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Von brodelnden Kesseln zur Hightech-Produktion

Mit Peter Thalhofer und Marcel Meissner durch die Jahre der Diagnostik-Produktion Penzberg

Peter, Du hast als Gruppenleiter in der Enzymproduktion Deine 30-jährige Laufbahn bei Roche begonnen. Was waren Deine Highlights in dieser Zeit?

Peter: Eine der wohl schönsten Phasen war meine Zeit als Hauptabteilungsleiter der Enzymproduktion, da mein Aufgabenfeld dort unglaublich facettenreich war – von der Produktakquise, über Entwicklung und Produktion bis zur Kundenbetreuung. Doch auch meine darauffolgende Position als Leiter der Zellfermentation und Proteinchemie war besonders für mich. Zum Einen waren wir dort eine extrem junge Mannschaft – mit wenigen Ausnahmen – ich war eine davon (lacht). Zum Anderen war diese Zeit geprägt von großen Bauprojekten und dem Wandel der bisherigen Laborproduktion in eine hochmoderne, industrielle Fertigung.

Marcel, Du bist 2010 als Postdoc zu Roche gekommen und leitest heute eine Produktion von immunologischen Einsatzstoffen. Was waren Deine Höhepunkte bisher?

Marcel: Kurz nach meinem Start bei Roche habe ich Messgeräte aussortiert, die noch mit Diskette liefen. Unglaublich, was damals noch an Geräten da war - schlichtweg weil das Geschäft so schnell gewachsen ist und man mit dem Wandel kaum Schritt halten konnte. Als Ersatz haben wir neue Geräte eingeführt, die weitaus mehr Proben in kürzerer Zeit messen konnten. Dahinter steckte jede Menge Arbeit.

In den letzten Jahren hat sich offensichtlich einiges getan. Woran merkt Ihr das besonders?

Peter: Eine der größten Veränderungen war für mich die Zusammenführung aller diagnostischen Produktionseinheiten unter dem globalen Dach. Ein großer Schritt hin zu einem engeren Austausch, mehr Zusammenarbeit und Transparenz. Vor allem hat es aber das Bewusstsein für die globale Bedeutung von Diagnostics Operations Penzberg (DOZ) gestärkt. Diesen Wandel in der Wahrnehmung zeigen auch die gewaltigen Investitionen, die in den Folgejahren in den Ausbau des gesamten Bereichs geflossen sind.

Marcel: Ich merke den Wandel besonders an unserer Art zu arbeiten – weniger als Generalisten, mehr als Spezialisten. Die Diagnostik ist so komplex und die Aufgabenvielfalt so groß. Einzelne Personen könnten längst nicht mehr alle Prozesse überblicken und stemmen. Und natürlich hat die Digitalisierung unsere Zusammenarbeit grundlegend verändert. Virtuelle Meetings – das gab es vorher bei uns kaum. Heute gehört das zum Alltag.

Gibt es Momente in Eurer Zeit bei Roche, die Euch besonders in Erinnerung geblieben sind?

Marcel: Meine Anfangszeit bei Roche. Damals kam ich als erster Postdoc in eine  Analytikgruppe. Da war die Skepsis natürlich groß, was denn der Akademiker plötzlich im Labor  zu suchen hatte. Doch die Kolleginnen und Kollegen haben mich unglaublich herzlich aufgenommen, mir alles gezeigt und auch die bayerische Sprache und Kultur nähergebracht. Eine tolle Zeit mit vielen lustigen Geschichten – die ich aber leider nicht erzählen darf (lacht).

Peter: Mir fällt dabei unser DOZ-Sommerfest in 2014 ein. Damals lastete an verschiedenen Stellen ein gewaltiger Lieferdruck auf uns – nicht die besten Voraussetzungen für eine solche Veranstaltung. Doch die Stimmung war so besonders, dass sie mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist. An diesem Tag war spürbar, wie sehr sich die Mitarbeitenden mit DOZ identifizierten – und das über alle Hierarchiestufen hinweg.

Wir springen in das Jahr 1986: Zwei markante, fünfstöckige Gebäude prägen den Penzberger Standort. Darin befinden sich die gewaltigen Anlagen der damaligen Enzym- und Chemieproduktion. Peter Thalhofer, ehemaliger Hauptabteilungsleiter der Zellfermentation und Proteinchemie, und seine Kolleg:innen müssen hunderte Tonnen Rohstoffe verarbeiten, um wenige Kilogramm Enzyme zu gewinnen. Dimensionen, die heute nicht mehr vorstellbar sind. In der Gegenwart haben modernste Technologien und digitale Prozesse die Diagnostik-Produktion verändert. Mittendrin: Marcel Meissner, Abteilungsleiter in der Einsatzstoffproduktion. Was hat sich in den letzten 35 Jahren noch getan? Wir schauten mit beiden genauer hin.

125 Jahre Roche – 125 Jahre voller Geschichten, kluger Köpfe und bahnbrechender Entwicklungen. Doch was genau hat sich verändert? Wo fing die Reise an? Wo stehen wir heute? In unserer Serie „Die gute alte Zeit von morgen” kommen Roche-Urgestein und Neuling, Meister und Azubi, ehemaliger und aktueller Mitarbeitender zusammen und schauen darauf, was sich im Laufe der Jahre getan hat.

Die gute alte Zeit von morgen

Autorin

Julia Krinner, Volontärin Kommunikation Penzberg

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