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Präeklampsie

Wodurch die Präeklampsie verursacht wird, ist bislang noch nicht vollständig bekannt. Die Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass die Erkrankung auf eine Fehlfunktion des Mutterkuchens (Plazenta) zurückzuführen ist. Dazu kommt es vermutlich, weil sich die Plazenta in den ersten Wochen der Schwangerschaft nicht vollständig in die Wand der Gebärmutter einnistet und sich die Blutgefäße in der Plazenta infolgedessen nur unzureichend ausbilden. Eine nicht ausreichend durchblutete Plazenta aber führt zu einer Mangelversorgung des Embryos. Um eine ausreichende Versorgung des heranreifenden Kindes mit Nährstoffen und Sauerstoff dennoch zu gewährleisten, schütten Zellen der Plazenta bestimmte Moleküle in das Blut der Mutter aus: Sie erhöhen den Blutdruck im mütterlichen Kreislaufsystem und steigern so die Blutzufuhr für den Fötus. (6)

Dieser molekulare Rettungsversuch kann zur Präeklampsie – zur Bluthochdruckerkrankung der Mutter während der Schwangerschaft – mit ihren schwerwiegenden Folgen führen. Mittlerweile sind Faktoren bekannt, die darauf hinweisen, ob eine schwangere Frau ein besonderes Risiko hat, eine Präeklampsie zu entwickeln.

Das Risiko ist erhöht, wenn (7)

  • es sich um die erste Schwangerschaft handelt,

  • eine Präeklampsie bereits bei einer vorangegangenen Schwangerschaft aufgetreten ist,

  • wenn Mehrlinge ausgetragen werden,

  • wenn bereits Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Nierenleiden, Gerinnungsstörungen oder eine Autoimmunerkrankung bestehen,

  • die Schwangere älter als 40 Jahre ist,

  • sie übergewichtig ist (BMI über 30).

Grundsätzlich gilt: Jede schwangere Frau kann an einer Präeklampsie erkranken, selbst dann, wenn kein einziger der oben genannten Risikofaktoren vorliegt.

Fehlfunktion der Plazenta

Präeklampsie

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