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Sepsis

Körperweiter Kampf im Blut

Sepsiserreger

Beispiele für Pathogene, die eine Sepsis verursachen können (von links): Pseudomonas aeruginosa, Streptococcus pneumoniae und Aspergillus spez.

Eine Sepsis ist eine Entzündung des ganzen Körpers. Ihr Name leitet sich vom griechischen Wort für „Fäulnis“ ab. Sie entsteht, wenn Bakterien oder Pilze in die Blutbahn des Menschen eindringen und dort eine Überreaktion des Immunsystems auslösen. Dabei kann der Körper durch seine eigene Immunantwort bis hin zum Organversagen geschädigt werden.

Volksmund oft verharmlosend „Blutvergiftung“ genannt – wird häufig nur als Folge einer örtlich begrenzten Grunderkrankung angesehen, wie zum Beispiel einer Zahnvereiterung, einer Lungenentzündung oder einer Harnwegsinfektion. Verstirbt ein Patient an einer Sepsis, gilt diese Grunderkrankung oft als Todesursache. Deshalb unterschätzt die Öffentlichkeit die Häufigkeit und Gefährlichkeit einer Sepsis.

In Wirklichkeit ist die Sepsis weit verbreitet – in aller Welt erkranken jährlich über 18 Millionen Menschen an einer schweren Sepsis. Sie fordert allein in Deutschland nach Erhebungen der Deutschen Sepsis-Gesellschaft in jedem Jahr bis zu 60.000 Menschenleben. Damit ist sie die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.

Lebensrettende Diagnostik 

Sepsis kommt nicht nur auf Intensivstationen vor. Sie kann zum Beispiel auch aus einer eigentlich harmlosen Verletzung entstehen. Bei Ausbruch einer Sepsis kommt es für das Überleben oft auf jede Stunde an. Nur durch rasches Erkennen der Symptome und Identifizierung der Erreger kann rechtzeitig die richtige Therapie eingeleitet werden – die erfolgreiche Behandlung einer Sepsis hängt also entscheidend von der Qualität ihrer Diagnose ab.