Erfolgreich mit Roche: Ausbildung in Penzberg

Roche: Ausbildung Penzberg

Rund 50 Kilometer südlich von München investiert Roche in den Fortschritt. Im bayerischen Penzberg steht eines der größten und modernsten Biotechnologie-Ausbildungszentren Deutschlands – betrieben von Roche. Die Ausbildung in Penzberg bietet jungen Menschen nicht nur eine hochmoderne Infrastruktur, sondern auch eine Unternehmensphilosophie, in der Fehler durchaus einen Zweck erfüllen.

Es wurde langsam eng in Penzberg. Und jeder wusste, dass es noch enger werden würde. Schließlich war die Zahl der Mitarbeitenden in den letzten Jahren stetig um vier bis fünf Prozent gewachsen, und für die Zukunft hatte Roche noch viel vor. Also investierte das Unternehmen in seinen Biotech-Standort: Insgesamt 591 Millionen Euro. 120 Millionen Euro ließ sich Roche allein das 2017 eingeweihte, hochmoderne Multifunktionsgebäude mit Biotech-Ausbildungszentrum  kosten. 

Dieses ist nicht nur das größte in Bayern, sondern belegt auch deutschlandweit einen Platz in der Spitzengruppe. Ohne Probleme könne man dadurch die Anzahl der Auszubildenden von 300 auf 400 erhöhen, hieß es in den Medienmitteilungen. Die Zahl der jungen Neuankömmlinge stiegt 2017 von 90 auf 100.

Mit Roche zum Chemikanten: die Ausbildung

Die Ausbildung bei Roche in Penzberg hat für genau ein Fünftel der Auszubildenden dasselbe Ziel: Sie werden sich im Zeitraum von dreieinhalb Jahren der Herstellung (bio-)chemischer Produkte widmen. „Mit der Ausbildung zum Chemikanten wollen wir motivierte und technikaffine junge Menschen ansprechen, die Lust auf Naturwissenschaften haben“, sagt Florian Engbrecht. Der 40-Jährige weiß genau, worauf es ankommt. Seit 2010 ist er Ausbilder bei Roche in Penzberg.

Er selbst schloss 1996, als das Unternehmen noch unter dem Namen Boehringer Mannheim firmierte, seine Ausbildung bei Roche in Penzberg ab. Im Juli 2017 war es auch für Thomas Sperer so weit – sechs Monate früher als vorgesehen. „Das ist bei guten Leistungen möglich und zeigt, dass Thomas für Roche brennt“, sagt sein Ausbilder Engbrecht. Sperer weiß bereits, wie es anschließend weitergeht: „Am wohlsten fühle ich mich in der Ansatztechnik. Hier fange ich nach meiner Abschlussprüfung auch an.“

Praxiserfahrung für mehr Eigenverantwortung: im Fokus der Ausbildung bei Roche in Penzberg

Wenn er auf die vergangenen Jahre im trialen System mit Berufsschule, Ausbildungsabteilung und Fachunits zurückblickt, dann bleiben ihm vor allem zwei Dinge in Erinnerung: „Erstens, dass ich sehr viel im Werk unterwegs war“ – alle sechs Monate gibt es einen Abteilungswechsel. „Zweitens, dass ich hier schon früh Selbstständigkeit lernte. Ein Chemikant arbeitet an sehr vielen Anlagen – da kann man leicht den Überblick verlieren. Aber meine Ausbilder haben mir immer erlaubt, Fehler zu machen.“ Aus Fehlern lernen – das gehört bei Roche zum Ausbildungskonzept. Auf diese Weise fördert das Unternehmen die Eigenverantwortung junger Menschen.

Mit Erfolg: Die Quote der bestandenen Erstprüfungen seit 1981 liegt bei 100 Prozent, die Durchschnittsnote bei 1,7. Die Penzberger Biologielaborantin Lara-Kristin Steinmetz war 2015 die bundesbeste Biologielaborantin. Ein Grund für den Erfolg dürfte sein, dass die Auszubildenden früh in die Fachabteilungen gehen. Das schafft Praxiserfahrung und macht darüber hinaus den Berufsweg besser planbar. Nicht ohne Grund ist Roche in Deutschland ein „Great Place to Work“.

Internationale Ausbildung

Thomas Sperer möchte seinen Berufsweg noch lange bei Roche weiterführen. Dabei spielt für ihn vor allem die menschliche Komponente eine Rolle. „Das Kollegiale beschränkt sich nicht nur auf die Arbeitszeit, sondern spiegelt sich auch in der einen oder anderen Party wider.“ Zudem leiste Roche enorm viel für seine Mitarbeitenden, beispielsweise durch unzählige Weiterbildungsprogramme, Gleitzeit-Regelungen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder ein Internationalisierungsprojekt: Sechs bis zwölf Wochen können die Azubis an einem Roche-Standort im Ausland hospitieren.

Wäre denn ein internationaler Roche-Standort reizvoll für Thomas Sperer? „Eigentlich bin ich sehr heimatverbunden – in den Bergen ‚dahoam‘. Aber die USA würden mich sehr reizen. Oder Basel: Da passt die Landschaft, und es kommen viele Kulturen zusammen.“ Zunächst möchte der 21-Jährige aber seine Abteilung voranbringen. In drei Jahren ist seine Technikerweiterbildung abgeschlossen. Vielleicht kommt danach ja der Ausbilderschein: „Das kann ich mir gut vorstellen – es würde mich auf jeden Fall jung halten.“ Und im neuen Ausbildungszentrum lässt es sich sicher auch aushalten.