Niereninsuffizienz - Dialyse

Peritonealdialyse

Die Peritonealdialyse (PD) ist ein intrakorporales Verfahren, d. h. die Dialyse erfolgt im Körper und nicht außerhalb wie bei der Hämodialyse.
Sie funktioniert nach dem gleichen Prinzip, mit dem Unterschied, dass als (biologische) Membran das Bauchfell (lat. peritoneum) des Patienten genutzt wird.

Über einen Kunststoff-Katheter in der freien Bauchhöhle wird das Dialysat (ca. zwei Liter) in den Bauchraum (Peritoneum) eingebracht. Nach einer kurzen Verweilzeit (je nach Art der PD zwischen einer und 8 Stunden) lässt man das Dialysat aus dem Bauchraum des Patienten abfließen. Durch ein wiederholtes Wechseln des Dialysats kann ein hohes Konzentrationsgefälle aufrecht erhalten werden. Dadurch wird die Diffusion der Giftstoffe vom Blut in die Waschlösung gefördert.

Die Vorteile der PD sind, dass keine Gefahr von Blutungen besteht (da das Blut nicht mit der gerinnungshemmenden Substanz Heparin versetzt wird) und kein spezieller Gefäßzugang gelegt werden muss.

Die Peritonealdialyse wird auch Bauchfelldialyse genannt. Sie ist die zweite Variante der künstlichen

Die Peritonealdialyse wird auch Bauchfelldialyse genannt. Sie ist die zweite Variante der künstlichen "Blutwäsche".

Vorbereitung auf die Peritonealdialyse

Da die Peritonealdialyse (PD) in der Regel vom Patienten selbst durchgeführt werden kann, ist es unbedingt erforderlich, dass dieser lernt, mit der Technik umzugehen.
Zu Beginn einer Schulung muss der Ablauf der Peritonealdialyse (PD) unter sterilen Bedingungen erlernt werden. Das Erkennen von Komplikationen und das Verhalten wird mit "Trockenübungen" unterstützt. In einer Operation wird der Zugang zur Bauchhöhle mit Hilfe eines Katheters geschaffen. Der Patient wird sich nach Anleitung und Betreuung zu Beginn dem Nephrologen in Abständen von ca. 4 Wochen vorstellen, wo Blutentnahmen, Befunde und Therapiekorrekturen vorgenommen werden.

Wie der HD-Patient muss der PD-Patient die Katheteraustrittstelle täglich pflegen und kontrollieren.