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Hepatitis - Diagnose

Diagnose der Hepatitis A

Eine Infektion mit Hepatitis A-Viren wird in der Regel indirekt mit speziellen Tests nachgewiesen. Mit ihnen lässt sich die Menge an Antikörpern im Blut bestimmen, die von Immunzellen gegen die Hepatitis A-Viren gebildet wurden.

Diagnose der Hepatitis B

Um eine Infektion mit dem Hepatitis B-Virus nachzuweisen, wird der Arzt zunächst die Leberwerte im Blut untersuchen. Sind sie erhöht, sind Leberzellen bereits zerstört. Eine akute HBV-Infektion wird in der Regel über den Nachweis der für das Virus typischen Proteine (der Antigene HbsAg und HbcAg) bestimmt.

Mit der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist es möglich, unmittelbar das Erbgut des Virus nachzuweisen. Außerdem kann mit dieser Methode bestimmt werden, wie viele Viren im Blut sind, wie hoch also die Ansteckungsgefahr ist. Die PCR-Technik wird in der Regel zur Diagnose und Beobachtung einer chronischen Hepatitis B eingesetzt.

Diagnose der Hepatitis C

Grundlage der Diagnose ist ein Antikörpersuchtest Im Blut der Patienten wird nach Antikörpern gesucht, die das Immunsystem gebildet hat, um Hepatitis C-Viren abzuwehren. Die Antikörper entstehen normalerweise erst vier bis sechs Wochen nach der Infektion (so genannte diagnostische Lücke); in einzelnen Fällen kann es vorkommen, dass das Immunsystem erst nach vier bis neun Monaten mit der Produktion von Antikörpern reagiert. Auch wenn der Test negativ ausfällt – also keine Antikörper gegen HCV nachgewiesen werden konnten – ist eine Infektion deshalb nicht sicher auszuschließen. Durch den Einsatz der PCR-Technologie kann die diagnostische Lücke entscheidend verkleinert werden.

Der Nachweis der Antikörper lässt keine Aussage darüber zu, ob es sich um eine akute, eine chronische oder eine bereits ausgeheilte Hepatitis C-Infektion handelt oder ob die getestete Person infektiös ist.

War der Test positiv, sind bei einem Patienten also Antikörper gegen HCV gefunden worden, sollte ein direkter Virusnachweis mit der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) erfolgen, einem besonders empfindlichen Test zum Nachweis von Hepatitis C-Viren im Blut. Es kann zudem sinnvoll sein, die Anzahl der Viren im Blut – die so genannte Viruslast – und den Genotyp, die genetische Variante des Hepatitis C-Virus, mit der ein Patient infiziert ist, zu bestimmen. Dies geschieht mithilfe der so genannten quantitativen PCR. Sie lässt auch erkennen, ob und wie ein Patient auf die Therapie anspricht.