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Niereninsuffizienz - Dialyse

Die Dialyse kann heutzutage langfristig die Lebensqualität der Patienten verbessern. Je schneller die Erkrankung fortschreitet, um so schneller sollte mit dieser Behandlung begonnen werden.
Auch hier möchten wir Ihnen die Verfahren vorstellen und Hintergrundinformationen liefern.

Die Zahl der Dialyse-Patienten nimmt stetig zu: zu Beginn des Jahres 2017 betrug die Anzahl der Dialyse-Patienten in Deutschland ca. 80.000.1
Die Dialyse – oft auch als "künstliche Niere" bezeichnet – übernimmt die wichtigste Aufgabe der Nieren: das Herausfiltern von giftigen Substanzen aus dem Blut.

Die gesunde Niere filtert 24 Stunden am Tag. Die Dialyse muss dieses Arbeitspensum an nur etwa drei halben Tagen in der Woche leisten. Deshalb können in dieser Zeit nicht alle Stoffe entfernt werden, so dass neben der Dialyse auch die Ernährung umgestellt und auf die Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden muss.

Dialyse ist ein physikalisches Verfahren, um in wässriger Flüssigkeit gelöste Teilchen zu trennen. Dies geschieht zwischen zwei Flüssigkeitsräumen: auf der einen Seite das Blut, auf der anderen das so genannte Dialysat. Mit Hilfe einer halbdurchlässigen (semipermeablen) Membran und der Dialysierflüssigkeit wird der Austausch und damit die "Entgiftung" bestimmter Stoffe mit bestimmter Größe aus dem Blut möglich. Die Membran übernimmt die Filterfunktion des Glomerulus der gesunden Niere.

Der Patient hat die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Dialyseverfahren: die Hämodialyse (HD) und die Peritonealdialyse (PD).
Es gibt viele Vergleiche zwischen diesen Verfahren und es lassen sich Vorteile und Nachteile für beide finden. Wenn genügend Zeit im Vorfeld zur Verfügung steht, trifft der Nephrologe (der auf Nierenerkrankungen spezialisierte Arzt) gemeinsam mit dem Patienten und dessen Angehörigen die Entscheidung über den Beginn und die Auswahl des Verfahrens.

Für Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz ist die Transplantation einer gespendeten Niere die einzige Möglichkeit, wieder ohne die Dialyse zu leben. Welche Probleme und Voraussetzungen damit verbunden sind, finden Sie unter dem Stichwort Transplantation.

Referenzen

  1. Verband Deutscher Nierenzentren (DN) e.V: