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Wann Menschen bereit sind, ihre Daten zu teilen

Der Eindruck ist da: in Deutschland scheint ein besonderes Misstrauen gegenüber Datenverwendungen vorhanden zu sein. Das überrascht, da Deutschland als Industrienation die Vorteile einer Digitalisierung zu kennen glaubt und diese auch voranbringen möchte.

Für uns war es Anlaß mit einer repräsentativen Befragung in Deutschland zu verstehen, wie die Situation tatsächlich ist. Und auch wie die Digitalisierung im Zusammenhang mit der eigenen Gesundheit gesehen wird.

Befragt wurden 1002 Personen ab 18 Jahren in Deutschland.

Die Ergebnisse:

In Deutschland ist mehr als die Hälfte verunsichert, was die Verwendung persönlicher Daten betrifft. In der EU ist diese Haltung in einzelnen Ländern nicht feststellbar. Gerade in den Ländern, bei dem die Bevölkerung einen Nutzen für sich und die Gemeinschaft erkannt hat, ist die Einstellung positiv.

So wurde auch in Deutschland die damalige Einführung einer Covid-19-App zur Vermeidung einer unkontrollierten und unbeabsichtigten Übertragung der Infektion als sinnhaftig betrachtet. Eine hohe Bereitschaft des Datenteilens wurde erkennbar:

Das gleiche Ergebnis zeigt sich bei der Einstellung zur Pharmaindustrie als Teil der Gesundheitswirtschaft: Werden Erkenntnisse der Datenauswertung gezielt für die Forschung eingesetzt und kommen einem diese Erkenntnisse selbst zugute, wird eine aktive Beteiligung gewünscht.

Allerdings: die Vorteile einer „Datenmedizin“ haben noch nicht den Bekanntheitsgrad, den man erwarten dürfte.

Unsere Meinung

Gerade die nördlichen Länder der EU haben hier Vorbildcharakter: Hier werden die Möglichkeiten und der Sinn der Digitalisierung für jeden Einzelnen gelehrt und erklärt. Dies geht einher mit dem Wunsch, eigene Daten für die Gemeinschaft zu teilen.

Die Diskussionen zum Schutz eigener persönlicher Daten (Datenschutz) im Gesundheitsbereich sowie der Datensicherheit (des Speichermediums) sind berechtigt, aber sie sind mit den heutigen und künftigen Technologien schon positiv beantwortbar. Aber auch hier ist anscheinend Aufklärungsarbeit nötig. Lassen Sie uns am besten damit gleich anfangen!

Über den Autor

Dr. Cornelius Wittal

Senior Communications Manager Public Affairs

Die moderne Medizin ist datengetrieben. Patientendaten werden als Datenschatz gesehen, da sie helfen, dass durch deren Auswertung Krankheiten in der Zukunft besser bekämpft werden können. Doch die Bedenken sind da: vor einem Missbrauch oder nicht erlaubten Zugriff. Die Lösung ist der Datenschutz: Personenbezogene Daten werden geschützt, klinische und molekulare Informationen werden genutzt. Wie kritisch sieht Deutschland dennoch den Einsatz der "Datenmedizin"? Eine Befragung gibt Auskünfte.

Weitere Informationen

Die Ergebnisse der Studie, die mit der Marktforschung der Statista GmbH in Hamburg durchgeführt wurde, ist mit Infografiken und Videos hinterlegt. Diese stehen unter Creative Commons License: wir haben nur den Wunsch dass die Quelle („by Roche“) angegeben wird. Wir stellen Ihnen auch die Sourcedateien der Grafiken zur Verfügung.

Digitalisierung und Big Data in der Medizin Mit jedem einzelnen Datensatz wird unser Bild von Erkrankungen schärfer Mediathek Gesundheitsdaten EU-Studie: Europeans’ attitudes towards cyber security

Zur Studie:

Cookies? Akzeptiert! Ganze 70 Prozent der Deutschen geben an, sich im Alltag nicht viele Gedanken zum Thema Datenschutz zu machen. Wie sieht es im Bereich Gesundheit aus? Die Studie „Daten in der Medizin“ von Statista und Roche zeigt, welche Datenanwendungen im Gesundheitsbereich bekannt sind, wann Menschen bereit sind, ihre Daten zu teilen und welche datenbasierten Entwicklungen als positiv wahrgenommen werden.

Befragung:  N=1.002 Personen ab 18 Jahren in Deutschland, national repräsentativ; Erhebungszeitraum: Mai 2020 (bei Einführung der ersten Covid-19-App in Deutschland).

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