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Point-of-Care-Diagnostik

Patientennahe Sofortdiagnostik oder Point-of-Care-Testing (POCT) ist seit Jahren als wichtiges Teilgebiet der Diagnostik im Krankenhaus etabliert. Fünf Experten aus ganz Deutschland diskutierten bei einem Round Table welchen Herausforderungen sich POCT heute stellen muss und was die Zukunft bringen könnte.

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Experten im Gespräch

Trends, Herausforderungen und Chancen der patientennahen Sofortdiagnostik

POC Experteninterview RoundTable

Wie lässt sich POCT optimal in den Klinikalltag integrieren? Welche Anforderungen werden an den Anbieter gestellt und welche Themen werden in Zukunft relevant sein? Auf Einladung von Roche Diagnostics Deutschland GmbH kamen fünf ausgewiesene POCT-Experten aus ganz Deutschland zusammen, um diese und weitere interessante Fragen rund um das Thema POCT zu diskutieren. Hier bekommen Sie einen Überblick über die wichtigsten Diskussionsinhalte und Statements.


Interviews

Dr. med. Astrid Petersmann

PoC Experteninterview_Petersmann

Die Implementierung von patientennaher Sofortdiagnostik bedeutet für die Mitarbeiter am Point-of-Care zunächst einen Mehraufwand und erfordert viel Zeit. Was muss ein Anbieter leisten, um zu überzeugen? Dr. med. Astrid Petersmann, kommissarische Oberärztin im Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin an der Universitätsmedizin Greifswald über die Notwendigkeit einer kompetenten Planung und einer guten Unterstützung von seiten des Anbieters.

„Der Anbieter muss dem Kunden als Partner gegenübertreten und gemeinsam die Planung angehen.“

„Alles was man gemeinsam an Zeit in die Planung investiert, wird man hinterher als Benefit wiederbekommen.“


 Dr. rer. nat. Claus Langer

PoC-Experteninterview_Langer

Eine wichtige Anforderung an POCT-Systeme der Zukunft ist die weitere Standardisierung der Methoden und des Qualitätsmanagements. Die Ergebnisse der patientennahen Diagnostik müssen vergleichbar sein mit den Werten aus dem Zentrallabor. Dazu bedarf es Hilfestellungen für die klinische Praxis, wie man die Ergebnisse der POCT-Methoden mit denen im Zentrallabor vergleichen und sicher interpretieren kann. Mehr zum Thema Vergleichbarkeit und Validität von Ergebnissen erfahren Sie von Dr. rer. nat. Claus Langer, Laborleiter am Zentrum für Labormedizin und Mikrobiologie (ZLM) in Essen.

„Es muss sichergestellt werden, dass es keine großen Diskrepanzen zwischen POC- und Laborergebnissen gibt.“


Dirk Mumm

PoC-Experteninterview_Mumm

Dirk Mumm, Leitung Zentrallabor, Albertinen-Krankenhaus / Albertinen-Haus und Amalie-Sieveking-Krankenhaus, Hamburg, hat große Datenmengen zu bewältigen. Um diese auswerten und der elektronischen Patientenakte zukommen zu lassen ist eine komplette Vernetzung der POC-Geräte erforderlich. Vernetzte Systeme können außerdem zahlreiche weitere Prozesse unterstützen, die zur Einhaltung der RiliBÄK zwingend notwendig sind. Welche Vorteile eine Geräte-Vernetzung genau mit sich bringt erfahren Sie von Dirk Mumm im Interview.

„Wir haben heutzutage über 100 Geräte, decken alle Bereiche im POC ab und analysieren mittlerweile über 400.000 Ergebnisse.“


 Prof. Dr. med. Peter B. Luppa

PoC-Experteninterview_Luppa

Verschiedene Faktoren sind ausschlaggebend, um die Leistungsfähigkeit der patientennahen labormedizinischen Untersuchung in der Klinik voll ausschöpfen zu können: Einerseits müssen POCT-Geräte und -Analysemethoden gründlich eingeführt und Prozesse zur Qualitätssicherung etabliert werden. Bei alldem spielt die Zusammenarbeit mit dem Zentrallabor eine entscheidende Rolle. Davon ist Prof. Dr. med. Peter B. Luppa, Leiter des Zentrallabors am Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, überzeugt. Was POCT in Zukunft noch bringen wird, sehen Sie hier im Interview.

„Die Frage nach POCT in der Zukunft lässt sich gar nicht so einfach beantworten. Hier müssen viele Facetten berücksichtigt werden.“

 Dr. med. Thomas Hug

PoC-Experteninterview_Hug

Verschiedene Faktoren sind ausschlaggebend, um die Leistungsfähigkeit von POCT in der Klinik voll ausschöpfen zu können: Einerseits müssen POCT-Geräte und -Analysemethoden gründlich eingeführt und Prozesse zur Qualitätssicherung etabliert werden. Besonders wichtig ist aber auch, dass die Mitarbeiter eine adäquate Begleitung und Anleitung erhalten. Schulungen verstärken nach Dr. med. Thomas Hug, Labor Berlin das Problembewusstsein und Verständnis für die speziellen Anforderungen im Umgang mit POCT. Mehr zum Thema Qualitätssicherung und Schulung erfahren Sie im Interview.

„Ein Anbieter muss, was die Qualitätssicherung angeht, zu 100 Prozent die Anforderungen der RiliBÄK erfüllen.“