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Präeklampsie

Präeklampsie

Bluthochdruck während der Schwangerschaft

Die Präeklampsie ist die Hauptursache von Krankheit und Tod in der Schwangerschaft – sowohl bei der werdenden Mutter als auch beim ungeborenen Kind. Bemerkbar macht sich die Erkrankung mit Unwohlsein, Augenflimmern und Kopfschmerzen, Wasser lagert sich im Gewebe ein, der Blutdruck steigt; in schweren Fällen drohen Nieren und Leber zu versagen. Besonders gefürchtet sind Krampfanfälle, die für Mutter und Kind tödlich enden können.

Um die schwangere Frau und ihr ungeborenes Kind zu schützen, ist es wichtig, die Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen. Seit Juni 2009 ist ein Labortest verfügbar, der die Präeklampsie an Blutwerten erkennen kann, lange bevor sie sich mit den ersten Anzeichen bemerkbar macht. 

Gefährdung von Mutter und Kind

Die Erkrankung macht sich zumeist im letzten Schwangerschaftsabschnitt bemerkbar. Sie kann jedoch auch bereits früher, nach der 20. Schwangerschaftswoche, auftreten. Solche „early onset – Präeklampsien“ (20. bis 34. Schwangerschaftswoche) verlaufen meist schwerer als später einsetzende, zumal das Kind als Frühgeborenes auf die Welt kommt. Eine Folge der Präeklampsie können schwere Krampfanfälle sein, die epileptischen Anfällen gleichen und das Leben von Mutter und Kind akut bedrohen. Eine zweite akute und lebensbedrohliche Komplikation der Präeklampsie ist das „HELLP-Syndrom“ (Hämolyse, Elevated Liver Enzymes, Low Platelets). Dabei zerfallen rote Blutkörperchen (Hämolyse), die Anzahl der Blutplättchen sinkt und die Blutgerinnung ist beeinträchtigt. Die Folgen können Nieren- und Leberversagen, innere Blutungen und ein plötzliches Ablösen des Mutterkuchens (Plazenta) sein. Auch ohne diese schwerwiegenden Folgen gefährdet die Präeklampsie die normale Entwicklung des Kindes im Mutterleib.