Knochenstoffwechsel-Teaser-Roche

Knochenstoffwechsel

Unter Knochenstoffwechsel versteht man biologische Prozesse, die am Umbau der Knochensubstanz beteiligt sind. Entsprechende Biomarker sind ein wichtiger Bestandteil der Diagnose und Verlaufskontrolle einer Vielzahl von Krankheiten mit Beteiligung der Knochen.

Basisdiagnostik

Basisdiagnostik

Basisdiagnostik
Bei der Basisdiagnostik einer Vielzahl von Erkrankungen wird der Calcium- und Phosphatgehalt im Blut bestimmt. Calcium ist das im Körper am häufigsten vorkommende Mineral. Das nicht in den Knochen gebundene Calcium (etwa 1 %) spielt für viele lebenswichtige Prozesse eine entscheidende Rolle, z.B. bei der Blutgerinnung, der neuromuskulären Erregungsleitung und der Erregung der Skelett- und Herzmuskulatur.1,2 Auch 88 % des körpereigenen Phosphors befinden sich in den Knochen als Calciumphosphat. Ein Anstieg des Phosphorspiegels verursacht einen Abfall des Calciumspiegels und kann durch eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hypoparathyreoidismus), Vitamin-D-Intoxikation und Niereninsuffizienz ausgelöst werden.2-4 Eine zuverlässige Bestimmung des Calcium- und Phosphatspiegels ist deshalb für die tägliche Laborroutine essentiell.

Calcium Gen. 2
Calcium Gen. 2 Testprinzip PDF 1,1 MB

Osteoporose

Osteoporose

Osteoporose
Bei der Osteoporose (auch Knochenschwund genannt) ist der Knochenstoffwechsel aus dem Gleichgewicht geraten. Der Abbau des Knochens ist höher als der Aufbau, wodurch der Knochen porös wird und seine Stabilität verliert. Häufig erkranken Frauen nach der Menopause in Folge eines Rückganges der Östrogen-Produktion. Die Ursachen der Osteoporose können jedoch sehr unterschiedlich sein. Für die Diagnose und das Therapiemonitoring einer Osteoporose werden eine Reihe von Knochenmarkern bestimmt. Der Marker ß-CrossLaps (CTx) zeigt an, wie hoch die Abbaurate des Knochens ist.5 Die Bestimmung von Gesamt-P1NP dient zur Therapieüberwachung post-menopausaler Frauen, bei deinen eine Osteoporose diagnostiziert wurde6,7 und findet außerdem Anwendung bei Patienten mit Morbus Paget (Osteodystrophia deformans).8 Das Parathormon (PTH) aktiviert die Calcium-Phosphat-Mobilisierung aus dem Knochengewebe und ist daher ebenfalls ein wichtiger Marker in der Diagnose der Osteoporose.9 Außerdem wird Osteocalcin, das wichtigste nicht‑kollagene Protein der Knochenmatrix zur Therapieeffizienzkontrolle von Antiresorptiva eingesetzt.10-12

Osteoporose Patienteninformation

Ansprechen auf die Osteoporosetherapie

Vitamin D Mangel

Vitamin D Mangel

Vitamin-D-Mangel

Vitamin D  ist wichtig für die Knochengesundheit. Ein Mangel ist gerade in unseren Breitengraden häufig: Im Winter liegen etwa 60 % der Bevölkerung und im Sommer 40 % unter der empfohlenen Mindestkonzentration im Blut von 20 ng/mL.13 In diesen Fällen führt eine Supplementation zur Reduktion der Fraktur- und Mortalitätsrate z.B. bei Stürzen. Mit Elecsys® Vitamin D total kann ein Mangel rechtzeitig erkannt und ein Therapieverlauf effektiv kontrolliert werden.14

Vitamin D
Unterstützung für Knochen, Muskeln und Herz

Elecsys® Vitamin D total
Elecsys® Vitamin D total Informationen PDF 1,3 MB
Elecsys® Vitamin D total Testprinzip PDF 1,1 MB

Referenzen

  1. Endres DB, Rude RK. Mineral and Bone Metabolism. In: Burtis CA, Ashwood ER, Bruns DE, ed. Tietz Textbook of Clinical Chemistry and Molecular Diagnostics, 4th ed. St. Louis (MO): Saunders Elsevier 2006:1891-1965.
  2. Külpmann WR, Stummvoll HK, Lehmann P. Elektrolyte, Klinik und Labor. Heidelberg: Verlag Klinisches Labor 1993.
  3. Tietz NW, ed. Fundamentals of Clinical Chemistry Philadelphia, PA: WB Saunders Company 1976;901.
  4. Fiske CH, Subbarow Y. The colorimetric determination of phosphorus. J Biol Chem 1925;66:375-400.
  5. Bonde M, Qvist P, Fledelius C, et al. Applications of an Enzyme Immunoassay for a New Marker of Bone Resorption (CrossLaps): Follow-up on Hormone Replacement Therapy and Osteoporosis Risk Assessment. J Clin Endocrinol Metab 1995;80:864-868.
  6. Fink E, Cormier C, Steinmetz P, et al. Differences in the capacity of several biochemical bone markers to assess high bone turnover in early menopause and response to alendronate therapy. Osteoporos Int 2000;11(4):295-303
  7. Garnero P, Stevens RE, Ayres SA, et al. Short-term effects of new synthetic conjugated estrogens on biochemical markers of bone turnover. J Clin Pharmacol 2002;42(3):290-296.
  8. Alvarez L, Guanabens N, Peris P, et al. Usefulness of biochemical markers of bone turnover in assessing response to treatment of Paget’s disease. Bone 2001;29(5):447-452.
  9. Thomas, L. (1998). Parathyroid hormone (PTH). Clinical Laboratory Diagnosis. TH-Books, Frankfurt. 1st English edition: 248-250.
  10. Garnero P, Delmas PD. New Developments in Biological Markers for Osteoporosis. Calcif Tissue Int 1996;59(1):2-9.
  11. Rosenquist C, Qvist P, Bjarnason N, et al. Measurement of a More Stable Region of Osteocalcin in Serum by ELISA with Two Monoclonal Antibodies. Clin Chem 1995;41(10):1439-1445.
  12. Epstein S. Bone-Derived Proteins. Trends Endocrinol Metab 1989;1:9-14.
  13. Hintzpeter et al. Vitamin D status and health correlates among German adults European Journal of Clinical Nutrition 2008;62:1079-1089
  14. Packungsbeilage Elecsys® Vitamin D total
  15. Packungsbeilage Elecsys® hGH