Das Roche-Portfolio

Das Roche Testportfolio zur Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge.

Das Roche Portfolio in der Zervixkarzinom-Vorsorge

Verbesserung der Zervixkarzinom-Vorsorge

Das Roche-Testportfolio zu Zervixkarzinom-Screening und Diagnose, mit den Komponenten cobas® HPV, CINtec® PLUS und CINtec® Histology, ermöglicht einen Nachweis der hochrisiko HPV Typen und bietet ein Biomarker System zur Identifizierung onkogen-transformierter Läsionen. Dieses Gesamtkonzept erlaubt es Ihnen ein effizienteres Patienten-Management durchzuführen, als Ergänzung zum Screening sowie in der Aufklärung auffälliger Befunde und präziser Diagnosestellung.

Neue Strategien im Screening und der Triage sind notwendig, um Patientenversorgung auf dem höchsten Niveau bieten zu können sowie unnötige Behandlung von Frauen, die nicht erkrankt sind zu vermeiden. 

Risikostratifizierung mit dem cobas® HPV Test

Im Primärscreening ist die hrHPV-Testung sensitiver gegenüber der Zytologie zur Detektion von CIN3+.1 Die Gesamt-hrHPV-Testung hat bei hoher Sensitivität aber einen Mangel an Spezifität, d.h. einer genauen Identifizierung der Frauen mit einer Erkrankung stehen HPV positive Frauen ohne Erkrankung gegenüber, die aber auch unnötigerweise kolposkopisch abgeklärt werden müssten.2 Daher sprechen wissenschaftliche Belege für die Anwendung von Tests, die den Nachweis des Genotyps HPV 16 oder der Kombination HPV 16 und HPV 18 zur Identifikation der Frauen mit höchstem Risiko eines Zervixkarzinoms ermöglichen.3 Die Genotypen HPV 16 und 18 sind für 70% der Zervixkarzinome verantwortlich.

Der cobas® HPV Test ist der einzige für alle Screening-Populationen von der FDA zugelassene HPV-Nachweis, ist automatisiert und bietet die gleichzeitige Genotypisierung von HPV 16 und HPV 18. Über einen Test werden drei Einzelergebnisse generiert für zwölf minder aggressive HPV-Typen sowie die aggressiven HPV-Typen 16 und 18.4

Möglicher Algorithmus zur weiteren Vorgehensweise auf Basis des HPV-Screening-Ergebnisses Möglicher Algorithmus zur weiteren Vorgehensweise auf Basis des HPV-Screening-ErgebnissesFür Patientinnen mit negativem HPV-Befund besteht ein sehr geringes Risiko für ein Zervixkarzinom oder dessen Vorstufen, sodass diese in das Routinescreening zurückgeführt werden können.

Ein positiver Nachweis für die zwölf minder aggressiven hrHPV-Typen birgt nur ein mäßiges Erkrankungsrisiko. Ein CINtec® PLUS Test (Biomarkerkombination p16/Ki-67) sollte bereits möglichst zeitnah für Klarheit sorgen. Bei HPV 16 oder HPV 18 positivem Befund sollte eine direkte Überweisung zur Kolposkopie erfolgen.

Erhöhte Sensitivität und Spezifität mit dem CINtec® PLUS Test

Ein direkter Nachweis von onkogen transformierten Zellen erfolgt über CINtec® PLUS. Der Test zeichnet sich durch die Verwendung der beiden Biomarker p16 und Ki-67 aus, die an der Regulation des Zellzyklus beteiligt sind. p16 dient als Marker für einen Zellzyklusarrest, Ki-67 für eine Zellzyklus-Progression. 

In normalen Zellen werden beide Marker in unterschiedlichen Phasen des Zellzyklus exprimiert. Daher schließt sich eine gleichzeitige Expression von p16 und Ki-67 in einer Zelle mit intakter Zellzyklus-Kontrolle gegenseitig aus. Eine p16/Ki-67-Doppelfärbung in einer Zelle gilt als Indikator für eine Zellzyklusderegulation. Der CINtec® PLUS Test detektiert die p16/Ki-67 Biomarker und identifiziert in der Triage Frauen mit onkogen-transformierten Läsionen (p16/Ki-67 positiv).  Durch die zusätzliche Anwendung der p16/Ki-67 Doppelfärbung erfolgt im Vergleich zur Pap-Zytologie ein Anstieg der Sensitivität beim Nachweis von Frauen mit einer CIN2+ Läsion um 43% (93% vs. 65%).5  Die hohe Spezifität und hohe Sensitivität des Tests ermöglicht somit eine zielgerichtete Differentialkolposkopie. Die p16/Ki-67 Testung in der Triage auffälliger Befunde kann bei Detektion von CIN3 die Überweisungsrate zur Kolposkopie um fast 50% reduzieren.6Interpretation von CINtec PLUS Färbeergebnissen und mögliches Patientenmanagement.Einzelfärbungen von p16 und Ki-67 werden als negatives CINtec® PLUS Testergebnis gewertet, wohingegen ein positiver Nachweis bei einer gleichzeitigen Expression von p16 und Ki-67 in einer Zelle vorliegt. Der Test gilt als positiv bei dem Nachweis von mindestens einer doppeltgefärbten Zelle mit einem braun gefärbten Zytoplasma (p16) und rot gefärbten Zellkern (Ki-67).  

CINtec® Histology - Diagnostische Genauigkeit in der zervikalen Histopathologie

CINtec® Histology ist der Roche Test zur präzisen Diagnose von CIN3+ Läsionen in zervikalen Biopsien, die während einer Differenzialkolposkopie entnommen wurden. Dabei findet die Interpretation des Tests unabhängig von morphologischen Veränderungen des Gewebes statt. Im Gegensatz zu CINtec® PLUS wird im histologischen Nachweis nur der Biomarker p16 benötigt.  Interpretation von CINtec Histology Färbeergebnissen und mögliches Patientenmanagement.Ein negatives oder fokales p16-Färbemuster des Tests dient zum Ausschluss von transformierenden HPV-Infektionen, was zu einem negativen Testergebnis führt. Ein positives Testergebnis liegt bei einem diffusen Färbemuster von p16 vor. Dies deutet auf eine onkogene Transformation infolge einer persistierenden Infektion mit hrHPV hin.

Durch CINtec® Histology wird im Vergleich zu einer alleinigen H&E Färbung die Sensitivität für den Nachweis von CIN2+ um 13% gesteigert, falsch-negative Befunde können um 45% reduziert werden. Zusätzlich erfolgt ein Anstieg der Übereinstimmung verschiedener Begutachter zur Diagnose von CIN2+ um 30%.7

CINtec® Histology ergänzt die H&E Färbung und unterstützt Pathologen somit bei der Auswertung und präzisen Diagnosestellung.

Referenzen

  1. Andrae et al. Screening-preventable cervical cancer risks: evidence from a nationwide audit in Sweden. J Natl Cancer Inst 2008; 100 (9): 622-629.
  2. Cox et al. Comparison of cervical cancer screening strategies incorporating different combinations of cytology, HPV testing and genotyping for HPV 16/18: results from ATHENA HPV study. Am J Ob Gyn 2013; 208 (3): 184.e1-184.e11.
  3. Wright et al. Evaluation of HPV-16 and HPV-18 genotyping for the triage of women with high-risk HPV+ cytology-negative results. Am J Clin Pathol 2011; 136 (4): 578-586.
  4. cobas® 4800 HPV Test Packungsbeilage. April 2011
  5. Petry et al. Triaging Pap cytology negative, HPV positive cervical cancer screening results with p16/Ki-67 dual-stained cytology. Gynecol Oncol 2011; 121 (3): 505-509.
  6. Wentzensen et al. Performance of p16/Ki-67 Immunostaining to Detect Cervical Cancer Precursors in a Colposcopy Referral Population. Clin Cancer Res 2012; 18:4154-4162.
  7. Bergeron et al. Conjunctive p16INK4a testing significantly increases accuracy in diagnosing high-grade cervical intraepithelial neoplasia. Am J Clin Pathol 2010; 133 (3): 395-406.