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Foundation One


Was ist Foundation One?

Foundation One bietet eine individuelle Tumor­analyse sowie Interpretation der Analyse im klinischen Kontext und unterstützt so den Arzt bei der Therapieentscheidung. Onkologen können mit Foundation One die Tumor DNA ihrer Patienten analysieren lassen. Mehr als 300 bei Krebserkrankungen häufig veränderte Gene werden sequenziert, um so genannte genetische Alterationen zu identifizieren. Auf Basis dieses Wissens recherchieren hochqualifizierte medizinische Wissenschaftler  Behandlungsmöglichkeiten, die der Onkologe unter Berücksichtigung des Gesamtbildes des Patienten in die Therapie­entscheidungsfindung mit einfließen lassen kann. Hierzu zählen sowohl zugelassene Therapien bei der Krebsart, als auch Therapien, die für andere Tumorarten zugelassen sind sowie Informationen zu klinischen Studien, für die sich der Patient eignet. Die Ergebnisse der Analysen, verfügbare Informationen zu Therapien und klinischen Studien werden in einem Report zusammengefasst und an den behandelnden Arzt übermittelt.

Wie nutzt Foundation One molekulare Information?

Krebs ist nicht gleich Krebs: Ob eine Erkrankung auftritt und wie sich ein Tumor entwickelt, ist von Mensch zu Mensch und von Tumor zu Tumor unterschiedlich. Ursache dieser großen Variabilität sind die molekularen Veränderungen in Tumorzellen. Auf der Spurensuche nach diesen Veränderungen durchforstet Foundation One die Tumor DNA. Mehr als 300 krebsspezifischen Gene werden analysiert. Das Wissen um die genetischen Veränderungen, die bei dem jeweiligen Patienten  potentiell an der Tumorentstehung beteiligt sind, kann helfen Behandlungsmöglichkeiten gezielt einzusetzen.

Welchen Nutzen haben Arzt und Patient?

Foundation One bietet Onkologen Unterstützung bei der Therapieauswahl, indem sie individuelle, tumorspezifische Informationen erhalten und dadurch die Behandlung ihrer Patienten noch präziser personalisieren können. Es dient ihnen als Werkzeug, die Diagnose mit Hilfe aktuellster molekularer Informationen und Evidenz präzisiert auf den individuellen Krebs des Patienten in den klinischen Kontext zu setzen. Eine Vielzahl von typischerweise bei Krebserkrankungen veränderten Genorten wird untersucht. Dadurch wird festgestellt, welche molekularen Veränderungen in dem Tumorgewebe vorhanden sind. Personalisierte Therapie erreicht dadurch eine neue Dimension: Denn Onkologen können diese genomischen Veränderungen mit relevanten zielgerichteten Therapieoptionen in ihre Entscheidungsfindung mit einfließen lassen, um die wirksamste und verträglichste Therapieoption für ihren Patienten zu wählen.

Warum kooperiert Roche mit Foundation Medicine?

Das US-amerikanische Unternehmen Foundation Medicine ist ein Pionier der molekularen Information. Die besondere Expertise von Foundation Medicine ist es, die Veränderungen im Tumorgenom von Krebspatienten  bis auf die molekulare Ebene hin zu erkennen. Foundation Medicine wurde im Jahr 2010 in Cambridge/Massachusetts (USA) gegründet. Seit April 2015 ist Roche mit 56,3 % Mehrheitsaktionär bei Foundation Medicine. 

Roche hat früh erkannt, dass personalisierte Medizin in der Behandlung von Krebs ein außerordentliches Potenzial besitzt.  Dank immenser Fortschritte in der Molekularbiologie haben sich in den vergangenen Jahren in der Diagnose und Therapie von Krebs neue Perspektiven eröffnet. Ziel der Zusammenarbeit von Roche mit Foundation Medicine ist es, dieses molekularbiologische Wissen zu nutzen, um eine neue Dimension der personalisierten Medizin zu erreichen. Das Entziffern spezifischer Gene, die bekanntermaßen die Tumorentstehung beeinflussen, bringt an den Tag, wo mögliche Schaltstellen der Entartung liegen. Dies eröffnet die Möglichkeit, das Wachstum des Tumors gezielt einzuschränken oder zu stoppen. Die Partnerschaft zwischen Roche und Foundation Medicine ist damit eine Investition in die zukünftige Behandlung von Krebs sowie in die Zukunft der Krebsforschung.

Was sind die Herausforderungen und Chancen der Zusammenarbeit?

Auch wenn sich im individuellen Fall durch Genomanalysen spezielle Veränderungen aufzeigen lassen, bedeutet das nicht immer, dass bereits Therapeutika verfügbar sind, die gezielt diese Mutationen beeinflussen können. Das Wissen um potenzielle molekulare Veränderungen in Tumorzellen kann aber die Basis für die Entwicklung weiterer innovativer Krebsmedikamente sein. Auch wenn zum heutigen Tag nicht alle Krebspatienten von den modernen Konzepten der Krebsmedizin profitieren können, gibt es die berechtigte Hoffnung, dass die Zahl der Tumorpatienten, die von einer zielgerichteten Therapie profitieren, stetig zunimmt. Denn die Kenntnis der molekularen Veränderungen ist ein wichtiger Motor, um weitere zielgerichtete Krebsmedikamente zu entwickeln. Strategische Kooperationen wie die Partnerschaft von Roche und Foundation Medicine leisten hier einen wichtigen Beitrag.