Menu
Search

Kein Platz für Rollendenken

Wie Gleichgewicht auf Führungsebene gelingt

Mehr Vielfalt auf Führungsebene! Das ist eines der Ziele, die sich Roche für die nächsten zehn Jahre gesteckt hat. „Diversity und Inclusion” ist schon lange fester Teil der Unternehmenskultur von Roche und hat auch für Andreas Schmitz, Geschäftsführer Personal der Roche Diagnostics GmbH, Priorität:

„Roche steht für Innovation und dafür, immer bessere Lösungen für Patienten zu finden. Dafür braucht es Kreativität, Offenheit und den Mut, neue Wege zu gehen. Ich denke, dass innovative Ideen besonders dann wachsen, wenn Menschen ein Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten - wenn wir eine Vielfalt des Denkens haben. Und das erreichen wir, indem wir Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Denkweisen und Fähigkeiten zusammenbringen.”

Führung ist Männer- und Frauensache

Die Gleichstellung von Männern und Frauen spielt eine wesentliche Rolle auf dem Weg zu mehr Vielfalt im Unternehmen und gehört längst zu den Grundprinzipien von Roche.

In der Belegschaft sind beide Geschlechter in nahezu gleichen Anteilen vertreten. Auf Führungsebene sind Frauen noch in der Unterzahl. Das soll sich ändern: Bis Juni 2022 will Roche in Deutschland den Frauenanteil in den oberen beiden Führungsebenen auf 33 Prozent heben. Ein Ziel, das möglich ist, aber konkrete Maßnahmen erfordert. Silke Heinrichs, Leiterin „Diversity & Inclusion” in der Roche Diagnostics GmbH, weiß, warum vielen Frauen der Einstieg in die Führungsebene nach wie vor schwer fällt:

„Noch ist es so, dass eine erfolgreiche Führungskraft oft mit stereotypen-männlichen Attributen in Verbindung gebracht wird: durchsetzungsstark, laut, groß, weniger einfühlsam. Frauen dagegen werden noch immer vermeintlich typische Eigenschaften wie mitfühlend, zurückhaltend und freundlich zugeschrieben - also Eigenschaften, die auf dem Weg zu einer einflussreichen Position eher hinderlich scheinen. Diese stereotypischen Denkweisen aufzubrechen und durch neue, zeitgemäße Impulse zu ersetzen, ist essentiell, um ein echtes Gleichgewicht auf Führungsebene herzustellen.”

Aus diesem Grund hat Roche das Profil einer Führungskraft für sich neu definiert: Visionär, Architekt, Katalysator und Coach sollte sie sein - ein Profil, abseits von festgefahrenen Haltungen, Rollendenken und Vorurteilen und damit ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichstellung. Einen weiteren Schritt geht Roche nun mit dem Women Leaders Lab (WLL).

Auf dem Weg zur Führungskraft mit dem Women Leaders Lab

Um Frauen den Einstieg in die Führungsebene zu erleichtern und sie dabei zu unterstützen, ihre individuellen Führungskompetenzen zu entdecken und zu stärken, hat Roche in Deutschland vor Kurzem das Women Leaders Lab ins Leben gerufen - ein innovatives Entwicklungsprogramm für Frauen, die sich für Führung interessieren. Dieses besteht aus einem anderthalb tägigen Workshop sowie der langfristigen Begleitung der Teilnehmerinnen durch einen persönlichen Mentor.

Im Workshop lernen die Frauen, mit stereotypen Zuschreibungen umzugehen, unbewusste Denkmuster zu durchbrechen und einen eigenen, authentischen Führungsstil zu entwickeln. Spezifische Übungen, Selbstreflexion und eine individuelle Stärkenanalyse helfen ihnen dabei, besondere Kompetenzen zu entdecken und sich selbst besser kennenzulernen. Durch den Austausch mit gleichgesinnten Frauen und Männern erweitern sie außerdem ihr Netzwerk und gewinnen so an Sichtbarkeit im Unternehmen.

Im Oktober 2020 startete das WLL in die erste Runde. Unter den acht Teilnehmerinnen war auch Birgitta Heckl, Managerin der Qualitätssicherung bei Roche in Penzberg:

„Das Women Leaders Lab war für mich eine besonders positive Erfahrung, bei der ich sehr viel für mich und auch über mich gelernt habe. Es waren intensive anderthalb Tage mit einem sehr vielfältigen und interessanten Programm. Spannend war für mich auch, die anderen Teilnehmerinnen kennenzulernen. Wir hatten die Möglichkeit, unsere Erfahrungen auszutauschen und so ganz nebenbei zu netzwerken.”

Das WLL stellt jeder Teilnehmerin einen persönlichen Mentor zur Seite, der sie langfristig auf ihrem Weg zur künftigen Führungsposition begleitet und unterstützt. Davon profitieren nicht nur die Teilnehmerinnen, sondern auch die Mentoren selbst.  So war das WLL auch für Birgittas Mentor, Thorsten Janik, ein besonderes Erlebnis:

„Ich durfte die ersten Übungen mit immer denselben Teilnehmerinnen beobachten. Und jedes Mal war zwischen oder sogar innerhalb der Übungen ein Lerneffekt zu sehen. Das fand ich besonders spannend. Und das ist es, was ich für mich selbst mitgenommen habe - mich und andere im Alltag stärker zu beobachten und zu reflektieren. So kann ich mein eigenes Verhalten und das der anderen besser einschätzen und neige weniger dazu, vorschnell zu urteilen.”

Ein Programm - so vielfältig wie seine Teilnehmerinnen

Ein Programm, das sich pauschal an alle Frauen richtet? Nein! Denn jede der Teilnehmerinnen ist einzigartig, befindet sich in einer anderen Lebensphase und hat andere Hintergründe. Vier verschiedene Labs sorgen dafür, dass jede Teilnehmerin eine möglichst individuelle Förderung erhält.

So richtet sich Eines speziell an Frauen, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen. Ein anderes konzentriert sich auf diejenigen, die im privaten Bereich besonders eingespannt sind - sei es durch Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen - ihren Karrierewunsch aber dennoch nicht auf Eis legen wollen. Auch für Frauen, die ihre private Fürsorgepflicht bereits hinter sich gelassen haben und nun wieder mehr Zeit in ihre berufliche Laufbahn investieren wollen, gibt es ein spezifisches Lab. Das vierte Lab ist wiederum für Frauen, die an der Führung in derzeit noch männerdominierten Bereichen interessiert sind.

Stark durch Vielfalt

Fakt ist: Vielfalt bringt Unternehmen langfristig voran. Doch umfasst sie weit mehr als nur die Kerndimensionen Alter, Geschlecht, Ethnie und sexuelle Orientierung.

„Bei `Diversity & Inclusion´ geht es auch um Dinge, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind - etwa die Ausbildung, private Erlebnisse und Erfahrungen, die Interessen und auch die individuellen Arbeitsweisen. Das macht einen Menschen zu dem, was er ist. Diese Unterschiede bewusst zu erkennen und auch zu nutzen - das ist unsere große Stärke. Denn wir können nur dann unser volles Potenzial entfalten, wenn wir einander offen und neugierig begegnen. Vielfalt ist in jeder Hinsicht eine Bereicherung - für uns als Unternehmen und als Gemeinschaft,” erklärt Christiane Hausherr, Personalchefin der Roche Pharma AG in Grenzach.

Neben dem Women Leaders Lab setzt Roche auf zahlreiche weitere Maßnahmen, um Diversität, gegenseitige Wertschätzung, Integration und Offenheit in sämtlichen Bereichen weiter zu fördern: Verschiedene Netzwerke bieten den Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich selbst für eine solche Kultur in ihrem Arbeitsumfeld stark zu machen. Vorträge und Workshops schärfen wiederum das Bewusstsein für die Bedeutung von „Diversity & Inclusion”.
Ein Zeichen setzt Roche auch mit der Unterzeichnung der

Charta der Vielfalt - eine Initiative der Arbeitgebenden zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Seit 2015 ist Roche in Deutschland Unterzeichner der Initiative und verpflichtet sich damit, sich aktiv für eine vielfältige und wertschätzende Unternehmenskultur einzusetzen.

Die Autorin

Julia Krinner, Volontärin Kommunikation Penzberg

Unsere neuesten Beiträge

Beitrag vom 12. März 2021

Sie verlassen nun roche.de

Links zu Websites Dritter werden im Sinne des Servicegedankens angeboten. Der Herausgeber äußert keine Meinung über den Inhalt von Websites Dritter und lehnt ausdrücklich jegliche Verantwortung für Drittinformationen und deren Verwendung ab.