Agiles Arbeiten bei Roche

Hinter dem Begriff Agile Working steht bei uns eine moderne Arbeitsweise, bei der wir standortübergreifend an einem Strang ziehen und den Austausch untereinander fördern. Bessere Vernetzung für ein besseres Vorankommen. Das Ziel dahinter: innovative Arzneimittel schneller zur Verfügung stellen.

Mitarbeitermeeting

Agiles Arbeiten bei Roche: Hand in Hand schneller vorankommen

Bei der Qualitätssicherung für Medikamente arbeiten die Roche Standorte Grenzach und Mannheim Hand in Hand. Seit 2017 ist agiles Arbeiten Alltag geworden für die deutschen Quality-Abteilungen.

„Die Abläufe rund um neue Arzneimittel sind ein hervorragendes Beispiel für das Mindset, das seither bei uns Einzug gehalten hat“, findet Frank Seibel, der die Mannheimer Qualitätsabteilung leitet. „Wir arbeiten standortübergreifend und bereiten alles vor, damit die Kollegen am Standort Grenzach schnell arbeiten können. So kommen Produkte so früh wie möglich beim Apotheker und damit beim Patienten an.“

Britta Schumacher ist Leiterin des Qualitätsmanagements in Grenzach. Zentrale Elemente der technischen Qualitätssicherung werden dort für den gesamten europäischen Raum gesteuert. Sie erklärt: „Gerade bei neu eingeführten Produkten verschafft uns das einen immensen zeitlichen Vorteil – unsere Patienten warten.“

Daily Huddles: tägliche Besprechungen

Doch was bedeutet das für den Alltag der Mitarbeitend „Für uns hieß es raus aus dem reaktiven Muster und den Silos!Der Schlüssel zum Erfolg heißt Transparenz“, erklärt Schumacher.

Tägliche Kurzbesprechungen im Team und mit dem kommerziellen Launch-Team schaffen einen Überblick über Aufgaben, Probleme und Herausforderungen. „Konkret heißt das: Wer arbeitet woran und bis wann?“

Auch in Mannheim finden die sogenannten Daily Huddles statt. „Früher haben wir relativ spät von Problemen anderer Teams und Abteilungen erfahren, was häufig zu Verzögerungen geführt hat.

Heute gehen wir proaktiv aufeinander zu und unterstützen uns gegenseitig“, freut sich Seibel.

Selbstorganisation und Verantwortung für mehr Spaß

Feste Teams gehören der Vergangenheit an. „Arbeitsgruppen werden individuell nach Bedarf zusammengestellt“, erzählt Schumacher. „Das kommt der jeweiligen Aufgabe, dem Kunden und den Mitarbeitenden zugute. Sie können sich und ihre Stärken aktiv einbringen. Diversität ist hier eine treibende Kraft.“

Gleichzeitig verlangt diese Arbeitsweise ein hohes Maß an Selbstorganisation und Verantwortung der Mitarbeitenden. „Unser Verständnis an Führung ändert sich weg von Entscheidungen vorgeben, hin zu einer Rolle als Coach und Enabler“, betont Schumacher. „Man muss einen Rahmen schaffen, in dem Kolleginnen und Kollegen ihre Qualifikationen leben können, ohne Angst vor Fehlern zu haben. Nur gemeinsam können wir wirklich anpacken und einen Unterschied machen!“

Eine neue Arbeitsweise, die ankommt: „Ich persönlich arbeite viel lieber so“, sagt Bärbel Feldmeyer, Qualified Person in ihrem Team. „Änderungen werden viel schneller und effizienter umgesetzt.“

Den Patienten im Blick

„Alles, was wir tun, ist nicht zum Selbstzweck“, erinnert Seibel, „sondern zum Wohl des Patienten. Diese Erkenntnis scheint immer mehr im Bewusstsein der Mitarbeitenden verankert – und deshalb werden wir immer besser. Trotzdem muss sich die Organisation permanent hinterfragen. Wir müssen die Möglichkeiten und Werkzeuge, die agiles Arbeiten bietet, strukturiert betrachten und einsetzen, um unsere Prozesse kontinuierlich zu verbessern.“

In den Quality-Teams betrifft das sogar die Talent-Akquise. In einem gemeinsamen Trainee-Programm durchlaufen die Nachwuchskräfte zukünftig Stationen am Mannheimer und Grenzacher Standort. Das schafft Brücken, knüpft Kontakte und sorgt für Verständnis für die alltäglichen Herausforderungen der Kolleginnen und Kollegen.

Neue Arzneimittel: Hoffnung für Patienten

Innovative Medikamente erhalten ihre Zulassung erst nach einem rigorosen Prüfverfahren. Wirksamkeit und Sicherheit stehen dabei an erster Stelle. In aufwendigen klinischen Studien beobachten und dokumentieren wir viele begleitende Parameter. Sie geben Aufschluss darüber, welche Chancen und Risiken mit der Therapie einhergehen.

Normalerweise wird ein direkter Vergleich mit einer bisher üblichen Behandlung angestrebt. Bei Innovationssprüngen kann dies aber schwierig sein. Gibt es bisher beispielsweise keine behördlich zugelassene Therapie für die spezifische Erkrankung, muss gegen den aktuell üblichen Behandlungsstandard verglichen werden. Dieser kann je nach Land, Region oder Krankenhaus unterschiedlich sein. 

Deutschland zählt zu den wenigen Nationen weltweit, in der innovative Arzneimittel direkt nach ihrer Zulassung vom Arzt verordnet werden können. Patienten erhalten damit Zugang zu den neuesten Therapien, sobald diese tatsächlich über die Apotheke zur Verfügung stehen. Daher können schnelle Prozesse bei akuten Behandlungen im wahrsten Sinne des Wortes “Leben retten”.