Dan Nguyen Luong

Spitzen­sportler und Doktorand

„Es ist eine Ehre, für Deutschland zu spielen, man fühlt sich besonders, will sein Bestes geben.“

„Wenn man bei Olympia teilnehmen darf, möchte man auch die Goldmedaille holen. Das ist der Traum aller Sportler – und dafür arbeitet man auch gerne mehr.“ Das sagt Dan Nguyen Luong, Feldhockey-Spieler der deutschen Nationalmannschaft und gleichzeitig Doktorand bei Roche in Mannheim.

Er ist Teil des Teams „Tokio 2020“ und bereitet sich im Olympiastützpunkt Heidelberg mit seinem Trainer Peter Maschke akribisch auf diesen sportlichen Traum vor. Sein Pensum hierfür ist enorm: Dans Tag startet um 6.30 Uhr mit dem ersten Training im Fitness-Studio, gegen 8.30 Uhr geht es weiter mit seiner Doktorarbeit um dann wieder nachmittags für ein 2,5-stündiges Teamtraining bereit zu stehen.

Balance

Die Balance zwischen Beruf und Spitzensport ist nur mit der Unterstützung seiner Vorgesetzten Carina Horn möglich.

Wie macht er das? „Ich bin sehr diszipliniert, ehrgeizig und zielstrebig. Das habe ich beim Sport gelernt und setze es auch bei der Arbeit um“, erklärt Dan. Dabei wird er von seiner Vorgesetzten Carina Horn, Abteilungsleiterin im Assay & Chemistry Process Development und von Roche unterstützt. „Schon im Bewerbungsgespräch war mein Leistungssport natürlich ein Thema. Ich erwähnte, dass meine beruflichen Leistungen bislang noch nie unter meinem Sport gelitten haben.“ Dies scheint zu stimmen, denn seine Chefin Carina Horn ist sehr zufrieden mit Dans Ergebnissen: „Es ist mir wichtig, dass die Mitarbeitenden Beruf und Privatleben in Einklang bringen. Und natürlich möchten wir es Dan ermöglichen, seinen Traum von den olympischen Spielen zu verwirklichen.“

Urkunde

Roche unterstützt den jungen Sportler nach Kräften: Dazu gehören flexible Arbeitszeiten und Freistellungen für Trainings und Turniere oder auch finanzielle Übernahme von Reisekosten. Deshalb wurde Roche nun als „Partnerbetrieb des Spitzensports“ vom Land Baden-Württemberg ausgezeichnet. Am 15. März verlieh Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, Roche diese Auszeichnung und würdigte damit das besondere Engagement für sportliche Mitarbeitende.

Porträt

„Ich bin eher eine Ausnahme mit meiner Beschäftigung in einem großen Unternehmen.“

Denn dieses Engagement ist nicht selbstverständlich: Viele seiner Teamkameraden sind noch Studenten oder gründen Start-up-Firmen, um den Profisport und die Arbeit in Einklang zu bringen. Dan ist eher eine Ausnahme mit seiner Beschäftigung in einem großen Unternehmen. Doch trotz seines ausgebuchten Alltags hat er eine gute Balance gefunden: einerseits die körperlichen Anstrengungen des Hockey-Trainings, andererseits die mentale Konzentration, die er für seine Doktorarbeit, die er in Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg absolviert, benötigt.

Becherglas

In seiner Doktorarbeit entwickelt er einen neuen Cardiac-Teststreifen, der besonders sensitiv Herzmarker im Blut nachweisen kann. Die Teststreifen haben den studierten Biotechnologen schon während seiner Masterarbeit bei Roche beschäftigt – damals ging es um elektrochemische, heute um optische Messmethoden. Und kaum zu glauben, aber er findet dennoch Zeit für seine Freunde - und für gutes Essen, worauf sich der Sushi-Liebhaber besonders auch in Tokio freut.

Deutscher Meister

Dan kam als 6-jähriger zum Hockeyspiel, hat in seinem Verein Mannheimer Hockey Club (MHC) viele Freunde gefunden und fühlt sich in der deutschlandweiten Hockey-Familie sehr wohl. Was würde der Sportler einem Kind raten, das auch den Traum von Olympia verfolgt? „Disziplin ist das A und O, du musst immer dein Ziel vor Augen haben. Man investiert alles für diesen einen Moment.“ Seine persönlichen Traummomente waren sein erster deutscher Meistertitel 2010 in Berlin, der Meistertitel 2017 daheim in Mannheim und die Weltmeisterschaft 2018 in Berlin, bei der 16.000 Fans für eine atemberaubende Kulisse sorgten.

Tokio

Die Roche-Kollegen und Hockey-Fans in Deutschland drücken Dan für Olympia 2020 in Tokio die Daumen: In der Hoffnung, eine Goldmedaille als Belohnung für seine außergewöhnliche Leistung mit nach Mannheim zu bringen.

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