Kinderwunsch Parameter

Maßgeschneidertes Kinderwunsch-Portfolio


Damit nur eine Sache dem Zufall
überlassen bleibt

Überblick

Das Kinderwunsch-Portfolio im Überblick

Das maßgeschneiderte Kinderwunsch-Portfolio von Roche Diagnostics bietet ein umfassendes Testmenü für die Reproduktionsmedizin.

Vor Beginn der Kinderwunschbehandlung werden in der Eingangsuntersuchung neben den infektionsserologischen Parametern der Basisdiagnostik (HIV, HBV und HCV) in der erweiterten Diagnostik Infektionen durch die Erreger Rubella-Virus, T. gondii, CMV und T. pallidum (Syphilis) abgeklärt, die gefürchtete Risiken für das ungeborene Kind darstellen.

Zudem bietet die Hormondiagnostik von Roche alle relevanten Parameter zur Bestimmung des Hormonstatus. Dabei ermöglicht beispielsweise AMH eine zuverlässige Beurteilung der ovariellen Funktionsreserve. Weitere Parameter erlauben die Abklärung der möglichen Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch in relevanten Indikationsgebieten. Zusätzlich unterstützen die Parameter FSH, LH und Estradiol das Zyklusmonitoring während der Kinderwunschbehandlung. Anhand von HCG wird die Schwangerschaft nachgewiesen.

Kinderwunsch Parameterportfolio

AMH

Anti-Müller-Hormon (AMH)

Schwangerschaft-AMH
Das Anti-Müller-Hormon (AMH) spielt bei männlichen Embryonen eine wesentliche Rolle bei der Rückbildung der Müller-Gänge. Fehlt das AMH, entwickeln sich die Müller-Gänge zu inneren weiblichen Geschlechtsorganen.1 Bei Frauen wird es in den Granulosazellen von präantralen und kleinen antralen Follikeln sezerniert. AMH reguliert die Follikelrekrutierung und das Wachstum kleiner Ovarialfollikel und verzögert damit die Erschöpfung des Follikelpools.2,3 Die Bestimmung von AMH dient zur Beurteilung der ovariellen Reserve und zur Vorhersage der Reaktion auf eine kontrollierte ovarielle Stimulation (COS) in Verbindung mit anderen klinischen Befunden und Laboruntersuchungen. Außerdem kann Elecsys® AMH Plus zusammen mit dem Körpergewicht zur Festlegung der individuellen Tagesdosis des humanen rekombinanten follikelstimmulierenden Hormons (rFSH) Follitropin delta von Ferring bei Frauen verwendet werden, die sich einer Behandlung für eine künstliche Befruchtung unterziehen.4

Elecsys® AMH Plus
AMH – Marker der ovariellen Funktionsreserve
Elecsys® AMH Plus Testprinzip PDF 1,0 MB
Elecsys® AMH Plus Informationen PDF 1,5 MB

 

FSH

Follikel-stimulierendes Hormon (FSH)

FSH

Das Follikel-stimulierende Hormon (FSH) regelt und stimuliert zusammen mit LH (luteinisierendes Hormon) synergistisch das Wachstum und die Funktion der Gonaden (Ovarien und Hoden).5 FSH gehört zur Familie der Gonadotropine, die innerhalb des Kontrollsystems zwischen Hypothalamus, Hypophysenvorderlappen und Ovar zur Steuerung des Menstruationszyklus der Frau und der Spermatogonienentwicklung des Mannes dienen.6,7 Die Bestimmung der FSH-Konzentration wird klinisch zur Aufklärung von Funktionsstörungen innerhalb der Achse Hypothalamus-Hypophyse-Gonaden genutzt. In Verbindung mit LH wird FSH auch zur Untersuchung kongenitaler Erkrankungen mit chromosomalen Aberrationen, polyzystischer Ovarien, Amenorrhoe und klimakterischem Syndrom eingesetzt.5,7,8,9 Der Elecsys® FSH dient der quantitativen In-vitro-Bestimmung von Follikel-stimulierendem Hormon in Humanserum und -plasma.

Elecsys® FSH
Elecsys® FSH Testprinzip PDF 1,0 MB

 

LH

Luteinisierendes Hormon (LH)

LH

LH (luteinisierendes Hormon) regelt und stimuliert zusammen mit FSH synergistisch das Wachstum und die Funktion der Gonaden (Ovarien und Hoden).5 LH gehört zur Familie der Gonadotropine, die innerhalb des Kontrollsystems zwischen Hypothalamus, Hypophysenvorderlappen und Ovar zur Steuerung des Menstruationszyklus dienen.6,7 Bei Frauen sind die LH-Konzentrationen in der Zyklusmitte stark erhöht, was den Eisprung und die Bildung des Corpus luteum auslöst. Bei Männern stimuliert LH die Testosteron-Produktion. Die Bestimmung der LH-Konzentration dient der Aufklärung von Funktionsstörungen innerhalb der Achse Hypothalamus-Hypophyse-Gonaden. In Verbindung mit FSH wird LH auch zur Untersuchung kongenitaler Erkrankungen mit chromosomalen Aberrationen, polyzystischer Ovarien, zur Ursachenabklärung der Amenorrhoe und dem klimakterischen Syndrom, eingesetzt.5,7,9 Bei Männern wird LH bei Verdacht auf Insuffizienz der Leydig-Zellen bestimmt.

Elecsys® LH
Elecsys® LH Testprinzip PDF 1,0 MB

 

Estradiol

Estradiol  

Estradiol

Östrogene sind verantwortlich für die Entwicklung der sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale. Zusammen mit den Gestagenen steuern sie alle wesentlichen Vorgänge der Reproduktion der Frau. Östrogene werden vor allem im Ovar (Follikel, Corpus luteum), aber auch in kleinen Mengen im Hoden und in der Nebennierenrinde gebildet. Während der Schwangerschaft werden Östrogene hauptsächlich in der Plazenta gebildet. Die Estradiol-(E2-)Bestimmung findet klinische Anwendung in Abklärung von Fertilitätsstörungen im Bereich der Achse Hypothalamus-Hypophyse-Gonaden, bei östrogenproduzierenden Ovarial- und Hodentumoren, bei Gynäkomastie und bei Hyperplasien der Nebennierenrinde. Weitere klinische Indikationen sind die Überwachung von Fertilitätstherapien und die Bestimmung des Ovulationszeitpunktes im Rahmen der In-vitro-Fertilisation (IVF).5,10,11

Elecsys® Estradiol III
Elecsys® Estradiol III Testprinzip PDF 1,1 MB

 

Progesteron

Progesteron

Progesteron

Progesteron löst vor der Schwangerschaft die Umwandlung der Uterusschleimhaut in ein drüsenreiches Gewebe aus, um die Einnistung der befruchteten Eizelle vorzubereiten. Während der Schwangerschaft hemmt Progesteron die Kontraktion des Uterusmuskels. In der Brustdrüse fördert Progesteron zusammen mit Östrogen die Proliferations- und Sekretionsbereitschaft der Alveolen.5,12 Progesteron wird vorwiegend in den Zellen des Gelbkörpers und während der Schwangerschaft in der Plazenta gebildet. Die Progesteronkonzentration korreliert mit der Entwicklung und Rückbildung des Corpus luteum. Ein Progesteronanstieg ist ein Tag vor der Ovulation zu beobachten und die Konzentration bleibt während der Lutealphase des weiblichen Zyklus erhöht.5 Klinisch wird die Bestimmung von Progesteron zum Ovulationsnachweis und zur Beurteilung der Lutealphase während des Zyklus eingesetzt.13

Elecsys® Progesteron III
Elecsys® Progesteron III Testprinzip PDF 1,0 MB

HCG / HCG + β

Humanes Choriongonadotropin (HCG) /  HCG + β

HCG

Humanes Choriongonadotropin (hCG) wird im Verlauf der Schwangerschaft in der Plazenta gebildet und dient dem Erhalt des Corpus luteum. Es beeinflusst ausserdem die Steroidproduktion. HCG setzt sich aus mehreren Isohormonen zusammen. Im Serum von Schwangeren befindet sich vorwiegend intaktes hCG.14-16 Durch Bestimmung der hCG-Konzentration kann eine Schwangerschaft bereits eine Woche nach der Empfängnis festgestellt werden. Ausserdem sind erhöhte Werte in der Schwangerschaft ein Hinweis auf Mehrlingsschwangerschaft, Blasenmole oder Chorionkarzinom, während erniedrigte Werte auf drohenden oder verhaltenen Abort, ektopische Schwangerschaft, Gestose oder Fruchttod hindeuten.14-16 Im zweiten Schwangerschaftstrimester wird die hCG+β- Bestimmung zusammen mit anderen Parametern auch zur Risikobewertung für Trisomie 21 (Down-Syndrom) verwendet.14,15,17 Erhöhte hCG+β-Konzentrationen bei nicht schwangeren Frauen sowie bei Männern können zur Diagnose verschiedener Tumoren von Keimzellen, Ovarien, Hoden, Blase, Pankreas, Magen, Lunge und Leber herangezogen werden.15,18,19

Elecsys® HCG+β
Elecsys® HCG+β Testprinzip PDF 1,1 MB

 

Individualisierte Kinderwunschbehandlung

Individualisierte Kinderwunschbehandlung

Frauen, die sich einer Kinderwunschbehandlung unterziehen, können nun individualisiert behandelt werden. Elecsys® AMH Plus erlaubt die Vorhersage der Reaktion auf eine kontrollierte ovarielle Stimulation und kann zur Festlegung der individuellen Medikamentendosis von Follitropin Delta (Ferring) verwendet werden. Dadurch lässt sich eine Unter bzw. Überdosierung verhindern.20

Weitere Informationen dazu erhalten Sie in der offiziellen Pressemitteilung sowie auf den Seiten der Ferring Arzneimittel GmbH.

Lesen Sie auch den Artikel zur personalisierten Kinderwunschbehandlung in der Diagnostik im Dialog.




Referenzen

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  2. Visser, J.A., Themmen, A.P. (2005). Mol Cell Endocrinol; 234(1-2):81–6.
  3. La Marca, A., Volpe, A. (2007). Hum Reprod Update; 13(3):265–73.
  4. Elecsys® AMH Plus Packungsbeilage 2016 fur cobas e Analyzer (Roche)
  5. Johnson, M.R., Carter, G., Grint, C., Lightman, S.L. (1993). Acta Endocrinol 129, 121 – 125.
  6. Beastall, G.H., Ferguson, K.M., O’Reilly, D.S.J., Seth, J., Sheridan, B. (1987). Ann Clin Biochem 24, 246 – 262.
  7. Broekmans, F.J., Soules, M.R., Fauser, B.C. (2009). Endocr Rev 30, 465 – 493.
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  10. Lichtenberg, V., Schulte-Baukloh, A., Lindner, C., Braendle, W. (1992). Lab Med 16, 412–416.
  11. Kronenberg, H.M., Melmed, S., Polonsky, K.S., Larsen, R.P. eds. (2008). Williams Textbook of Endocrinology. 11th ed. Philadelphia, Saunders/Elsevier.
  12. Gellersen, B., Fernandes, M.S., Brosens, J.J. (2009). Hum Reprod Update 15, 119-138.
  13. Guillaume, J., Benjamin, F., Sicuranza, B., Wang, C.F., Garcia, A., Friberg, J. (1987). Surg Gynecol Obstet 165, 9-12.
  14. Cole, L.A. (1997). Clin Chem 43, 2233 – 2243.
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  16. Cole, L.A., (2010). Reprod Biol Endocrinol 8, 102 – 115.
  17. Schlebusch, H. (1998). Clinical laboratory diagnosis, 1st English edition. Frankfurt, TH-Books, 1124 – 1125.
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  19. Marcillac, I., et al. (1992). Cancer Res 52, 3901 – 3907.
  20. Elecsys® AMH Plus Packungsbeilage 2016 fur cobas e Analyzer (Roche).