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Dialyse

Wann wird ein Patient dialysepflichtig?

Zur Therapie einer Niereninsuffizienz kann der Arzt zunächst eine Ernährungstherapie festlegen. Meist kann der Krankheitsverlauf jedoch nicht mehr aufgehalten werden und der Patient muss sich früher oder später einer Dialysebehandlung unterziehen.

Die Patienten bleiben bis zum Beginn der Dialyse auch weiter in Behandlung ihres Hausarztes, Internisten oder Diabetologen. Aber der Nephrologe als Nierenfacharzt kann manche Werte besser einschätzen, Komplikationen eventuell eher erkennen und die Feineinstellung der Medikation vornehmen (wie z. B. ein Mangel an roten Blutkörperchen, Kalzium-Phospat-Stoffwechselstörungen).
Hier ist auch Ihre Mitarbeit als Patient gefordert, z. B. die Ernährung umzustellen oder mit dem Rauchen aufzuhören.

Als wichtiger Hinweis für den Beginn einer Dialysebehandlung dient die Kreatinin-Clearance unterhalb 12-15 ml/min. Allein das Kreatinin genügt als ausschlaggebender Parameter nicht, denn bei älteren Menschen hat dieser Wert keine zuverlässige Aussagekraft mehr.

Leider ist die Überprüfung der Clearance nicht immer die Regel. Es kommen Patienten oft viel zu spät mit enorm hohen Werten als Notfall direkt an die Dialyse. Für den Patienten und dessen Angehörige ist dies oft ein Schock.

Ärzte aus mehreren sich ergänzender Fachrichtungen (= interdisziplinär) sollten sich früh gemeinsam um die Behandlung und Betreuung von Nierenpatienten kümmern.