzentrieren.

Ein früh erkannter Krebs ist potenziell heilbar, daher sollten Anstrengungen zur Entwicklung risikoadaptierter Screening Programme, die sich in die nationalen Krebspläne wiederfinden, unternommen werden. Die Kostenerstattung für Vorsorgeprogramme bleibt in vielen MS ein Engpass. Der Plan sollte die MS ermutigen, Früherkennungsprogramme einschließlich Aufklärungskampagnen in den NKS zu verabschieden und Strategien des öffentlichen Gesundheitswesens zur Verbesserung der Inanspruchnahme von Früherkennungsprogramme umzusetzen; evidenzbasierte Ansätze zur Durchführung von Früherkennungsprogramme für Gebärmutterhals-, Brust-, Haut-, Prostata-, Darm- und Lungenkrebs für Hochrisikogruppen zu erforschen;

Eine Krebsdiagnostik sollte heutzutage die molekulargenetische Sequenzierung des Tumors beinhalten, um Patienten für innovative, zielgerichtete Behandlungen zu qualifizieren.

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