Ernährung während der Dialyse - Verdauungsprobleme

Was und wie viel muss aus dem Körper?

Viele Dialyse-Patienten leiden unter Verstopfung. Das kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen kann das daran liegen, dass oft die körperliche Bewegung durch die Dialyse-Behandlung eingeschränkt ist. Zum anderen können es Nebenwirkungen z. B. von Phosphatbindern oder Eisentabletten sein. Die verminderte Flüssigkeitsaufnahme und Störungen im Elektrolythaushalt beeinflussen ebenfalls die Verdauungstätigkeit.

Welche Möglichkeiten gibt es für Sie, Verdauungsproblemen vorzubeugen?

Es gibt einige Dialyse-Praxen, die während der Dialyse ein Bewegungstraining anbieten. Bewährt haben sich beispielsweise Bettfahrräder, die Sie im Liegen fahren können.

Für Dialyse-Patienten kommt aber nicht – wie beim gesunden Menschen zur Förderung der Verdauung – die Erhöhung des Ballaststoff-Anteils in der Nahrung in Frage. Sie enthalten viele Mineralstoffe. Wegen des hohen Gehalts an Kalium und Phosphat dürfen Dialyse-Patienten Ballaststoffe nur eingeschränkt zu sich nehmen.

Eine Unterstützung kann Milchzucker sein. Er ist erhältlich in Drogerien und im Reformhaus. Milchzucker hat 50 % Süßkraft im Vergleich zu Haushaltszucker. 20–30 g pro Tag werden zur Verdauungshilfe verwendet. Milchzucker wird in Süßspeisen oder in ein Getränk eingerührt. Es gibt auch Laktulose (Milchzucker) in flüssiger Form in der Apotheke. Sprechen Sie Ihr Dialyseteam darauf an! Es kennt sich mit dem Thema gut aus.