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Lungenkrebs

Der Biomarker EGFR

EGFR

Krebszellen können bestimmte genetische Veränderungen (Mutationen) aufweisen, die die Oberfläche der Krebszellen betreffen. Diese Veränderungen beeinflussen Krebszellen stark, indem sie zu einer kontinuierlichen Aktivierung von Signalprozessen innerhalb der Zelle führen welche das Zellwachstum und die Zellteilung steigern. Man kann mit diagnostischen Tests feststellen, ob die genannten Mutationen, welche die Krebszelle verändern, vorliegen. Es gibt moderne Medikamente, die die „mutierten“ Oberflächenmoleküle so blockieren, dass die Signalprozesse innerhalb der Krebszellen und so deren Wachstum verlangsamt werden („Tyrosinkinase-Hemmer“). Daher ist es wichtig, dass Tumorgewebe eingehend auf diese Mutationen hin zu untersuchen. Einer dieser Tests bezieht sich auf das sogenannte „EGFR-Gen“. Bei etwa 10 – 15% der Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) findet man eine solche Veränderung im EGFR-Gen. Für Patienten mit dieser „EGFR-Mutation“ kann die Möglichkeit einer Therapie mit einem EGFR Tyrosin-Kinase-Hemmer bestehen („zielgerichtete Therapie“)1

Der Biomarker ALK

Alk-PositivALK positiv
ALK PositivALK negativ

Im Bereich des „ALK-Gens“ (Anaplastische Lymphom-Kinase) kommt es bei etwa 2 – 5% der Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC zu einer genetischen Veränderung, die zu einer Fusion (Verschmelzung) verschiedener Genbereiche führt („Translokation“)2.

Dadurch ist das Genprodukt unkontrolliert aktiv und kann über mehrere Schritte eines komplexen Signalweges zum vermehrten Wachstum von Krebszellen führen. Ein molekularer Test kann diese Genveränderung nachweisen. Wenn das Tumorgewebe getestet wird und die ALK-Translokation vorliegt, kann für den betreffenden Patienten eine zielgerichtete Therapie mit einem ALK-Inhibitor in Frage kommen.

  1. Cappuzzo F, Guide to Targeted Therapies: EGFR Mutations in NSCLC Springer International Publishing Switzerland 2014
  2. Scagliotti G et al. Eur J Cancer 2012; 48: 961-973
  3. McArthur et al. Lancet Oncol 2014; 15: 323–32