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Flüchtlingshilfe bei
Roche in Deutschland

Roche-Mitarbeitende in Deutschland engagieren sich seit über einem Jahr in der Initiative „Aus Fremden werden Freunde“. Das Ziel: Flüchtlinge willkommen heißen und ihnen den Start in der neuen Heimat erleichtern. Ein weiterer wichtiger Aspekt für eine gelungene Integration ist Arbeit.

Arbeitsplätze als Schlüssel der Integration

Durch verschiedene Einstiegsmöglichkeiten will Roche Flüchtlingen den ersten Schritt in den deutschen Arbeitsmarkt ermöglichen. Gerade im Hinblick auf Diversity und Inclusion ist es ein Gewinn für das Unternehmen, mit Menschen aus fremden Kulturen zusammenzuarbeiten und uns gemeinsam mit ihnen zu entwickeln. 

Einige Flüchtlinge werden derzeit in Hospitationen, Praktika und Berufsvorbereitungen beschäftigt.  Die Arbeitsbereiche sind dabei ganz unterschiedlich. In Absprache mit ihren Vorgesetzten entscheiden sich Mitarbeitende freiwillig für eine Betreuung in ihrer Abteilung.

Drei von ihnen erzählen ihre Geschichte.

Muhammad Siraj - „Das wichtigste in meinem Leben ist ganz einfach mein Leben selbst.“

Muhammad Siraj ist 27 Jahre alt und hat ein vierwöchiges Praktikum bei der Roche Pharma AG in Grenzach absolviert.

Muhammad Siraj
Muhammad Siraj und Betreuerin Angela Wassmer

Herr Siraj, wieso sind Sie nach Deutschland gekommen?

„Ich komme aus Pakistan. Meine Heimat ist der Norden – das Grenzgebiet zu Afghanistan. Vielleicht kennen Sie die Friedensnobelpreisträgerin Malala? Sie stammt auch aus meiner Region. Dort ist es sehr gefährlich. Die Taliban wüten schon seit Jahrzenten. Ich musste meine Heimat verlassen, weil ich als Übersetzer für die amerikanische ISAF Mission Morddrohungen von den Terroristen erhalten habe. Ich lebe nun seit September letzen Jahres in Grenzach.“

Ist Ihre Familie noch dort?
„Leider ja.  Mein Vater arbeitete als Sprecher für die Region und war sehr aktiv im Kampf gegen den Terrorismus. Als mein Bruder jedoch entführt und getötet wurde, eskalierte die Situation und ich entschied mich, das Land zu verlassen. Seitdem lässt die Taliban mich und meine Familie in Ruhe. Ich bin trotzdem stets in Sorge.“

Haben Sie denn viel Kontakt in Ihre Heimat? Und wie gestaltet sich Ihr Alltag in Deutschland?
Manchmal telefoniere ich mit meiner Familie. Auch hier habe ich Freunde aus Pakistan. Wir kochen zusammen – gerne auch deutsche Gerichte. Außerdem übe ich  fleißig Deutsch. Mittlerweile helfe ich auch anderen Einwanderern beim Lernen. Ich nutze dazu zum Beispiel Serien, die ich auf YouTube gefunden habe.

Was genau machen Sie bei Roche? War es schwierig sich einzugewöhnen?
Ich habe einen Masterabschluss und bin spezialisiert auf Finanzen. Bei Roche mache ich nun ein vier-wöchiges Praktikum in mehreren Stationen. Es ist schon alles sehr anders als zu Hause, aber da ich ja bereits in der Vergangenheit internationale Erfahrungen sammeln konnte, finde ich mich in einem globalen Unternehmen wie Roche doch ganz gut zurecht.

Was war denn Ihr erster Eindruck von Roche?
Die Ausbildung ist sehr praktisch und nicht nur aus Büchern. In Pakistan lief alles sehr theoretisch ab. Bei Roche bekomme ich gleich Aufgaben, die ich selbstständig lösen darf. Das finde ich klasse, denn so lerne ich auch noch viele neue Dinge dazu. Darüber hinaus ist alles auf dem neuesten Stand und fortschrittlich. Das beeindruckt mich!

Und wie kommen Sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen zurecht?
Generell habe ich den Eindruck, dass Deutschland ein sehr herzliches Land ist. Niemand diskriminierte mich aufgrund meiner Herkunft. Ich wurde überall mit Respekt und offenen Armen empfangen. Meine Kollegen und Kolleginnen sind sehr professionell und sehr qualifiziert. Von Ihrem Wissen kann ich nur profitieren.

Eine letzte Frage noch Herr Siraj: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Das wichtigste in meinem Leben ist ganz einfach mein Leben selbst. In Deutschland bin ich nun in Sicherheit und muss mich nicht vor Drohungen der Terroristen fürchten. Hier kann ich frei sein und das bedeutet auch Frieden für meine Familie. Natürlich vermisse ich das Land meiner Kindheit, aber Deutschland ist jetzt meine zweite und letzte Heimat.

Fotograf: Oliver Welti
Interview: Christine Zimmer

Mujahid Ahmed - „Ein Leben ist nicht lebenswert, wenn man die ganze Zeit zu Hause bleiben muss.“

Mujahid Ahmed ist 19 Jahre alt und absolviert eine Berufseinstiegsqualifizierung im Ausbildungszentrum am Standort Mannheim.

Mujahid Ahmed
Mujahid Ahmed und Betreuerin Marina Bergbold

Herr Ahmed, Sie sind jetzt 19 Jahre alt. Sind Sie ganz alleine nach Deutschland gekommen?
Ja, ich kam vor 3 Jahren ohne meine Familie aus Pakistan nach Mannheim. Ich hatte in meiner Heimat sehr viele Probleme und konnte dort unmöglich bleiben. Hier kümmert sich ein Betreuer um mich und ich konnte die Schule und Sprachkurse besuchen.

Welche Schule haben Sie denn besucht?
Ich war auf der Hauptschule und habe auch meinen Abschluss gemacht. Als nächstes mache ich den Realschulabschluss. Mein Ziel ist es, ab September eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement zu machen.

Ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach ist als Minderjähriger in einem fremden Land zu leben? Wie gestaltet sich Ihr Alltag?
Es ist natürlich schwierig ohne Eltern; vor allem in einer ganz anderen Kultur, einem ganz anderen System und fehlenden Sprachkenntnissen. Hier hatte ich schwere Zeiten, aber ich bin froh aus ihnen gelernt zu haben. Sie haben mich im Leben weitergebracht.   

Wie meinen Sie das?
In Deutschland gibt es viele Chancen etwas zu lernen und weiterzukommen. Man muss jedoch Gas geben und fleißig sein, um sein Ziel zu erreichen. Das ist nicht immer leicht. Wichtig ist außerdem, dass man viel erlebt. Ein Leben ist nicht lebenswert, wenn man die ganze Zeit zu Hause bleiben muss. In Pakistan war ich sehr eingeschränkt in meiner Freiheit. Hier sind die Leute alle gleich und jeder hat das Recht, seine Meinung zu sagen.

Ist ihre Tätigkeit bei Roche eine solche Chance?
Ja, ich lerne sehr viel dazu, denn hier herrscht eine Atmosphäre, in der man Fehler machen darf. Das ist sehr wichtig für mich, denn nur so kann ich mich stetig verbessern. Wenn ich eine Frage habe, darf ich immer nachfragen – auch hundert Mal. Alle haben Respekt für mich und für das was ich leiste.

Können Sie mir mehr von Ihrer Arbeit bei Roche erzählen?
Ich mache bis August ein 6-monatiges Einstiegsqualifizierungsjahr in der Ausbildungsabteilung. Dort unterstütze ich meine Betreuerin Marina Bergbold beim Recruiting.

Und wenn Sie nicht gerade bei Roche sind: Wie gestalten Sie Ihre Freizeit in Mannheim?
Meine Freunde und ich erkunden gerne unsere neue Heimat. Wir waren schon im Schwarzwald und am Bodensee. Es gefällt mir zu sehen, wie Menschen anderswo leben.

Jetzt haben wir viel darüber gesprochen, was Sie schon erlebt haben. Aber was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Ich möchte auf eigenen Füßen stehen. Das heißt einen Beruf erlernen, mich in Deutschland integrieren und vor allem nicht das Gefühl haben, als hätte ich etwas verpasst. Dafür kämpfe ich jeden Tag.

Fotograf: Thomas Kauffelt
Interview: Christine Zimmer.

Zakiya Sulaymann – „Ich fühle mich in Deutschland zuhause“

Zakiya Sulaymann ist 41 Jahre als und absolviert ein Praktikum bei Roche Diagnostics in Penzberg. 

Zakiya Sulaymann bei der Arbeit
Zakiya Sulaymann und ihre Betreuerin Dr. Torres-Nagel

Frau Sulaymann, wie geht es Ihnen nach der Flucht aus Syrien?

Wir fühlen uns in Deutschland mittlerweile sehr wohl und haben uns gut eingelebt. 2014 sind wir über die Türkei und Bulgarien nach Deutschland gekommen und leben nun seit zwei Jahren in Bad Tölz, meine Kinder gehen hier zur Schule und in den Kindergarten . Sie haben viele deutsche Freunde und sprechen mittlerweile besser Deutsch als Arabisch. Mein Mann ist Apotheker und hat zuerst einen Aushilfsjob in einer Firma hier in der Gegend gehabt, jetzt hat er aber einen festen Arbeitsvertrag bekommen. Ich mache ein Praktikum hier bei Roche und gebe einen Arabisch-Kurs in der Schule meiner Kinder. Wir brauchen keine Unterstützung mehr vom Staat, was uns sehr freut.

Haben Sie noch Kontakt in Ihre Heimat?

Ja ein wenig. Meine Familie lebt nicht mehr in Syrien. Sie ist derzeit auch auf der Flucht im Libanon und in der Türkei, aber die Familie meines Mannes ist noch in Syrien. Die Situation dort ist sehr schwierig und gefährlich und wir sind in Gedanken immer bei ihnen.

Wie gestaltet sich Ihr Leben hier in Deutschland?

Wir sind sehr glücklich in Deutschland, meinen Kindern geht es gut und wir haben viele Freunde hier gefunden, unter ihnen auch viele Deutsche. Deutschland ist mittlerweile wie ein zweites Zuhause. Die Menschen hier sind sehr nett und immer freundlich. Das hat uns geholfen, hier zu Recht zu kommen. Ich fühle mich hier sehr wohl.

Was genau machen Sie bei Roche? War es schwierig sich einzugewöhnen?

Ich arbeite in der Entwicklung von molekularen Antikörpern in Penzberg. Vieles ist für mich ganz neu, das macht es mir manchmal nicht so einfach, aber ich werde bei Roche immer unterstützt und angeleitet, das macht es jeden Tag ein bisschen leichter. So langsam bekomme ich auch Routine bei der Arbeit. Ich freue mich wirklich sehr, dass ich diese Chance bekommen habe. Ich habe in Syrien Biologie studiert und in einem Pharmaunternehmen gearbeitet, im mikrobiologischen Kontrolllabor für Arzneimittel. Mein Studium  ist aber schon lange her und es gibt so viel Neues zu lernen. Das ist eine tolle Chance für mich.


Wie war Ihr erster Eindruck von Roche? Wie sind Sie aufgenommen worden?

Roche ist ein tolles Unternehmen. Die Arbeit ist interessant und meine Kolleginnen und Kollegen sind nett, freundlich und hilfsbereit, ebenso meine Chefs. Gerade meine Betreuerin, Frau Dr. Torres-Nagel, hat viel Geduld mit mir und erklärt mir alles. Meiner Meinung nach, ist Roche eine tolle Firma. Ich würde mir wünschen, noch eine Hospitanz im Ausbildungsbereich zu machen, um neue Methoden in der Biologie zu erlernen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich bin froh, dass meine Familie und ich in Deutschland sein können und wir uns nach und nach ein neues Leben aufbauen. Die endgültige Entscheidung, ob wir tatsächlich hier bleiben können, ist allerdings noch nicht gefallen. Leider ist unser Asylantrag abgelehnt worden und wir können jederzeit nach Bulgarien geschickt werden. Wir sind momentan hier in Sicherheit, aber wir leben mit der Angst, dass wir unser zweites Zuhause wieder verlassen müssen.

Fotograph: Nadine Weinmann

Interview: Lisa Knoll 

Mahdi Ahmadi - „Roche motiviert mich jeden Tag meine Arbeit bestmöglich zu erledigen.“

Mahdi Ahmadi ist 26 Jahre alt und bereits seit April 2016 Mitarbeiter bei Roche. Zurzeit absolviert er ein Praktikum in den Bereichen Pharma Biotech (Fermentation) und Diagnostik Operation (Enzym Produktion) am Standort Penzberg – und ist gespannt auf seine Ausbildung als Chemielaborant, die er im September beginnt.

Sigridur Valgeirsdottir ist Abteilungsleiterin in Pharma Biotech an unserem Standort Penzberg und begleitet Mahdi Ahmadi als Mentorin.

Iyad Abu Madi
Iyad Abu Madi Betreuerin Jana Gaßner

Herr Ahmadi, warum sind Sie nach Deutschland gekommen?
Ursprünglich komme ich aus Afghanistan. Dort war jedoch mein Leben in Gefahr, weshalb ich mich entschied, meine Heimat zu verlassen. Insgesamt war ich drei Monate unterwegs, die Reise war schwierig. Meine Familie musste ich leider zurücklassen. Mittlerweile lebe ich seit eineinhalb Jahren in Deutschland.

Wie gefällt Ihnen Ihre Arbeit bei Roche?
Roche ist ein toller Arbeitgeber, ich bin froh, hier arbeiten zu dürfen. Besonders die gute Zusammenarbeit mit meinen Kollegen motiviert mich, jeden Tag mein Bestes zu geben.

War es schwierig, sich einzugewöhnen?
In Afghanistan habe ich Pharmazie studiert, deswegen fühlte ich mich hier bei Roche in Penzberg sofort gut aufgehoben. Die Eingewöhnung war dank der Unterstützung meiner vielen hilfsbereiten und netten Kollegen gar nicht so schwer. Lediglich die Sprache hat mir am Anfang etwas Probleme bereitet. Mittlerweile ist das aber kaum mehr ein Problem.

Und was machen Sie in Ihrer Freizeit, wenn Sie nicht bei Roche arbeiten?
In meiner Freizeit gehe ich oft spazieren oder mache Sport im Fitnessstudio. Außerdem treffe ich mich gerne mit Freunden und unternehme etwas. Seit dem ich in Deutschland bin, lerne ich intensiv Deutsch. Derzeit besuche ich dreimal die Woche einen Sprachkurs.

Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft?
Ich wünsche mir, dass ich in Deutschland bleiben, meine Ausbildung zum Chemielaboranten abschließen und danach weiterhin bei Roche arbeiten kann.

Frau Valgeirsdottir, Sie sind Mentorin von Herrn Ahmadi. Was ist das Besondere daran, Mentorin eines Flüchtlings zu sein?
Ziel des Mentoren-Programmes ist es, eine berufliche Zukunft für Flüchtlinge zu schaffen. Die Rolle als Mentorin bereitet mir sehr viel Freude. Das Besondere ist, dass wir uns gegenseitig bereichern. Herrn Ahmadis Betreuung und Mentorenschaft ist tatsächlich eine Zusammenarbeit zwischen Pharma Biotech und Diagnostic Operations in Penzberg. Zusammen mit meinem Kollegen aus Pharma- und Diagnostic unterstütze ich Herrn Ahmadi bei seinem Praktikum und fungiere unter anderem auch als Schnittstelle zur Personalabteilung. Er wiederrum hat mir viel über das Leben und die Kultur in Afghanistan beigebracht. Außerdem verstehe ich die Flüchtlingssituation jetzt besser und habe noch einmal bestätigt bekommen, wie wichtig es ist, sich zu engagieren. Auch nach seinem Praktikum wollen wir auf jeden Fall in Kontakt bleiben.

Sie beide waren kürzlich bei einem Dreh für einen TV-Spot der Initiative "Wir zusammen" dabei, richtig? Können Sie mehr darüber erzählen?
Ahmadi:
Ja, der Dreh hat sehr viel Spaß gemacht. Obwohl das Wetter nicht so gut war, war es eine positive Erfahrung. Ich habe viele neue Leute kennengelernt und war außerdem das erste Mal in Berlin, dem Drehort des Spots.

Valgeirsdottir: Mein Highlight war das Treffen und der Austausch mit den anderen bei Roche betreuten Flüchtlingen und ihren ebenfalls angereisten Mentoren von den Standorten Penzberg und Mannheim. Es ist toll zu sehen, dass alle Praktikanten sehr gut Deutsch sprechen, bereits eine gute Ausbildung mitgebracht haben und viel Potential aufweisen.

Fotograf: Maik Kern
Interview: Tamara Walther

Ibrahim Ferik – „Meine Kolleginnen und Kollegen haben von Beginn an dafür gesorgt, dass ich mich wohl fühle. Sie haben mich in das Team integriert und als ein vollwertiges Mitglied behandelt.“

Ibrahim Ferik ist 29 Jahre alt und absolviert derzeit ein drei Monate langes Praktikum bei der Roche PVT GmbH in Waiblingen.

Ibrahim Ferik
Iyad Abu Madi mit Kollege

Herr Ferik, Sie sind im vergangenen November in Deutschland eingetroffen. Seitdem leben Sie in unterschiedlichen Flüchtlingsunterkünften in Baden-Württemberg. Würden Sie uns einen Eindruck von Ihren ersten Monaten, die Sie hier in Deutschland verbracht haben, vermitteln?

„Ich komme aus Aleppo, Syrien. Das liegt im Nord-Westen des Landes. Der Weg war lang und beschwerlich. Dementsprechend bin ich sehr glücklich, dass ich mir in Deutschland nun ein neues Leben aufbauen kann – ein Leben in Sicherheit.

Ich bin Maschinenbauingenieur und konnte mein Studium glücklicherweise noch 2011, vor der Eskalation der Gewalt in meiner Heimat, erfolgreich abschließen. Mit diesem akademischen Hintergrund bin ich natürlich sehr froh darüber, dass man mich nach Baden-Württemberg gebracht hat. Das Land genießt weltweit hohes Ansehen für seine innovative und erfolgreiche Maschinenbauindustrie, die auch mir großartige berufliche Perspektiven und Chancen eröffnet.“

Chancen wie Ihr aktuelles Praktikum bei Roche PVT in Waiblingen?

„Absolut! Kurz nachdem ich in meiner aktuellen Flüchtlingsunterkunft Stuttgart-Plieningen einquartiert wurde, habe ich damit begonnen, mich aktiv nach einem Praktikumsplatz umzusehen, der meinem akademischen und beruflichen Hintergrund entspricht. Es war dann ein Sozialarbeiter der Unterkunft, der auf mich zukam und mich darüber informierte, dass Roche PVT Flüchtlingen die Möglichkeit eröffnet ein Praktikum zu absolvieren und dementsprechend offen gegenüber Bewerbungen von qualifizierten und motivierten Bewerberinnen und Bewerbern ist. Zusammen mit einem Freund habe ich mich daraufhin umgehend an die Überarbeitung meines Lebenslaufs  sowie meiner restlichen Bewerbungsunterlagen gemacht.

Meine Bewerbung war erfolgreich! Ich wurde zu einem Interview eingeladen und bekam bereits kurz danach eine Zusage für ein dreimonatiges Praktikum in der Abteilung Forschung & Entwicklung / Mechanische Entwicklung.“ 

Zeit für eine erste Bilanz: Gefällt Ihnen Ihre Arbeit bei Roche?

„Ja! Die Arbeit macht mir großen Spaß. Meine Aufgaben sind spannend und das Team sehr nett und hilfsbereit. Ich genieße es in einem internationalen Umfeld, mit Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Welt, zu arbeiten. Diese haben von Anbeginn dafür gesorgt, dass ich mich bei Roche PVT  wohl fühle, mich in das Team integriert und als ein vollwertiges Mitglied behandelt.“

Sie leben nun seit neun Monaten in Deutschland. Welche Pläne haben Sie  für Ihre Zukunft?

„Meine Pläne für die Zukunft sind umfangreich und vielschichtig. Zu aller erst wünsche ich mir, meine Familie wiederzusehen, die sich derzeit noch in Aleppo befindet. Darüber hinaus gilt meine oberste Priorität jedoch der Suche nach einem festen Job im Anschluss an mein Praktikum. Selbstverständlich möchte ich mich weiterhin bemühen, meine Deutschkenntnisse zu verbessern. Darüber hinaus hoffe ich, dass ich die Flüchtlingsunterkunft zeitnah verlassen und in eigenes Apartment ziehen kann. 

Ich möchte ein ganz normales Leben führen – so wie früher in Syrien!“

Lesen Sie hier, wie sich Roche-Mitarbeitende in Deutschland für Flüchtlinge einsetzen.