Histologie

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Therapieentscheidend ist die Diagnosestellung am histologischen Präparat nach Hämatoxylin-Eosin-Färbung. Erweitert um den Biomarker p16 ist eine möglichst präzise Diagnose möglich.

Klassische Hämatoxylin-Eosin-Färbung

Im Rahmen einer Kolposkopie sollte eine Biopsie zur histologischen Analyse entnommen werden.1 Diese enthält nicht nur die bei der Zytologie analysierten Epithelzellen, sondern auch darunter liegende Zellschichten bis hin zum Stroma. Die Gewebeprobe (ca. 4-5 mm) wird nach der Entnahme im Labor auf Veränderungen hin untersucht. Hierfür werden Gewebeschnitte angefertigt, mit Hämatoxylin und Eosin (H&E) gefärbt und anschließend von einem Pathologen unter dem Mikroskop beurteilt. Somit kann der Verdacht auf eine Dysplasie oder ein Zervixkarzinom bestätigt werden und gleichzeitig das Stadium der Krebsvorstufe oder des Karzinoms bestimmt werden.

Nomenklatur histologischer Befunde

Zervikale intraepitheliale Neoplasien (CIN) sind Vorstufen eines invasiven Zervixkarzinoms. Je nach Anzahl an atypischen basaloiden Zellen werden die Vorstufen in drei Kategorien eingeteilt:2

CIN 1 = Leichte Dysplasie

CIN 2 = Mäßige Dysplasie

CIN 3 = Schwere Dysplasie & Carcinoma in situ

Invasives Karzinom

p16 Färbung - die sinnvolle Ergänzung zur präzisen Diagnostik

Als Ergänzung zur H&E Färbung kann eine Zervix-Gewebeprobe zusätzlich immunhistochemisch auf die Überexpression des p16INK4a Antigens untersucht werden. Die p16 Überexpression ist die Folge einer onkogenen Transformation ausgelöst durch eine persistierende HPV-Infektion. Das Protein p16 kann daher als Biomarker für den Nachweis intraepithelialer Neoplasien der Zervix genutzt werden. Eine p16 IHC Färbung sollte daher parallel zur H&E Färbung durchgeführt werden, um die diagnostische Genauigkeit zu erhöhen.3,4

Roche Zervixkarzinom Portfolio

p16 Färbung

Ablauf einer histologischen Färbung

Ablauf einer histologischen Färbung

Referenzen

  1. Cuzick et al. Overview of human papillomavirus-based and other novel options for cervical cancer screening in developed and developing countries. Vaccine 2008; 26 (Suppl 10): K29-K41.
  2. Woodman et al. The natural history of cervical HPV infection: unresolved issues. Nat Rev Cancer 2007; 7 (1): 11-22.
  3. Galgano et al. Using biomarkers as objective standards in the diagnosis of cervical biopsies. Am J Surg Pathol 2010; 34 (8):1077-1087.
  4. Bergeron et al. Conjunctive p16INK4a testing significantly increases accuracy in diagnosing high-grade cervical intraepithelial neoplasia. Am J Clin Pathol 2010; 133 (3): 395-406.