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High-Tech statt Harnschau ; Bild: Nr. 217

„Seit der Einführung des ersten Urinteststreifens vor 50 Jahren hat sich viel getan“, sagt Manfred Maurer, Leiter der Teststreifenproduktion bei Roche Diagnostics in Mannheim.


High-Tech statt Harnschau - 50 Jahre Urindiagnostik bei Roche

Um 400 vor Christus untersuchte Hippokrates Geruch und Farbe von Urin und schloss daraus auf bestimmte Krankheiten. Auch im Mittelalter nutzte man die so genannte Harnschau für medizinische Zwecke. Bis zur modernen klinisch-chemischen Urinanalyse verging dann allerdings noch viel Zeit: Erst Ende des 18. Jahrhunderts entwickelten Chemiker und Mediziner Vorläufer der heutigen Urintests. Roche Diagnostics begann 1964 mit der Fertigung von Urinteststreifen und wurde mit Combur-Test bald zu einem der führenden Anbieter am Markt.

„Seit der Einführung des ersten Urinteststreifens vor 50 Jahren hat sich viel getan“, sagt Manfred Maurer, Leiter der Teststreifenproduktion bei Roche Diagnostics in Mannheim. „Inzwischen kann man mit einem Streifen beispielsweise bis zu zehn verschiedene Parameter gleichzeitig prüfen.“ Urinteststreifen wie die Combur-Test-Produktlinie von Roche werden verwendet, um bestimmte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. „Im Urin lassen sich Erkrankungen der Niere und des Urogenitaltraktes, Diabetes mellitus und Lebererkrankungen im Frühstadium feststellen“, so Maurer. „Manchmal schon bevor sich beim Patienten erste Symptome bemerkbar machen.“

Die Combur-Test-Produktlinie hat sich seit der Einführung kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Parameter und verbesserte Technologien machten den Urinteststreifen zu einem immer hochwertigeren diagnostischen Hilfsmittel. „Unsere Teststreifen bestehen aus einer stabilen Trägerfolie mit mehrschichtigen Testfeldern. Diese sind mit einem Nylonnetz befestigt, so dass wir keine Klebstoffe verwenden müssen“, erklärt Maurer. „Mit diesem Aufbau vermeiden wir erstens falsche Testergebnisse, die durch Klebstoffe verursacht werden. Zweitens können wir Substanzen, die sich sonst gegenseitig stören würden, trennen. Diese Technik ist einzigartig und wird nur von Roche eingesetzt.“

Auch vor dem „Störfaktor“ Vitamin C, der bei etwa jeder fünften Urinprobe zu falsch-negativen Testergebnissen bei den Parametern Blut und Glukose führen kann ist Combur-Test gut geschützt. Die Streifen sind mit einem speziellen Salz (Jodat) imprägniert, das mit dem in der Urinprobe enthaltenen Vitamin C reagiert und es dadurch eliminiert.

Nicht nur die Nachweistechnik der Urinteststreifen ist in den letzten Jahrzehnten immer besser geworden. Auch die Einsatzmöglichkeiten haben sich vergrößert. So gibt es von Combur-Test inzwischen auch eine Variante für zu Hause und unterwegs, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist: Der Combur 5 Test HC-Streifen eignet sich zur Früherkennung von Erkrankungen wie Diabetes Mellitus und Blasenentzündungen, die zu den häufigsten Krankheitsbildern in Allgemeinarztpraxen zählen.