Pathogenese des Zervixkarzinoms

Eine Infektion mit hochrisiko humanen Papillomviren (HPV) ist die Ursache von Gebärmutterhalskrebs. Über 99 % aller Zervixkarzinome sind auf eine HPV-Infektion zurückzuführen.4 In ca. 90 % der Fälle eliminiert das körpereigene Immunsystem die infizierten Zellen.5 Persistiert die Infektion allerdings, vermehrt sich HPV zunehmend und kann zu krankhaften Veränderungen der Zervix führen. Die Pathogenese dauert Jahre. In dieser Zeit gilt es die relevanten Vorstufen frühzeitig und zuverlässig zu erkennen.4

Durch Impfung, Vorsorge und Therapie sind nahezu alle Gebärmutterhalskrebs-Fälle vermeidbar. Zu einer aktiven Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge gehören regelmäßige Kontrollen mittels Pap-Abstrich, HPV-Test und dem Nachweis von Biomarkern.


Von der HPV-Infektion zum Zervixkarzinom

Gelangt HPV in die Zervix, nutzt das Virus kleine Risse im Zervixepithel, um die Basalzellen zu infizieren. Persistiert die Infektion, vermehrt sich HPV zunehmend und kann zu krankhaften Veränderungen, meist im Bereich der Transformationszone, führen. Über einen längeren Zeitraum hinweg können sich zervikale Dysplasien unterschiedlicher Ausprägungen entwickeln (CIN 1-3). In einigen Fällen transformieren die Zellen weiter und die neoplastische Veränderung wandert in das Nachbargewebe ein. Jedoch dauert dieser Prozess oft mehrere Jahre und nicht jede neoplastische Veränderung progrediert zum invasiven Karzinom.6,7

Entwicklung einer HPV-Infektion

Die Progression von Gebärmutterhalskrebs kann Jahre dauern.4 Die frühzeitige Erkennung einer Vorstufe reduziert das Risiko der Entstehung eines Zervixkarzinoms. 

Die HPV-Infektion

  • Aufbau des Zervixepithels
  • Frühe Phase der HPV-Infektion


Von der Infektion zur Erkrankung

  • Virus-Replikation
  • Morphologische Veränderungen
  • Zervikale Intraepitheliale Neoplasie (CIN)