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Krankenhauskeime schneller identifizieren

Roche bringt MRSA/SA-Test für cobas Liat System auf den deutschen Markt

Keime, mit denen sich Patienten im Krankenhaus infizieren, sind in Deutschland seit Jahren ein Problem. Besonders häufig sind der Erreger Staphylococcus aureus (SA) und seine methicillinresistente Variante MRSA. Die kontinuierliche Überwachung ist in den meisten Gesundheitseinrichtungen daher unverzichtbar geworden, um solche Infektionen oder gar Ausbrüche einzudämmen. Um die Ausbreitung resistenter Keime durch effiziente Hygienemaßnahmen zu reduzieren, bedarf es einer schnellen Identifizierung asymptomatischer MRSA-Träger. Der neue cobas Liat MRSA/SA-Nukleinsäuretest von Roche ermöglicht zuverlässig den qualitativen Nachweis und die Differenzierung von MRSA/SA innerhalb von 30 Minuten und ist ab sofort in Deutschland verfügbar.

In Europa sind schätzungsweise mehr als 150.000 Personen pro Jahr von MRSA-Infektionen betroffen1, in Deutschland sind es etwa 11.000 Patienten.2 Dies führt in Europa zu über einer Million an zusätzlichen stationären Verweiltagen im Krankenhaus mit Zusatzkosten von 380 Millionen Euro.3 Chirurgische Wundinfektionen, beatmungsassoziierte Pneumonien und Blutinfektionen durch MRSA/SA-besiedelte zentrale Venenkatheter sind häufige Erscheinungsformen der Infektionen. Besonders in der Notaufnahme, Intensivstation oder Chirurgie haben Testzeiten von mehreren Tagen (Kultur) versus Minuten (cobas Liat System) erhebliche Auswirkungen auf die Effizienz von Hygienemaßnahmen und OP-Vorbereitungen. Der cobas Liat MRSA/SA Test überzeugt hier nicht nur durch Schnelligkeit, sondern auch durch Ergebnissicherheit. Eine hohe Spezifität und Sensitivität, die Erfassung zahlreicher MRSA-Subtypen, einschließlich der mecC-Variante, als auch das Kontrollkonzept und die Kontaminationsprävention durch AmpErase sorgen für verlässliche Ergebnisse. 

Um potenzielle MRSA/SA-Träger im Krankenhaus zu erkennen, werden beim cobas Liat-Test Nasenabstriche genommen und ohne weitere Vorbehandlung in das Reaktionsgefäß überführt. Im Gegensatz zur Durchlaufzeit von mehreren Tagen bei Kulturtests liefert das neue System innerhalb von 30 Minuten ein validiertes Ergebnis.4 „Um das Problem von Krankenhausinfektionen in den Griff zu bekommen, ist die schnelle Identifikationen von kolonisierten Patienten unerlässlich“, sagt Dr. Thomas Schinecker, Geschäftsführer der Roche Diagnostics Deutschland GmbH. „Dank der kurzen Durchlaufzeit des cobas Liat MRSA/SA-Tests können Ärzte früh und effizient Hygienemaßnahmen einleiten und so die Verbreitung von Infektionen eindämmen. Das schützt die Patienten und entlastet zugleich das Gesundheitssystem.“

Über das cobas Liat System

Das cobas Liat System – lab in a tube - hält in einem innovativen Format kleiner Reaktionskammern alle erforderlichen Reagenzien ready-to-use vor. Ist das Probenmaterial in das Liat-Tube überführt, erfolgen alle Schritte der Nukleinsäureisolierung und Real-time PCR bis zur Ergebnisvalidierung vollautomatisiert in einem geschlossenen System. Dieses Testverfahren vereinfacht Arbeitsabläufe und ermöglicht es medizinischem Fachpersonal, molekulare Tests in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens mit minimaler Schulung schnell und zuverlässig durchzuführen. Ergebnisse liegen innerhalb von 15 bis 30 Minuten vor (abhängig vom Parameter) und helfen bei Entscheidungen zu Behandlungs- oder Hygienemaßnahmen. Der MRSA/SA-Test für das cobas Liat System ist CE-IVD-markiert und gilt mit einer Testzeit von 30 Minuten4 aktuell als schnellster am Markt verfügbarer PCR-Test auf MRSA/SA.

Zum aktuellen Portfolio gehören neben dem MRSA/SA-Test die Parameter Cdiff (Clostridium difficile), Strep A (Streptococcus pyogenes), Influenza A/B und Influenza A/B & RSV (Respiratory-Syncytial-Virus). Tests zum Nachweis weiterer Infektionserreger sind in der Entwicklung.

Über Roche

Roche beschäftigt in Deutschland rund 15.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Die großen operativen Gesellschaften sind an den drei Standorten in Grenzach-Wyhlen (Roche Pharma AG), Mannheim (Roche Diagnostics GmbH, Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Roche Diabetes Care GmbH sowie Roche Diabetes Care Deutschland GmbH) und Penzberg (Biotechnologie-Kompetenzzentrum, Roche Diagnostics GmbH) vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics: von Forschung und Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahrnimmt. Roche bekennt sich klar zu den deutschen Standorten und hat in den letzten fünf Jahren in diese über 2 Milliarden Euro investiert. Weitere Informationen zu Roche in Deutschland finden Sie unter www.roche.de.

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

Referenzen

  1. Köck R, Becker K, Cookson B, van Gemert-Pijnen JE, Harbarth S, Kluytmans J, Mielke M, Peters G, Skov RL, Struelens MJ, Tacconelli E, Navarro Torné A, Witte W, Friedrich AW. Methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA): burden of disease and control challenges in Europe. Euro Surveill. 2010;15(41): pii=19688.
  2. Bundesinstitut für Risikobewertung, www.bfr.de; Fragen und Antworten zu MRSA, Nov 2014.
  3. Köck R, Becker K, Cookson B, van Gemert-Pijnen JE, Harbarth S, Kluytmans J, Mielke M, Peters G, Skov RL, Struelens MJ, Tacconelli E, Witte W, Friedrich AW. Systematic literature analysis and review of targeted preventive measures to limit healthcare-associated infections by meticillin-resistant Staphylococcus aureus. Euro Surveill. 2014;19(29): pii=20860.
  4. Packungsbeilage cobas® Liat® MRSA/SA Test.

Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:

Roche Diagnostics Deutschland GmbH
Maren Schulz
Head of Communications
Sandhofer Straße 116
68305 Mannheim
Tel.: +49-(0)621-759 5484
E-Mail:
 
 


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