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Wissenschaftler mit Risikobereitschaft

Jahrelang war der Ursprung der multiplen Sklerose (MS) ein Rätsel. Die Autoimmunerkrankung, von der in Europa etwa 700.000 Menschen betroffen sind, führt zu einer fortschreitenden Degeneration des Zentralnervensystems. Im Laufe der Zeit werden Mobilität, Kognition und Sehkraft von Patient:innen beeinträchtigt.

Wissenschaftler:innen konnten T-Zellen – Elemente des körpereigenen Immunsystems – als primäre Ursache identifizieren. Sie stellten fest, dass T-Zellen bei MS-Patient:innen die als Myelin bezeichnete Schutzhülle angreifen, die das Gehirn umgibt. Dies hat lokale Entzündungen des Gehirns und Rückenmarks zur Folge. Infolgedessen zielten die Behandlungen von MS in erster Linie auf T-Zellen ab.

Dr. Stephen Hauser, derzeitiger Direktor des Weill Institute for Neurosciences San Francisco der University of California (UCSF), und andere Expert:innen vermuteten, dass möglicherweise noch andere Teile des Immunsystems hinter der Erkrankung standen.

Nach jahrelanger Forschung stellten sie die Hypothese auf, dass B-Zellen – eine weitere Komponente des Immunsystems – ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Entzündung spielen, die zu MS führt. Die Wissenschaftsgemeinde blieb jedoch skeptisch und weiterhin überzeugt von der Wirksamkeit der gegen T-Zellen gerichteten Behandlungsstrategie.

Die Forschungsarbeit von Dr. Stephen Hauser stieß in wissenschaftlichen Kreisen auf Skepsis. Genentech jedoch zeigte sich risikobereit und ließ sich auf eine Partnerschaft ein, die das Verständnis der multiplen Sklerose für immer verändern sollte.

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