29.01.2019

Die neue Gebärmutterhalskrebsvorsorge kommt

Der HPV-Test wird in Deutschland in die Krebsfrüherkennung aufgenommen

In Deutschland werden jährlich ca. 4.600 neue Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs bei Frauen entdeckt – 1.500 sterben daran.1 Damit zählt Gebärmutterhalskrebs zu den häufigsten Krebsarten, an denen Frauen erkranken können.2 Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Ende November 2018 zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs ein organisiertes Programm beschlossen.

Am 1. Juli 2019 tritt der Beschluss zur neuen Vorsorgeprogramm nach Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit und Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft. Alle gesetzlich krankenversicherten Frauen ab dem Alter von 20 Jahren sind anspruchsberechtigt. Neu ist, dass Frauen ab dem Alter von 35 Jahren zukünftig alle drei Jahre eine Kombinationsuntersuchung, bestehend aus Pap-Abstrich und HPV-Test, angeboten wird.3 So haben deutlich mehr Frauen als bisher Zugang zu einem HPV-Test in der Primärvorsorge. Die ersten Einladungsschreiben werden von den Krankenkassen ab dem 1. Januar 2020 versendet. Frauen zwischen 20 und 34 Jahren können wie bisher einmal jährlich eine zytologische Untersuchung mittels Pap-Test wahrnehmen.

Gebärmutterhalskrebs ist eine Erkrankung am unteren, schmalen Teil der Gebärmutter – dem Gebärmutterhals. Die Hauptursache für diese Krebsart stellt eine andauernde Infektion mit dem sexuell übertragbaren Humanen Papillomvirus (HPV) dar. Die HPV-Impfung bietet einen großen Schutz vor Genitalwarzen und vor der Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs. Frauen sollten trotzdem regelmäßig gynäkologisch untersucht werden. Die Vorbeugung mit regelmäßigen Abstrichen zeigt eine hohe Erfolgsrate.4 In Deutschland konnte die Anzahl der Krebserkrankungen durch das Screening mit dem Pap-Abstrich deutlich verringert werden.5 Mit dem Wissen, dass Gebärmutterhalskrebs mit einer persistierenden HPV-Infektion verknüpft ist, wird die Vorsorge nun weiterentwickelt. Studiendaten zeigen, dass die Einführung des HPV-Tests in einem Primärscreening zu einer besseren Früherkennung von Krebsvorstufen führt.6

Über Roche

Roche beschäftigt in Deutschland rund 16 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Die großen operativen Gesellschaften sind an den drei Standorten in Grenzach-Wyhlen (Roche Pharma AG), Mannheim (Roche Diagnostics GmbH, Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Roche Diabetes Care GmbH sowie Roche Diabetes Care Deutschland GmbH) und Penzberg (Biotechnologie-Kompetenzzentrum, Roche Diagnostics GmbH) vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics: von Forschung und Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahrnimmt. Roche bekennt sich klar zu den deutschen Standorten und hat in den letzten fünf Jahren in diese rund 2 Milliarden Euro investiert. Weitere Informationen zu Roche in Deutschland finden Sie unter www.roche.de.

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:

Roche Diagnostics Deutschland GmbH
Elisabeth Peternek
Junior Communications Manager
Sandhofer Straße 116
68305 Mannheim
Tel.: +49-(0)621-759 8891
E-Mail:

Referenzen

  1. Krebsdaten zum Gebärmutterhalskrebs.
  2. Daten der WHO zum Gebärmutterhalskrebs.
  3. https://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/774/
  4. Raybould R et al., The Open Clinical Cancer Journal, 2011, 5,1-7.
  5. S3-Leitlinie Prävention des Zervixkarzinoms Langversion 1.0 – Dezember 2017 AWMF-Registernummer 015/027OL4.
  6. Ronco G et al. (2014): Lancet 383 (9916), 524–532. 

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