• Roche in Deutschland
  • English
  • Kontakt

Ernährung während der Dialyse - Flüssigkeitszufuhr

Tipps für die Flüssigkeitszufuhr

Durch die teilweise oder eingeschränkte Funktion der Niere verringert sich der tägliche "Wasserverlust" des Dialyse-Patienten in Form von Urin. Die Ausscheidung überschüssigen Wassers beschränkt sich neben der oft geringen Urinmenge auf die Atmung, die Schweißbildung und den Stuhlgang. Bei der Hämodialyse sammelt sich an den dialysefreien Tagen Wasser an.
Die Dialyse muss daher dafür sorgen, dass Wasser aus dem Körper entfernt wird. Da aber durch diese Behandlung Wasser nur in begrenztem Maße aus dem Organismus entfernt werden kann und der Wasserentzug den Patienten sehr belastet, ist es wichtig, auf die Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Als Faustregel gilt für die Trinkflüssigkeit:

Ihre Ausscheidung plus 500–750 ml Flüssigkeit am Tag. Die Trinkmenge wird individuell festgelegt und mit dem Arzt besprochen.
Dabei ist ganz wichtig, dass Sie sich nicht selbst "überlisten". Im Essen liegt Wasser in versteckter Form vor. Durch feste Nahrung nimmt man fast einen Liter Wasser am Tag auf. Außerdem entstehen beim Abbau von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten im Stoffwechsel ca. 300 Milliliter sogenanntes Oxidationswasser pro Tag.

Wichtig: Das Weglassen von Mahlzeiten, um "Gewicht zu sparen", ist keine Lösung! Sie nehmen sich Ihre Energie zum Leben!

So können Sie das Durstgefühl verringern!

  • Wählen Sie ein geeignetes Getränk.
    • Wasser und Mineralwasser
    • Kräuter- und Früchtetee
    • Limonaden (auch Diätlimonade) mit Mineralwasser verdünnen (1:1 oder 1:2)
    • Getränke mit etwas Zitronensaft abschmecken
    • Kaffee und schwarzer Tee sind Genussgetränke und löschen selten den Durst, zählen für Sie aber zur Trinkflüssigkeit
  • Verwenden Sie nur wenig Salz und Zucker und meiden Sie stark Gewürztes.
    • Verdünnen Sie Getränke mit Wasser
    • Verwenden Sie nur wenig Süßungsmittel
    • Würzen Sie nicht zu intensiv mit Knoblauch, Chili, Pfeffer oder Tabasco
  • Schützen Sie die Schleimhäute vor dem Austrocknen.
    • Lutschen von Zitronenecken und kleinen Eisstückchen (bei letzteren Flüssigkeitsmenge beachten)
    • „Zuckerfreie“ Kaugummis oder Bonbons können helfen (Vorsicht: Diese enthalten Zuckeraustauschstoffe, die abführend wirken können)
    • Mit Lippenpflegestift die Lippen feucht halten
    • Ein Mundspray verändert das Trinkbedürfnis
    • Sorgen Sie für frische und feuchte Raumluft
    • Raumtemperatur nicht über 20 °C
  • Genießen Sie das Trinken.
    • Trinken Sie Ihre Getränke langsam und nicht aus Gewohnheit
    • Genießen Sie Schluck für Schluck das Getränk, lassen Sie jeden Schluck langsam im Munde zergehen („kauen“ Sie quasi die Flüssigkeit)
    • Nehmen Sie Medikamente möglichst zu den Mahlzeiten ein
    • Benutzen Sie kleine, schlanke Trinkgefäße