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In dieser Übersicht werden wichtige Begriffe nochmals genauer erklärt.

Glossar

Begriffe
AIDS
ATHENA
Biomarker Nachweis
Biopsie
CINtec® PLUS
cobas® HPV Test
Dysplasie
Dysplasie-Sprechstunde
Feigwarzen
Gebärmutter(hals)
Gebärmutterhalskrebs
Hochrisiko-HPV
HPV
HPV 16 und 18
Humane Papillomviren
Definitionen
AIDS steht für acquired immune deficiency syndrome, zu Deutsch erworbenes Immunschwäche­syndrom und wird durch das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) übertragen. Betroffene leiden unter geschädigten, körpereigenen Abwehrkräften, einem geschwächten Immunsystem.
Die klinische Studie ATHENA (Adressing THe Need for Advanced HPV Diagnostics) mit mehr als 47.000 Teilnehmerinnen hat gezeigt, dass der cobas® HPV Test zuverlässig Erkrankungen nachweist und eine bessere Risikobewertung für Gebärmutterhalskrebs bietet als ein Pap-Abstrich allein.
Biomarker Nachweise (wie der CINtec® PLUS Test) nutzen körpereigene Substanzen, um frühzeitig höhergradige Krankheits-Vorstufen zu entdecken.
Bei Verdacht auf eine mögliche Zellveränderung und zur weiteren Abklärung wird eine so genannte Biopsie entnommen. Hierbei handelt es sich um die Entnahme einer Gewebeprobe, beispielsweise am Gebärmutterhals, um sie zu untersuchen. Eine Biopsie wird mit einer leichten lokalen Betäubung durchgeführt.
CINtec® PLUS überprüft das Vorhandensein zweier körpereigener Substanzen (Biomarker), die zusammen nur in veränderten Zellen des Gebärmutterhalses vorkommen.
Der cobas® HPV Test weist Hochrisiko-HPV-Typen in Abstrichen vom Muttermund nach. Außerdem bestimmt er die Virustypen mit dem höchsten Risiko für Gebärmutterhalskrebs - HPV 16 und HPV 18. Diese Information hilft Frauenärzten dabei, das persönliche Risiko einer Patientin für Gebärmutterhalskrebs besser einzuschätzen.
Bei Dysplasien handelt es sich um Gewebeveränderungen, die durch auffällige Zellen gekennzeichnet sind.
Nach einem auffälligen Vorbefund werden in einer Dysplasie-Sprechstunde weitere abklärende Untersuchungen (z.B. eine Kolposkopie) durchgeführt.
Feigwarzen sind Warzen im Genitalbereich, die fast immer durch die Niedrigrisiko-Typen von HPV ausgelöst werden.
Die Gebärmutter, auch Uterus genannt, ist der Teil der weiblichen Geschlechtsorgane, in dem sich während der Schwangerschaft der Fötus entwickelt. Sie besteht aus dem Gebärmutterkörper und dem schmaleren Gebärmutterhals (Zervix), der in die Vagina übergeht.
Der Gebärmutterhalskrebs wird auch als Zervixkarzinom bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen Tumor, der sich im Gebärmutterhals entwickelt.
Eine andauernde Infektion mit sogenannten Hochrisiko-HPV-Typen kann zur Entwicklung von Krebsvorstufen und in seltenen Fällen zu Gebärmutterhalskrebs führen.
Siehe Humane Papillomviren
HPV 16 und HPV 18 sind die beiden Hochrisiko-HPV-Typen, von denen das größte Risiko ausgeht, Gebärmutterhalskrebs auszulösen.
Humane Papillomviren (HPV) sind Viren, die sehr häufig vorkommen und durch Hautkontakt, insbesondere beim Geschlechtsverkehr, übertragen werden. Es ist davon auszugehen, dass bis zum 50. Lebensjahr etwa 80 % aller Frauen und Männer mindestens einmal mit HPV infiziert waren.
Begriffe
Klinische Studien
Klinische Studien
Kolposkop
Kolposkopie
Krebsvorstufen
Leitlinien
Niedrigrisiko-HPV
Pap-Abstrich
PCR
Screening
STIKO
Uterus
Virustypen
Vorsorge
Zervix
Zervixkarzinom
Definitionen
Klinische Studien überprüfen Medikamente oder medizinische Tests auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit.
Faktoren, die bei einer bestehenden HPV-Infektion das Risiko für Gebärmutterhalskrebs erhöhen
Das Kolposkop ist eine spezielle Lupe für gynäkologische Untersuchungen der Scheide und des äußeren Muttermundes. Wie bei einem Mikroskop beleuchtet und vergrößert das Kolposkop den zu untersuchenden Bereich. Es hilft dem Gynäkologen Veränderungen zu erkennen, die er mit bloßem Auge nicht sehen kann.
Bei der Kolposkopie wird der Muttermund mit einer speziellen Lupe (siehe Kolposkop) untersucht. Der Gynäkologe trägt dafür mit einem Tupfer Essigsäure und Iodlösung auf den zu untersuchenden Bereich auf. Das Iod kann sich bei gesunden Zellen ungehindert verbreiten und färbt sie braun. Bei Zellveränderungen bleibt diese Färbung aus. Werden Auffälligkeiten entdeckt und der Arzt entscheidet sich für eine weitere Abklärung, kann auch eine Biopsie entnommen werden.
Eine Krebsvorstufe ist eine fortgeschrittene Zellveränderung, die sich zu Krebs entwickeln kann.
Medizinische Leitlinien werden entwickelt, um die Behandlungsentscheidung von Ärzten in verschiedenen Situationen zu unterstützen. Sie sind nicht bindend.
Die Niedrigrisiko-Typen von HPV sind hauptsächlich an der Entstehung von Feigwarzen im Genitalbereich beteiligt.
Der Pap-Abstrich ist ein Verfahren zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Es wird dabei ein Zellabstrich vom Muttermund und Gebärmutterhals entnommen, der mikroskopisch auf veränderte Zellen untersucht wird.
Die Polymerase Kettenreaktion (PCR) ist ein hochsensitives Nachweisverfahren, welches im Labor angewendet wird. Der cobas® HPV Test nutzt es um Humane Papillomviren zuverlässig nachzuweisen.
Siehe Vorsorge
Die Ständige Impfkommission (STIKO) entwickelt Impfempfehlungen für die notwendigen Schutzimpfungen.
Siehe Gebärmutter
Es sind mehr als 100 verschiedene Typen Humaner Papillomviren bekannt, von denen etwa die Hälfte den Genitalbereich infiziert. Diese Viren lassen sich wiederum in zwei Gruppen unterteilen: Niedrigrisiko und Hochrisiko-HPV-Typen.
Bei Vorsorgeuntersuchungen werden auch gesunde Frauen in einem bestimmten Zeitabstand untersucht. Ziel ist es dabei, Frauen mit krankhaften Veränderungen zuverlässig zu erkennen und entsprechend zu behandeln, ohne dabei unnötige Eingriffe an gesunden Frauen vorzunehmen. Gebärmutterhalskrebs kann durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen vermieden werden.
Siehe Gebärmutterhals
Siehe Gebärmutterhalskrebs

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2. World Health Organization. Cervical Cancer.

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3. Zentrum für Krebsregisterkarten. Robert Koch Institut.
https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2017/kid_2017_c53_gebaermutterhals.pdf?__blob=publicationFile
4. Krebsinformationsdienst. Deutsches Krebsforschungszentrum. Gebärmutterhalskrebs: Krebsentstehung, Anatomie, Häufigkeit
https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/was-ist-gebaermutterhalskrebs.php
5. Humane Papillomviren. RKI-Ratgeber
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HPV.html
6. Chesson et al. Sex Trans Dis. 2014;41(11):660-664.
7. Mini Med Studium. HPV – Humane Papillomaviren.
https://www.minimed.at/medizinische-themen/infektion-allergie/hpv/
8. Krebsinformationsdienst. Deutsches Krebsforschungszentrum. Gebärmutterhalskrebs: Symptome, Untersuchung, Stadieneinteilung https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/untersuchung.php
9. Informationsblatt: Humane Papillomviren
https://www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/iblatt/iblatt-hpv-allgemein.pdf
10. International Agency for Research on Cancer (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO). IARC monographs.
https://monographs.iarc.fr/wp-content/uploads/2018/06/mono100B-11.pdf
11. World Health Organization. Cervical Cancer. Human Papillomavirus (HPV) and cervical cancer. Key facts.
https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/human-papillomavirus-(hpv)-and-cervical-cancer
12. Robert Koch Institut. Faktenblatt zur HPV-Impfung.
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/Faktenblaetter/HPV.pdf?__blob=publicationFile 13. Gemeinsamer Bundesausschuss. Pressemitteilung
https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen/774/
14. STIKO empfiehlt HPV-Impfung für Jungen.
https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Vorabinformation_HPV_Jungen.html
15. Simms et al. Lancet Oncol. 2019;20:394-407.
16. Bundesministerium für Gesundheit. Ziele des Nationalen Krebsplans. Ziel 2a
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/nationaler-krebsplan/was-haben-wir-bisher-erreicht/ziel-2a.html
17. Krebsinformationsdienst. Deutsches Krebsforschungszentrum. Gebärmutterhalskrebs: Ursachen und Risikofaktoren
https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/risikofaktoren.php
18. Wright et al. Am J Obstet Gynecol. 2012;206:46.e1-46.e11.
19. Ronco et al. Lancet. 2014;383:524-32.
20. Zervita. Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs
https://www.zervita.de/zervita/gebaermutterhalskrebs/haeufigkeit/index.php?thisID=10
21. Krebsinformationsdienst. Deutsches Krebsforschungszentrum. Gebärmutterhalskrebs: Untersuchung und Behandlung
https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/vorstufen.php
22. Wentzensen et al. JAMA Intern Med. 2019 Jul 1;179(7):881-888.

Referenzen

Weitere Informationen zu Gebärmutterhalskrebs

Für medizinisches Fachpersonal

Patientenportal Gebärmutterhalskrebs

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