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Ernährung während der Dialyse - Fett

Dialyse-Patienten sind auf die Dauer der Gefahr ausgesetzt, dass sie zu wenig Kalorien aufnehmen. Die Folge ist dann eine Unterernährung. Eine Unterernährung ist messbar: Body-Mass-Index < 19–21 je nach Alter, Serum-Albumin < 35 g, Transferrin < 2 g/l.

Unterernährte Patienten fühlen sich nicht mehr leistungsfähig und sind schwach. Es wird körpereigenes Eiweiß zur Energiegewinnung abgebaut. Die Infektabwehr ist gestört, die Wundheilung verzögert und die Entstehung der renalen Anämie begünstigt. Der Stoffwechsel verändert sich ungünstig (Übersäuerung, Knochenabbau, Erhöhung von Phosphat und Kalium im Serum).

Der größte Energielieferant ist Fett mit 9 kcal je Gramm. Dabei sollte Fett etwa ein Drittel der täglichen Energiezufuhr ausmachen.

Für alle Dialyse-Patienten – egal ob Diabetiker oder Nicht-Diabetiker – gilt, dass dieses Fett vorwiegend ungesättigt sein sollte. Diese sogenannten ungesättigten Fettsäuren finden sich vor allem in pflanzlichen Ölen und Fetten.

Je nach persönlichem Energiebedarf können täglich 40–60 g an Koch- und Streichfett notwendig sein.

 Fett-Quellen für Dialyse-Patienten:
Margarine (hoher Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren)
Butter, Schmalz
Öl, z. B. Oliven- und Rapsöl, haben einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren, aber auch Walnuss-, Kürbiskern-, Sesam- und Leinöl sind günstig
Sahne (gemischt mit Wasser 1:4 auch als Milchersatz mit geringem Phosphatgehalt)
Mayonnaise

Hilfen zur Berechnung Ihrer Tagespläne erhalten Sie bei speziell geschulten ErnährungsberaterInnen oder geschulten Dialyseschwestern und -pflegern oder in Ernährungsbroschüren und Büchern.