Nierentransplantation als Therapie

Eine Alternative bei der Behandlung der Niereninsuffizienz im Endstadium (terminale Niereninsuffizienz) im Gegensatz zur Dialysebehandlung ist die Organtransplantation, d. h. die Verpflanzung einer gesunden Niere. Jeder Dialyse-Patient, der an einer chronischen Niereninsuffizienz leidet, kann die Möglichkeit einer Transplantation überprüfen lassen.

Bei der Transplantation wird unterschieden zwischen der Verpflanzung einer Niere entweder von einem verstorbenen (postmortale Transplantation) oder einem lebenden Menschen (Lebendnierenspende).

Ein allgemeines Problem bei einer Organtransplantation besteht darin, dass der Gewebetyp des Spenders möglichst mit dem des Empfängers übereinstimmen sollte. Es gibt spezielle Antigene auf bestimmten Blutzellen (den Leukozyten oder weißen Blutkörperchen), die beim Spender und Empfänger identisch sein sollten – sonst wird das neue Organ abgestoßen. Da es fast unendlich viele unterschiedliche Gewebetypen gibt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das neue Organ nach der Einpflanzung als "fremd" erkannt wird. Um die Abwehrreaktion des Körpers zu unterdrücken, werden Medikamente eingesetzt.

Daneben spielen andere Faktoren des Empfängers eine Rolle: Antikörper z. B. nach Bluttransfusionen, weitere Erkrankungen oder generelle Ausschlusskriterien.