Biomarker

Ziel des Zervixkarzinom-Screening ist es, Frauen mit krankhaften Veränderungen zuverlässig zu identifizieren und entsprechend zu behandeln, ohne dabei unnötige Eingriffe an gesunden Frauen vorzunehmen. Die molekulare Biomarkerkombination p16/Ki-67 des CINtec® PLUS Cytology hilft, bei auffälligen Befunden zwischen Verdacht und tatsächlicher Transformation der Zellen zu unterscheiden. Auf diese Weisen können denjenigen Frauen eine zielgerichtete Kolposkopie zugewiesen werden, die am meisten davon profitieren.

Die Rolle von p16

p16 unter physiologischen Bedingungen

Unter physiologischen Bedingungen 

In normalen Zellen spielt das Tumorsuppressor-Protein p16INK4a (p16) bei der Regulation der Zellteilung eine wichtige Rolle. Wird p16 exprimiert, kommt es zur Ausbildung eines Proteinkomplexes aus dem Retinoblastomprotein (pRB) und dem Transkriptionsfaktors E2F, welcher einen Zellzyklusarrest einleitet. Dies bedeutet, dass p16 unter physiologischen Bedingungen einen anti-proliferativen Effekt hat.

p16 nach onkogener Transformation durch hrHPV

Nach einer onkogenen Transformation durch hrHPV

In onkogen transformierten Zellen ist der anti-proliferative Effekt von p16 aufgehoben, da das virale Onkoprotein E7 die normale Funktion von pRB unterbindet. Dies führt zu einer ungesteuerten Zellteilung, genetischen Instabilität und gleichzeitig zu einer Überexpression von p16.17,18,19,20 Der molekulare Mechanismus zum Nachweis von einer p16 Überexpression ist dabei unabhängig vom hrHPV-Typ. 




p16 und Ki-67 als Biomarker

Die gleichzeitige Überexpression des anti-proliferativen Tumorsuppressor-Proteins p16 und des Proliferationsmarkers Ki-67 schließt sich unter physiologischen Bedingungen gegenseitig aus. Daher kann ein Nachweis von Zellen, die beide Biomarker exprimieren, der Identifizierung von höhergradigen, zervikalen Dysplasien dienen.20,21


Ablauf einer p16/Ki-67 Biomarker-Analyse

Ablauf p16/Ki-67 Biomarker-Analyse

Erfahren Sie mehr zum CINtec® PLUS Cytology Test

Warum brauchen wir nach dem Ko-Screening Triage-Marker?

Interview mit Prof. Dr. Magnus von Knebel Doeberitz

Lesen Sie hier das Interview mit Prof. Dr. Magnus von Knebel Doeberitz (ursprünglich erschienen in Deutsches Ärzteblatt Ausgabe 6/2020)