22.07.2019

Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen

Neue S2k-Leitlinie bringt Diagnostik und Therapie der Präeklampsie auf den neuesten Stand

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) hat gemeinsam mit den österreichischen und schweizerischen Fachgesellschaften die bestehende Leitlinie zur Diagnostik und Therapie hypertensiver Schwangerschaftserkrankungen überarbeitet und auf den nächsten Evidenzgrad angehoben.1 Integriert wurde eine neue Definition der Präeklampsie, die erstmals auch den Biomarker sFlt-1/PlGF-Quotient berücksichtigt.

Hypertensive Erkrankungen stehen an führender Stelle der mütterlichen Todesursachen und verursachen in Europa 20–25 % der perinatalen Todesfälle. Bislang fehlt eine kausale Therapie, daher liegt der Fokus auf Früherkennung und Risikostratifizierung sowie der Optimierung der klinischen Betreuung und Entbindung. Einige Studien der letzten Jahre haben vielversprechende Erkenntnisse für das optimierte Management von Risikoschwangerschaften aufgezeigt. Die Resultate der PROGNOSIS-Studie2,3, eine prospektive, doppelblinde, nicht-interventionelle Multizenterstudie, bestätigen, dass ein SFlt-1/PlGF-Quotient unter 38 bei Schwangeren mit Verdacht auf eine Präeklampsie die Erkrankung für die nächsten vier Wochen mit hoher Sicherheit ausschließen kann.4

Die neue Definition der Präeklampsie berücksichtigt neben einer Hypertonie in der zweiten Schwangerschaftshälfte neu auftretende Organmanifestationen, welche keiner anderen Ursache zugeordnet werden können. Dazu gehört beispielsweise auch ein erhöhter sFlt-1/PlGF-Quotient für die Plazenta. Das Vorliegen einer Proteinurie ist nicht mehr zwingend.1 Bei Frauen mit einem hohen Präeklampsierisiko wird der Einsatz von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) für die Sekundärprophylaxe empfohlen.5

Die interdisziplinäre Leitlinie richtet sich an alle medizinischen Professionen und Disziplinen, die in der Betreuung von Frauen hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen einbezogen sind, um eine bessere Versorgung der Patientinnen zu erreichen.1

Über die Elecsys-Präeklampsie-Tests
Die Elecsys Präeklampsie-Tests messen die beiden Proteine sFlt-1 (soluble fms-like tyrosine kinase-1, lösliche fms-ähnliche Tyrosinkinase-1) und PlGF (placental growth factor, plazentarer Wachstumsfaktor) im Blut der Mutter. Je nach Testergebnis, das als Quotient der zwei Proteine angegeben wird, können Ärzte die Entwicklung der Erkrankung kurzfristig zuverlässig ausschließen oder vorhersagen2 und sich somit auf die vorsorgliche Behandlung von Frauen mit hohem Risiko für eine Präeklampsie konzentrieren.

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

Über Roche in Deutschland:

Roche beschäftigt in Deutschland rund 16.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Das Unternehmen ist an den drei großen Standorten in Grenzach-Wyhlen (Roche Pharma AG), Mannheim (Roche Diagnostics GmbH, Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Roche Diabetes Care GmbH sowie Roche Diabetes Care Deutschland GmbH) und Penzberg (Biotechnologie-Kompetenzzentrum, Roche Diagnostics GmbH) vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics: von Forschung und Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahrnimmt. Roche bekennt sich klar zu den deutschen Standorten und hat in den letzten fünf Jahren in diese über 2,7 Milliarden Euro investiert. Weitere Informationen zu Roche in Deutschland finden Sie unter www.roche.de

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Roche Diagnostics Deutschland GmbH
Elisabeth Peternek
Junior Communications Manager
Sandhofer Straße 116
68305 Mannheim
Tel.: +49-(0)621-759 8891
E-Mail: elisabeth.peternek@roche.com

Referenzen

  1. Hypertensive Pregnancy Disorder: Diagnosis and Therapy. Guideline of the German Society of Gynecology and Obstetrics (S2k-Level; AWMF-Registry No. 015/018, March 2019). https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-018.html.
  2. Akronym steht für: Prediction of short-term outcome in pregnant women with suspected preeclampsia study (Studie zur Vorhersage der kurzfristigen Entwicklung bei Schwangeren mit Verdacht auf Präeklampsie).
  3. Studiendesign: Hund, M., et al. (2014). BMC Pregnancy and Childbirth 14, 324.
  4. Zeisler, H., Llurba, E., Chantraine, F., et al. (2016). NEJM .
  5. Bujold E, Roberge S, Lacasse Y et al. Prevention of preeclampsia.
  6. Bujold E, Roberge S, Lacasse Y et al. Prevention of preeclampsia and intrauterine growth restriction with aspirin started ineraly pregnancy: a meta-analysis. Obstet Gynecol 2010; 116: 402-414.

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