• Roche in Deutschland
  • English
  • Kontakt

Experten-Round-Table CxCa

Artikel aus Diagnostik im Dialog (Ausgabe 55)

www.roche.de/cxca-experten

[Gesundheitspolitik] Ende 2017 brachte Roche Diagnostics Deutschland fünf Experten aus der Gynäkologie, Pathologie und Labormedizin für einen interdisziplinären Austausch zum Thema Zervixkarzinom-Vorsorge an einen Tisch. Die entsprechenden Experteninterviews stehen online unter www.roche.de/cxca-experten zur Verfügung.

Dr. Erika Ober, niedergelassene Gynäkologin, Michelstadt: „Die Kommunikation zwischen Labor und Gynäkologe ist das A und O. Zusammenarbeiten heißt zusammen arbeiten.“
Dr. Ober setzt auf enge Zusammenarbeit mit Laboren, um unklare Testergebnisse diskutieren und abklären zu können. Ihr Einsendelabor muss einen für ein CxCa-Screening validierten, qualitativ hochwertigen Test verwenden.

Prof. Christian Dannecker, stellvertretender Direktor der Frauenklinik der MLU München: „Der Zusammenhang zwischen HPV und Gebärmutterhalskrebs ist die Erkenntnis eines Nobelpreisträgers. Es ist nur klug, diese Erkenntnis in der Vorsorge zu nutzen.“
Prof. Dannecker hält das 3-Jahres-Intervall für einen guten Kompromiss, da bei klinisch validierten HPV-Tests der negative Vorhersagewert sehr groß sei. Bei positivem Ergebnis bestünde in der Regel eine Sicherheitsspanne von 4 bis 6 Jahren, bis eine Krebsvorstufe entstehen kann. So ließe sich auch die Risikogruppe von Frauen über 50 Jahren, die im Vergleich zu jüngeren Frauen seltener zur Vorsorge gehen, besser ansprechen.

Prof. Wolfgang Kaminski, Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Ingelheim: „HPV-Tests sind robust und verlässlich, sie können viel Gutes tun.“
Prof. Kaminski spricht im Interview über die Chancen und Ansprüche an HPV-Tests und an die Zusammenarbeit mit Laboren. Er hält einen PCR-basierten HPV-Test für robuster und verlässlicher als die fehlerbehaftete Pap-Methode. Ein besserer Austausch zwischen Labormedizinern und behandelnden Ärzten könne Fehlerquellen in der Präanalytik zusätzlich vermindern.

Dr. Bernd Prieshof, niedergelassener Gynäkologe mit zytologischem Labor und Dysplasie-Sprechstunde, Ravensburg: „Wir müssen weiter in die Qualitätssicherung investieren, zudem könnten in der Labordiagnostik zusätzliche Marker sicherlich hilfreich sein.“
Was tun bei auffälligen Pap- und HPV-Testergebnissen? Die meisten Patientinnen müssten laut Dr. Prieshof nicht direkt in die Dysplasie-Sprechstunde kommen. Er betrachtet die Testung der Biomarkerkombination p16/Ki-67 als wichtigen Teil der Diagnostik. Denn damit könne zwischen harmlosen und pathologischen Veränderungen unterschieden und so das Patientenmanagement erleichtert werden.

Prof. Katharina Tiemann, Fachärztin für Pathologie am Institut für Hämatopathologie, Hamburg: „Ich bespreche gerne eventuelle Probleme mit der Zytologie oder der Biopsie, denn hierzu sind wir Ärzte meiner Meinung nach verpflichtet.“
Prof. Tiemann sieht Zytologen und Pathologen in der Pflicht, kritische Befunde beim zuständigen Gynäkologen anzusprechen und gemeinsam ein Vorgehen zu entwickeln. Dadurch wird eine hochwertige Diagnostik für die Patientin gewährleistet. Zudem sollten Labore Empfehlungen für Gynäkologen aussprechen, die bei Unstimmigkeiten diskutiert werden. Auch sie hält bei unklaren Befunden die Testung auf p16/Ki-67 für sehr hilfreich.


Zurück zur Übersicht