Helping Hands 1

Roche und Helping Hands:
Praktische Hilfe, die ankommt

Wirklich helfen, vor Ort sein, mit anpacken und sehen, dass kleine Aktionen Großes bewegen können – diese Möglichkeit hat Peter Brandl, Teamlead im Einkauf bei der Roche Pharma AG. Was als Teambuilding-Event im Bereich Finance and Business Services im Sommer 2018 beginnt, wird ein Jahr später zu einem der eindrücklichsten Abenteuer seines Lebens.

Bild

„Ist es nicht faszinierend, dass es quasi nur einen Nachmittag, Teamgeist und eine gute Organisation im Hintergrund benötigt, um das Leben anderer nachhaltig zu verändern?“ Wenn Peter Brandl von den Ereignissen des besagten Sommers erzählt, schwingt noch immer Begeisterung mit. Ein Teambuilding-Event, das nicht nur den Teilnehmenden zugutekommt, sondern darüber hinaus wildfremden Menschen hilft, das sei schon etwas Besonderes.

Bild

Diese Chance erhält Peter Brandl im Sommer 2018, als Roche die Organisation Helping Hands einlädt, das Team-Event auszurichten. Das Außergewöhnliche daran: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen gemeinsam schlichte Handprothesen her, die hilfsbedürftigen Menschen zugutekommen.

Bild

Echte Teamarbeit gefragt

„Es ist eine Herausforderung, eine solche Prothese zu viert zusammenzuschrauben – und geht wirklich nur in Teamarbeit. Denn jeder von uns darf hierbei nur eine Hand benutzen“, erzählt Peter Brandl. „Diese Erfahrung vermittelt zumindest ansatzweise, wie schwierig alltägliche Verrichtungen sind, wenn eine Hand fehlt.“ Insgesamt 15 Prothesen bauen die Roche-Mitarbeiter zusammen. Jede kommt in eine selbst gestaltete Tasche, um einen persönlichen Gruß ergänzt.

Bild

Keine Berührungsängste

Das eigentliche Abenteuer folgt für Peter Brandl allerdings einige Wochen später: Roche verlost eine Reise nach Indien, um die Prothesen direkt vor Ort anzupassen. Peter Brandls Los gewinnt und so macht er sich im Juni auf den Weg nach Bangalore, einer 13,5-Mio.-Einwohner-Stadt in Südindien. Bereits einen Tag nach seiner Ankunft muss er selbst „Hand anlegen“. Beim vom örtlichen Rotary Club organisierten Fitting-Termin verteilt er zusammen mit anderen Helfern die Helping-Hands-Prothesen. Kinder, Jugendliche, ältere Menschen – der Bedarf ist groß. Viele von ihnen leben bereits seit mehreren Jahren ohne einen dringend notwendigen Ersatz. Sie waren tagelang aus entfernten Teilen des Landes angereist.

Bild

„Am Anfang habe ich nur zögerlich mitgemacht, weil ich nicht den Eindruck vermitteln wollte, da kommt der reiche Spender aus Deutschland und verteilt großmütig an die Bedürftigen in Indien. Und natürlich war ich beim ersten Anlegen der Prothesen auch etwas unsicher“, sagt Peter Brandl. „Doch die Situation fühlte sich ganz schnell vollkommen selbstverständlich an. Es ging darum, gemeinsam anzupacken – ohne Distanz oder Berührungsängste.“ Im Gegenteil, es wird viel gescherzt, gelacht und gequatscht.

Bild

Der ganze Tag ist für Peter Brandl eine Aneinanderreihung verschiedenster Emotionen: Unsicherheit, Aufregung, Neugier, Mitgefühl. Und als plötzlich ein junger Mann vor ihm steht und Brandl zur nächsten Prothese greift, traut er seinen Augen kaum. Es ist eine „Ersatzhand“, vom Teambuilding. Peter Brandl legt sie an und erlebt einen ganz besonderen Moment: Sein Gegenüber schreibt zum ersten Mal seit zehn Jahren seinen eigenen Namen.

Bild

Mit Mut gegen die Ungleichheit

Als sich der Tag dem Ende entgegen neigt, fühlt sich Peter Brandl um eine besondere Erfahrung reicher. „Es macht Mut, zu sehen, was mit relativ einfachen Mitteln bewegt werden kann. Und wenn man aus einem reichen Teil der Welt kommt, sollte man seine Möglichkeiten nutzen, um etwas gegen die Ungleichheit auf der Erde zu unternehmen.“

Zu Roche Stories