Screening

HPV - Humane Papillomviren

Die Gesamt-hrHPV-Testung beugt Krebs über die Zeit besser vor

Ein HPV-Screening reduziert im Vergleich zum Pap-basierten Screening die Inzidenz des Zervixkarzinoms innerhalb von 4-5 Jahren. Doch auch das HPV-Screening liefert nur einen Teil der Antwort.

Der HPV-Test im Screening bringt Sicherheit

Die hrHPV-Testung ermöglicht den Nachweis und die Behandlung von Krebsvorstufen, die von der Zytologie übersehen werden, und beugt so Krebs besser vor.1
Das HPV-Screening reduziert im Vergleich zum Zytologie-basierten Screening die Inzidenz des Zervixkarzinoms innerhalb von 4-5 Jahren.1,2

Das HPV-Screening reduziert im Vergleich zum Zytologie-basierten Screening die Inzidenz des Zervixkarzinoms innerhalb von 4-5 Jahren.

In einer randomisiert kontrollierten Studie mit 94.370 Frauen wurde in der zweiten Screeningrunde keine Zervixkarzinome mehr bei HPV-positiven Frauen gefunden, die in der ersten Screeningrunde zur Kolposkopie überwiesen wurden. 

Dies spricht für die Prävention von Gebärmutterhalskrebs innerhalb des HPV-Studienarms durch das fühzeitige Erkennen der Krebsvorstufen bereits in der ersten Screeningrunde. 

Das klinische Dilema: HPV positiv - Zytologie unauffällig

Die hrHPV-Testung hat eine hohe Sensitivität aber nur mäßige Spezifität, identifiziert Frauen mit einer Infektion, aber nicht zwangsläufig mit einer Erkrankung, was zu unnötigen Kolposkopien führt. Ein effizienteres Screening kann durch eine weitere Triage erreicht werden.3

Ein negatives HPV-Ergebnis liefert Sicherheit Ein positives Ergebnis lässt Fragen offen
99% negativ prädikativer Wert4 Hohes Risiko falsch-positiver Ergebnisse durch das Fehlen an Spezifität5
Der Vorteil der Langzeitsicherheit durch hrHPV ist bewiesen4 Falsch-positive Ergebnisse können einen unnötigen negativen psychosozialen Einfluss auf Frauen haben6
Eine HPV negative Frau kann anders im Patientenmanagement geführt werden, als eine Frau, die positiv auf hrHPV-Genotypen getestet wurde7 Jede hrHPV positive Frau kolposkopisch abklären zu lassen, wäre eine hohe Belastung für die Frau und das Gesundheitssystem
Das Screening- Intervall kann sicher für HPV negative Frauen verlängert werden, wie in vielen Gesundheitssystemen gefordert7 Das Dilemma: Unfähigkeit zu erkennen, welche Frau wirklich von einer unmittelbaren Kolposkopie profitiert3

Was ist das beste weitere Vorgehen? 

Anwendung von Strategien, die Frauen mit höchstem Risiko für CIN3+ detektieren:

  • Optimierung von der Vorteile des Zervixkarzinom-Screenings während der potentielle Schaden für die Frau minimiert wird
  • Für eine effizientere Kolposkopie sollten Frauen mit höchstem Risiko direkt mittels Biomarker triagiert werden
  • Identifizierung und Follow-up der Frauen mit mittlerem Risiko, idealerweise ebenfalls Abklärung durch Biomarker

Referenzen

  1. Ronco et al. Efficacy of human papillomavirus testing for the detection of invasive cervical cancers and cervical intraepithelial neoplasia: a randomised controlled trial. Lancet Oncol 2010; 11 (3): 249-257.
  2. Rijkaart et al. Human papillomavirus testing for the detection of high-grade cervical intraepithelial neoplasia and cancer: final results of the POBASCAM randomised controlled trial. Lancet Oncol 2012; 13 (1): 78-88.
  3. Cox et al. Comparison of cervical cancer screening strategies incorporating different combinations of cytology, HPV testing, and genotyping for HPV 16/18: results from ATHENA HPV study. Am J Obstet Gynecol 2013; 208 (3): 184.e1-184.e11.
  4. Castle et al. Performance of carcinogenic human papillomavirus (HPV) testing and HPV16 or HPV18 genotyping for cervical cancer screening of woman aged 25 years and older: a subanalysis of the ATHENA study. Lancet Oncol 2011; 12 (9): 880-890.
  5. Saslow et al. American Cancer Society, American Society for Colposcopy and Cervical Pathology, and American Society for Clinical Pathology screening guidelines for the prevention and early detection of cervical cancer. Am J Clin Pathol 2012; 137 (4): 516-542.
  6. Gray et al. Psychological effects of a low-grade abnormal cervical smear test result: anxiety and associated factors. Br J Cancer 2006; 94 (9): 1253-1262.
  7. Katki et al. Cervical cancer risk for women undergoing concurrent testing for human papillomavirus and cervical cytology: a population-based study in routine clinical practice. Lancet Oncol 2011; 12 (7): 663-672.