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Unsere Alltagshelden

Aufgeben gilt nicht: Lösungen zur Bekämpfung von COVID-19

Während viele Menschen zu Hause bleiben, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, wird an den Standorten von Roche weiterhin rund um die Uhr gearbeitet. Unermüdlich und beharrlich produzieren und versenden die Produktions- und Verpackungsteams weiterhin Arzneimittel und Tests, die von den Menschen dringend benötigt werden.

Lange bevor weltweit bekannt wurde, dass COVID-19 eine Bedrohung für die globale Gesundheit darstellt, waren sich die Alltagshelden hinter den Kulissen von Roche der Tragweite ihrer Mission bewusst. Krebspatienten sind für ihre Behandlung auf sie angewiesen, ebenso Patienten mit Autoimmunerkrankungen, Herzerkrankungen und weiteren seltenen Erkrankungen.

Die klinische Entwicklung und laufende Studien können nicht einfach gestoppt werden. Dasselbe gilt für die Zellen in den Laboren, denn sie schlafen nicht. Es werden laufend diagnostische Tests benötigt, die weltweit versandt werden müssen. Gesundheitsorganisationen und Patienten auf der ganzen Welt sind auf die Lieferung von Lösungen von Roche angewiesen – jeden Tag und heute mehr denn je.

Also gehen unsere Alltagshelden Tag für Tag aus dem Haus und arbeiten in langen Schichten. Führende Engineering-Mitarbeitende absolvieren freiwillig Nachtschichten in Lagern, um den Betrieb rund um die Uhr am Laufen zu halten. Manche Mitarbeitende wohnen am Standort, da der Grenzübertritt eingeschränkt ist oder zu Verzögerungen führen kann, wenn sie nach der Arbeit nach Hause gehen. Sie sind die Alltagshelden hinter den Kulissen von Roche.

Penzberg, Deutschland

Sie tragen eine große Verantwortung auf ihren Schultern und sind fest entschlossen, die Anlage auf Hochtouren weiterlaufen zu lassen.

Auf den ersten Blick scheint die Anlage in Penzberg verlassen. In einigen Gebäudebereichen herrscht jedoch reges Treiben und die Beschäftigten verrichten ihre Arbeit mit einer unglaublichen Geschwindigkeit. Die Anlagen von Diagnostics Operations Penzberg (DOZ) laufen auf Hochtouren. Die Division stellt Inhaltsstoffe und Reagenzien her, die zur Bekämpfung von COVID-19 beitragen. Markus arbeitet als Laborchemiker in der Produktion bei DOZ in Penzberg und sorgt für einen reibungslosen Betriebsablauf.

Markus konzentriert bei der Arbeit in Penzberg

„Patienten auf der ganzen Welt sind auf unsere Produkte angewiesen. Viele der Materialien, die für die Erkennung des neuartigen Coronavirus maßgeblich sind, kommen aus Penzberg“, erklärt Markus. „Mit unserer Arbeit leisten wir einen Beitrag dazu, dass Patienten und ganze Gesellschaften das Virus richtig beurteilen und Maßnahmen gegen seine Verbreitung ergreifen können“, sagt er.

Während Länder weltweit Probleme mit dem Nachschub von dringend benötigten Materialien für die Bekämpfung und Erkennung des Virus haben, ist sich Markus des enormen Drucks bewusst, gleichzeitig zu produzieren und dafür zu sorgen, dass das Team gesund bleibt. „Die Nachfrage steigt ständig. Um den Bedarf zu decken, produzieren wir an sieben Wochentagen rund um die Uhr. Gleichzeitig sind wir von einigen externen Faktoren abhängig. Momentan versuchen wir, alle erforderlichen Rohmaterialien in ausreichender Menge zu erhalten. Wir müssen auch den anschließenden Abfüllprozess so koordinieren, dass unsere Kollegen ihn bewältigen können“, erklärt Markus.

Da das Team hervorragend qualifiziert ist, wurde durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen sichergestellt, dass nicht einmal das Coronavirus selbst das Team davon abhalten kann, diese dringend benötigten Materialien zu produzieren. Markus erklärt: „Um uns selbst zu schützen und gesund zu bleiben, haben wir die auf unserem Stockwerk tätigen Kollegen in verschiedene Gruppen eingeteilt. Diese Gruppen dürfen sich nicht physisch begegnen. Andere Kollegen arbeiten von zu Hause aus und die Kommunikation erfolgt digital.“ Das ist zwar Neuland für das Team, aber es mangelt nicht an Motivation und Einsatzbereitschaft, die Mission fortzusetzen.

Mannheim, Deutschland

Wie ein fein justiertes Uhrwerk greifen die Glieder der Prozesskette ineinander, um Medikamente in Höchstgeschwindigkeit durch die Anlage und zu den Patienten zu befördern.

„Von zu Hause aus zu arbeiten fühlt sich etwas merkwürdig an“, sagt Niels Bauer, ein Betriebsmeister bei Pharma Operations Packaging in Mannheim, der nicht lange um den heißen Brei herumredet. „Normalerweise bin ich immer mittendrin.“

Doch diese Zeiten erfordern von uns allen Anpassung und Umdenken. Heute stehen bei ihm Koordinationsaufgaben auf der Tagesordnung, und diese können von zu Hause aus erledigt werden.

„Jeder, der nicht direkt in der Produktion arbeitet, hat vor Ort nichts verloren“, schmunzelt Niels.

Allerdings bringt die Pandemie für das bei Pharma Operations beschäftigte Personal eigene Pläne mit. Ein Medikament, das Niels und seine Kollegen in Mannheim verpacken, ist Gegenstand einer globalen klinischen Studie. Die Nachfrage nach dem Medikament wächst in anderen Ländern wie Italien rasch. Vor Kurzem hat das Team innerhalb von weniger als einem Tag 20.000 Medikamenten Fläschchen für Italien vorbereitet.

„‘Die Verpackungen sind da. Der Laster kommt morgen. Wann können Sie anfangen?‘ wurden wir gefragt“, erzählt Niels. „Hier musste die gesamte Lieferkette ganz einfach perfekt funktionieren, damit das Produkt rechtzeitig auf den Laster kam.“

Das Team Pharma Packaging in Mannheim funktioniert wie ein Präzisionsuhrwerk

Jeder im Team weiß, dass Menschen sterben können, wenn ein Produkt fehlt. Gleichzeitig müssen auch andere Produkte weiterhin vom Band laufen. Also hat Pharma Operations die Produktion hochgefahren.

„Wir bewegen uns alle in dieselbe Richtung, spielen uns den Ball im Laufen flexibel zu und setzen auf pragmatische Lösungen – trotz des erheblich vergrößerten Auftragsvolumens“, sagt Niels.

„Die Dynamik stellt uns vor Herausforderungen, aber dadurch werden wir zu einem perfekten Team. Die Patienten sind zwar ziemlich weit von uns weg, aber die Vorstellung, dass ein Medikament knapp wird und so die Patientenversorgung gefährdet, wirkt enorm motivierend – und das jeden Tag von Neuem.“

Basel, Schweiz

Ein kleines Team an Wissenschaftlern von Roche setzte Einfallsreichtum und Umsicht ein, um den Engpass an Handdesinfektionsmittel zu beheben.

Handdesinfektionsmittel-Helden von links nach rechts: Beat, Markus, Timo, Christoph, Benjamin und Patrik

Eine saubere Arbeitsumgebung ist für einen großen Campus mit Tausenden von Mitarbeitenden äußerst wichtig, um die Verbreitung von Keimen wie COVID-19 zu verhindern. Und in manchen Bereichen von Roche wie in Labors und in der Produktion ist Handdesinfektionsmittel für eine sterile und keimfreie Arbeitsumgebung maßgeblich, damit Experimente durchgeführt und Medikamente für Patienten auf der ganzen Welt hergestellt werden können.

Als Berichte über die Knappheit von Handdesinfektionsmittel um die Welt gingen, war dies für die Teams bei Roche kein Grund zur Panik. Sie krempelten die Ärmel hoch, ergriffen die Initiative und bewiesen Teamgeist und Flexibilität.

Die Wissenschaftler von Global Technical Development (PTD) Synthetic Molecules und das Team für Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (SGU) in Basel wollten einen Beitrag zum gesunden Arbeitsumfeld des Personals, das weiterhin am Hauptsitz von Roche in und um Basel in der Schweiz tätig war, leisten und die Belegschaft durch eine Reduzierung der Keimverbreitung bei der Herstellung von Arzneimitteln unterstützen. Sie taten sich also zusammen, um „selbstgemachtes“ Desinfektionsmittel herzustellen.

„Das Team berücksichtigt die gesamte Belegschaft, handelt rasch und priorisiert Arbeit derart schnell, während es gleichzeitig seine primäre Mission erfüllt: Jetzt das zu tun, was die Patienten morgen brauchen“, erklärt Dharmendra SinghalI, Head Technical Development, Small Molecules bei Roche. „Sie ermöglichen am Standort den Schutz von Beschäftigen, die für den Betrieb maßgeblich sind, damit wir weiterhin die Patientenversorgung gewährleisten können.“

Die Gruppe stellte an einem Tag 1000 Liter Desinfektionsmittel her und verteilte es an den Standorten in Basel und Kaiseraugst. Um den Bedarf zu decken, steigerte das Team die Produktion auf 4000 Liter pro Woche, um ausreichend Desinfektionsmittel für das fleißige Personal bereitzustellen, das weiterhin rund um die Uhr Medikamente und Testlösungen für Patienten produziert.

„Desinfiziert weiter eure Hände!“ sagt Dharmendra. „Mir fällt kein besseres Beispiel für eine derart kurzfristige Änderung des Produktionsplans ein als die Geschwindigkeit, mit der dieses Projekt eingeschoben wurde – dies ist ein vorbildliches Beispiel für Zusammenarbeit und entschlossenes Handeln.“

Vacaville, USA

Ausloten der technologischen Grenzen im persönlichen Kampf gegen COVID-19

Das Team von Roche Vacaville feiert den erfolgreichen Abschluss des Technologietransfers von REGN-COV2 in Rekordzeit.

Die Herstellung von Antikörpermedikamenten ist äußerst komplex und langwierig. Die Herstellung von Medikamenten ist während einer Pandemie, in der Geschwindigkeit und Sicherheit oberste Priorität haben, noch deutlich schwieriger. Als die Teams in der Wirkstoffproduktionsanlage in Vacaville, USA, im Kampf gegen COVID-19 mitwirken und potenziell lebensrettende Medikamente herstellen sollten, reagierten sie zunächst mit Begeisterung. Sie standen jedoch bald vor einer Herkulesaufgabe: Es musste sichergestellt werden, dass Roche über die erforderlichen Technologien und Fähigkeiten verfügte, um diese Therapie in großem Maßstab und so schnell wie möglich zu produzieren.

Ein Produkttransfer (Technologietransfer) für einen Arzneimittelwirkstoff (der aktive Bestandteil eines Arzneimittels, der für seine Wirksamkeit verantwortlich ist) dauert üblicherweise zwischen 9 und 12 Monaten. Als die Anweisung kam, dass der Transfer innerhalb von rund 15 Wochen abgeschlossen sein sollte, waren alle sprachlos.

„Ungefähr zu dieser Zeit erkrankte ich selbst an COVID-19. Es war der denkbar ungünstigste Zeitpunkt. Viele der Anfangstätigkeiten, darunter die Zusammenstellung von Standortteams und die Festlegung von Zielen, liefen noch, und ich hatte das Gefühl, mein Team gleich zu Beginn eines derart wichtigen Projekts im Stich zu lassen“, erzählt Keith, Tech Transfer Specialist in der Produktionsanlage von Roche in Vacaville.

Was Keith am eigenen Leib erfahren hatte, steigerte jedoch seine Motivation. „Danach war ich fest entschlossen, alles daran zu setzen, dass andere Menschen nicht durchmachen müssen, was ich durchgemacht hatte“, sagt er. Diese hohe Einsatzbereitschaft war entscheidend für den Erfolg des Teams, aber Engagement und Entschlossenheit allein waren nicht ausreichend. Ein derart ambitionierter Zeitplan erforderte eine vollkommen neue Arbeitsweise und ein Verlassen der Komfortzone, weil nun auch am Wochenende und an Feiertagen gearbeitet werden musste.

Ein Beispiel hierfür war der Ansatz für die Untersuchung von Wirkstoffproben. Diese Untersuchungen werden bei jedem Transfer eines klinischen Produkts in die Massenproduktion durchgeführt und sollen zur Gewährleistung der Wirksamkeit und Sicherheit eines Medikaments beitragen. Traditionell werden die meisten dieser Untersuchungen vor dem Transfer durchgeführt, doch die hohe Dringlichkeit dieses Arzneimittels erforderte ein Umdenken im Untersuchungsprozess.

Um eine hohe Geschwindigkeit zu gewährleisten und den vorgesehenen Zeitplan einzuhalten, mussten die Untersuchungen parallel zu zahlreichen anderen Prozessen im Rahmen des Kapazitätsausbaus für die Herstellung stattfinden. Aufgrund der relativen Neuartigkeit des Medikaments war überdies die Verwendung historischer Untersuchungen und Daten aus dem Herstellungsprozess erschwert. Das bedeutete, dass eine überwältigende Menge an Untersuchungen – rund 700 – erforderlich war, um die Wirksamkeit und Sicherheit dieses Medikaments in vollem Umfang zu gewährleisten. Das sind deutlich mehr als die normalerweise durchgeführten 200 Untersuchungen .

Nur die Zusammenarbeit mit den Qualitätskontrollteams und die Einführung neuer, verschlankter Prozesse zur Verwaltung, Erfassung und Übermittlung dieser Untersuchungen an die entsprechenden Teams machten dies möglich. Ein Prozess wurde eingeführt, um sicherzustellen, dass präzise Informationen diejenigen erreichten, die sie so bald wie möglich benötigten, sodass Entscheidungen schnell getroffen werden konnten. Dadurch konnten die Teams 700 Untersuchungen bewältigen und gleichzeitig den Zeitplan für den Technologietransfer einhalten.

„Dank dieser neuen Art der Teamarbeit und der Offenheit für neue Arbeitsweisen gelang uns, was unser Team anfangs nicht für möglich gehalten hatte: Das, was normalerweise neun Monate dauert, in nur 123 Tagen zu erreichen! Ich bin unglaublich stolz auf unser Team“, freut sich Keith.

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